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Wenn eure Kinder morgen fragen
Zur Zukunft der evangelischen Kirche
Manfred Köpke (Hrsg.), Wolfgang Huber, Margot Käßmann, Manfred Kock
Herder Verlag
EAN: 9783451286001 (ISBN: 3-451-28600-9)
144 Seiten, kartoniert, 12 x 19cm, 2005
EUR 7,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Wolfgang Huber, Margot Käßmann und Manfred Kock sprechen offen über die Zukunft der evangelischen Kirche in Deutschland: über ihre gesellschaftliche Aufgabe im wiedervereinten Land, über den Strukturwandel der Gemeinden und die neuen Herausforderungen an die Seelsorge, über evangelisches Amtsverständnis und ökumenische Erfahrungen.
Sie entdecken in der Zeitgeschichte – und in ihren eigenen Lebensläufen – auch das Unvorhergesehene, Nicht-Geplante, und geben Zeugnis von der hartnäckigen Zuversicht des Glaubens.
Die Gespräche führte Wilfried Köpke, Autor (u.a. für »Die Zeit«) und Fernsehjournalist (ARD, Arte), Professor für Hörfunk- und Fernsehjournalismus in
Rezension
In Anlehnung an das Motto des diesjährigen Kirchentags ediert der Fernsehjournalist und Professor für Hörfunk- und Fernsehrjournalismus Wilfried Köpke in diesem Taschenbuch ausführliche Interviews mit drei der bekanntesten Vertreter der evangelischen Kirche. Köpke diagnostiziert eine Glaubwürdigkeitskrise der Kirche und befragt den EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber, seinen Amtsvorgänger Manfred Kock und die Bischöfin Margot Käßmann nach ihrer Einschätzung zur gegenwärtigen Situation und der Zukunftsperspektive der großen Kirchen.
Bischof Wolfgang Huber erkennt einen "Abschied von der Pastorenkirche". Die entscheidende Aufgabe der Kirche sei es nach wie vor Fürsprecherin der Benachteiligten zu sein gegenüber einem Gemeinwesen, das "als immer bürokratischer und immer abstrakter erfahren wird". Kirche muss auch weiterhin "die Perspektive derer einnehmen, die entrechtet, gedemütigt und mundtot gemacht werden". Die hannoversche Bischöfin Margot Käßmann empfiehlt den Pfarrern und Pfarrerinnen, sich in Zukunft noch stärker auf Verkündigung und Seelsorge zu konzentrieren. Manfred Kock, der frühere rheinische Präses und EKD-Ratsvorsitzende, richtet seine Aufmerksamkeit auf eine stärkere Arbeitsteilung in den Gemeinden. Er verweist auf Gemeindeglieder, die auch "ohne umfassendes Theologiestudium die Botschaft Jesu weiter tragen und seelsorgerlich kompetent sind". Nach Kocks Meinung muss Kirche gezielt ihre Angebote unterbreiten und den Gedankenaustausch suchen. Das Buch ist eine lohnenswerte Lektüre, die Interviews vermitteln einen Eindruck von der Persönlichkeit dreier wichtiger Repräsentanten der evangelischen Kirche.
Hannemann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Drei der profiliertesten Personen des deutschen Protestantismus sprechen offen über die gesellschaftliche Aufgabe der Kirche im wiedervereinten Deutschland, über den Strukturwandel der Gemeinden und die neuen Herausforderungen der Seelsorge, über evangelisches Amtsverständnis und ökumenische Erfahrungen. Ein spannend zu lesendes Zeugnis von der hartnäckigen Zuversicht des Glaubens, der auch in Zeiten leerer Kirchenkassen Vertrauen auf die Zukunft schenkt.
Inhaltsverzeichnis
Wolfgang Huber
Der Hauptstadtbischof 20
zur Rolle als Stimme der evangelischen Kirche im politischen Berlin
über demografischen Wandel und Familienpolitik
zur theologischen Herausforderung der politischen Wende von 1989
Der Bischof von Ost und West 31
zum Wandel im kirchlichen Selbstverständnis
über Kirche als Stimme der gesellschaftlich Benachteiligten
zum evangelischen Prinzip des Priestertums aller Gläubigen
Der Prediger 37
über Predigt und Gottesdienst
in einer Übersetzungsübung
zur Glaubenskrise als Glaubenschance
zur Kirchentagslosung 2005
Margot Käßmann 53
Die Landesbischöfin 56
zu den Chancen im Bischofsamt
über Frauen im geistlichen Amt
zum neuen Pfarrer-Image
zur geistlichen Erneuerung der Kirche
Als ökumenische Christin 72
zur Krise und Chance der Ökumene
über die Verweigerung der Orthodoxie
über die katholischen Bischofskollegen
Die Gastgeherin des Kirchentages 2005 78
zur Kirche nach der Volkskirche
über das Profil des Kirchentages
über die eigene Glaubenshaltung
Manfred Kock 97
Aus der Erfahrung als Präses 100
zur Ausbildung der jungen Vikarinnen und Vikare
zu Pfarrherren und synodalen Strukturen
zu Zeitgeist und Bekenntnis
Aus der Erfahrung
des EKD-Ratsvorsitzenden 116
zur Medienpräsenz der Kirche
zur doppelten Moral in der Politik
zur Rolle der Kirche in der Demokratie
zur kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit
Als Mensch und Theologe 134
zu seinen Stärken und Schwächen
zum Verhältnis von Christsein und Gegenwartskunst
zur Perspektive des Alters
Die Autoren 143
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