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Wenn Menschsein zum Thema wird Staunen - Genießen - Leiden - Gestalten. Ein Theologischer Anthropologiekurs (mit CD-ROM)
Wenn Menschsein zum Thema wird
Staunen - Genießen - Leiden - Gestalten. Ein Theologischer Anthropologiekurs (mit CD-ROM)




Isa Breitmaier, Ulrich Heckel, Birgit Rommel, Ingrid Seckendorf, Helmut Strack (Hrsg.), Landesstelle für Ev. Erwachsenenbildung Baden und Württemberg

wbv Media
EAN: 9783763936373 (ISBN: 3-7639-3637-8)
429 Seiten, Loseblattsammlung im Ordner, 28 x 32cm, 2008

EUR 69,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Erstens: Menschsein wird zum Thema im Staunen. In der Bibel ist vom Menschen als dem Ebenbild Gottes die Rede. Was bedeutet das für mein Leben? Wie kann ich meine Biografie, meine Lebenserfahrungen, meine Lebensspuren deuten? Welche Perspektiven für mein Leben kann ich daraus gewinnen? Wer bin ich als mit Würde ausgestattetes Wesen im Lauf meiner Lebenszeit?

Zweitens: Menschsein wird zum Thema im Genießen. Es gibt viele Formen, mit Freude und Tiefe das

Leben zu spüren und mit allen meinen Sinnen zu leben: die erste Frühlingsluft riechen, gestreichelt werden, in der Stille auf Gott horchen. Genießen als „Sinn und Geschmack fürs Endliche“ (Michael Roth) gehört in eine theologische Anthropologie ebenso wie menschliche Sexualität und in allem die Offenheit für Spiritualität.

Drittens: Menschsein wird zum Thema im Leiden. Menschliches Leben ist ein Leben in und mit Grenzen. Nicht alles gelingt. Beziehungen scheitern. Ziele werden nicht erreicht. Sehnsüchte bleiben unerfüllt. Der Tod greift in unser Leben ein. Was bedeuten diese Erfahrungen für mich? Was bedeuten in diesem Zusammenhang Jesu Leben, Leiden, Tod und Auferweckung?

Viertens: Menschsein wird zum Thema, wenn es um das Gestalten geht. Unser Leben hat eine schöpferische Dimension, wir haben Begabungen und Möglichkeiten. Wie gehen wir mit der uns geschenkten Freiheit um? Welche Rolle spielen dabei etwa die Zehn Gebote als Wegweiser für die Gemeinschaft mit anderen Menschen und mit Gott? Welche Bedeutung kommt der Arbeit in unserem Leben zu? Wie gestalten wir unser Leben in der Spannung zwischen Beheimatung und immer wieder nötigem Aufbruch? „Wie ein Baum, gepflanzt am Wasser“ – so lautet eine biblische Verortung des Menschen (Psalm 1,3a); mit ihr beginnt der Anthropologiekurs, um den Grund zu legen für das Weitere und den Bogen zu spannen hin zu der Verheißung aus dem gleichen Psalmvers: „der seine Frucht bringt zu seiner Zeit“ (Psalm 1,3b).
Rezension
Das Menschsein, die Anthropologie, ist ein wesentliches Thema auch des Religionsunterrichts der Oberstufe. Der hier anzuzeigende Erwachsenenbildungskurs bietet Themen und Materialien, die auch in der schulischen Religionspädagogik zum Einsatz kommen können: Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Was ist meine Beziehung zu anderen Menschen, zu mir selbst, zu Gott? Besonders an biograflschen Wendepunkten, wenn Geburt oder Tod in Lebensläufe eingreifen, stellen Menschen diesen Fragen. Hilfestellung beim Finden von Antworten will der neu erschienene theologische Anthropologiekurs bieten. Unter dem Titel „Wenn Menschsein zum Thema wird" betrachtet er vier Lebens-Dimensionen Staunen - Genießen - Leiden - Gestalten aus biografischer und theologischer Perspektive.
Der Mensch als Schöpfung Gottes, Genuss und Sünde, Sehnsucht sowie Scheitern und Tod sind die zentralen Themen des Kurses. Basierend auf den biografischen Alltagserfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bietet der Kurs biblische, kirchengeschichtliche und dogmatisch-systematische Impulse, die die Teilnehmerinnen mit eigenen biografischen Erfahrungen verknüpfen.
Der Ordner umfasst 18 Kurseinheiten, die in sich geschlossen oder aufeinander aufbauend bearbeitet werden können. Er richtet sich an Erwachsenenbildnerinnen und -bildner sowie an Religionspädagogen. Ein didaktischer Leitfaden fuhrt in das Konzept ein. Zu jeder Kurseinheit gehören ein detaillierter Kursplan, umfangreiche Kopiervorlagen und umfangreiche Hintergrundinformationen. Eine CD-ROM enthält alle Arbeitsmaterialien zum Ausdruck.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Im Mittelpunkt des Anthropologiekurses steht die Betrachtung der zentralen Fragen des Menschseins aus theologischer Perspektive. Aus den vier Themenbereichen Staunen, Genießen, Leiden und Gestalten kommen Impulse für Gespräche unter den Teilnehmenden, für Austausch von Erfahrungen und für die Beschäftigung mit Texten.

