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Widdersehen
Ein Schafskrimi
Leonie Swann
DuMont Literatur und Kunst Verlag
EAN: 9783755801061 (ISBN: 3-7558-0106-X)
384 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 14 x 21cm, 2026
EUR 25,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Ein neuer Krimäääh!
Völlig abgegrast, seltsame Fremdschafe, ein Mangel an Lieblingskräutern: So haben sich die Schafe ihre Rückkehr auf die geliebte Heimatweide in Glennkill nicht vorgestellt. Gerade noch euphorisch wie Lämmer zur Fütterungszeit wartet ein Dämpfer nach dem anderen auf sie. Als sich dann noch ein einzelner Finger und ein rätselhafter Brief dazugesellen, ist für Miss Maple und Co. klar: Hier stimmt etwas nicht. Warum ist plötzlich alles anders? Was soll der Zaun? Doch vor allem: Wohin ist ihre Schäferin Rebecca verschwunden?
Warmherzig, klug und voller Witz führt Leonie Swann in ›Widdersehen‹ zurück ins vertraute Glennkill, wo nichts so ist, wie es zunächst erscheint.
Rezension
Leonie Swanns Schafskrimi mit dem Titel "Widdersehen" setzt auf eine Prämisse, die zunächst nach einem Gag klingt: Schafe ermitteln, philosophieren, tasten sich mit ihrer Herdenlogik durch eine gefährliche Geschichte. Dass das tatsächlich trägt, liegt daran, dass Swann das Tierische nicht verniedlicht, sondern als Linse auf menschliche Absurditäten nutzt. Der Charme liegt in der Mischung. Zwischen Entführung, Intrigen und einer sehr eigensinnigen Schafherde entsteht ein Text, der verspielt ist, ohne belanglos zu werden. Dass Swann ausgerechnet Wollträger mit ausgeprägtem Meinungsbedarf als ernsthafte Figuren behandelt, ist literarisch gesehen ein riskanter Tanz. Swann geht ihn bewusst und mit Konsequenz. Einschränkungen gibt es. Der Ton kann auf Dauer etwas manieriert wirken, und wer einen geradlinigen Krimi sucht, wird sich an der Schafsperspektive vielleicht irgendwann reiben. Wer aber Krimi, Humor und Gesellschaftssatire in einem eigenständigen Entwurf zusammengebracht sehen will, ist hier gut aufgehoben. Widdersehen ist weniger Spannungsroman als spezielles Vergnügen mit eigenem Kopf, oder genauer: mit einer ganzen Herde davon.
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Als ihre Schäferin Rebecca urplötzlich die Europareise abbricht und die Herde rund um Miss Maple zurück in irische Gefilde führt, sind die Schafe zunächst optimistisch wie Frühlingslämmer. Denn wo könnte es schöner sein als auf der Heimatweide? Auch der jüngste Zuwachs ist gespannt – Madouc, offiziell Ziege, inoffiziell »Schaf auf Probe«, hofft auf viele neue Einblicke in die geheimnisvolle Welt der Schafe. Kaum dort angekommen, ist das Bedauern jedoch groß: Die geliebte Weide ist gar nicht mehr so schön, wie sie es in der Erinnerung war, und obendrein haben drei fremde Schafe mit seltsamen Namen alle Lieblingskräuter weggeknabbert. Als wäre das nicht schon genug, ist Rebecca plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Zurückgeblieben ist nur ein einzelner Finger (kein guter Anfang) und ein geheimnisvoller Brief, aus dem sich die Schafe mangels Vorlesemenschen keinen Reim machen können. Die Herde befürchtet das Schlimmste. Es ist völlig klar: Sie müssen ihre verschollene Hirtin retten. Unversehens finden sie sich in einem Familiendrama wieder, und einmal mehr zeigt sich: Alles ist zu meistern – man braucht nur genügend Wollensstärke! |
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