Der vierfarbige Ordner umfasst einen Didaktischen Leitfaden, 18 Kurseinheiten mit detaillierten Kursplänen, umfangreiche Kopiervorlagen, Hintergrundwissen und Literatur. Die beiliegende CD-ROM beinhaltet alle Materialien für den bequemen Ausdruck.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 15
Didaktischer Leitfaden 17

1 Einführung 17

1.1 Didaktische Grundüberlegungen 17
1.2 Das Leitungsteam 18
1.3 Die Gruppe 18
1.4 Die Kursmaterialien 20
2 Fragen zur Reflexion 22
3 Rückmeldebogen an das Herausgeberteam 23
4 Die 18 Kurseinheiten im Überblick 24
5 Literaturverzeichnis 28
6 Die Autorinnen und Autoren 31

1. Kurseinheit „Wie ein Baum, gepflanzt am Wasser“ Zum Beginn

V Verlauf 1. Kurseinheit 1-1
M 1 Baumimagination 1-4
M 2 Psalm 1 1-5
M 3 Wort des Rabbi Abajje zur Schriftauslegung 1-6
M 4 M 5 Paul Gerhardt Augustinus 1-7
H 1 Bibel lesen in einer nach-biblischen Zeit 1-8
H 2 Zur Exegese von Psalm 1 1-10

Staunen
2. Kurseinheit Wer bin ich? Menschsein in Beziehung

V Verlauf 2. Kurseinheit 2-1
M 1 Aspekte philosophischer Anthropologie: Sigmund Freud 2-4
M 2 Aspekte philosophischer Anthropologie: Martin Buber und Rose Ausländer 2-5
M 3 „Konkurrenz macht krank.“ – Interview mit Joachim Bauer 2-6
M 4 Was ist der Mensch? 2-8
M 5 Psalm 139 2-11
M 6 Psalm 126 2-13
M 7 Angelus Silesius 2-14
M 8 Wer bin ich? 2-15
H 1 Aufbau der Kurseinheit 2-16
H 2 Bilder 2-17
H 3 Bündelung 2-18
H 4 Hilfe zur Interpretation von Psalm 139 2-20
H 5 Aspekte christlicher Anthropologie 2-22

3. Kurseinheit Erschaffen zum Ebenbild Gottes Von der Würde des Menschen

V Verlauf 3. Kurseinheit 3-1
M 1 Menschenwürde (philosophisch) 3-6
M 2 Die Schöpfung 3-7
M 3 Psalm 8 3-8
M 4 „Zum Bilde Gottes schuf er ihn“ 3-9
M 5 Psalm 8: Was ist der Mensch? 3-10
M 6 Der Mensch – Ebenbild Gottes? Pro und Contra 3-11
M 7 Adam und Christus 3-12
M 8 Adam und Christus (Revid. Lutherbibel 1984) 3-13
M 9 Meditation 3-15
H 1 Menschenwürde 3-16
H 2 Ebenbild Gottes 3-17
H 3 Das Menschenbild von Peter Singer 3-19
H 4 Zum Vergleich philosophischer und theologischer Aussagen 3-20
H 5 Adam und Christus 3-21
H 6 Zur Diskussion über die Sterbehilfe 3-23

4. Kurseinheit Sich bilden – gebildet werden Leben lernen als Bild Gottes

V Verlauf 4. Kurseinheit 4-1
M 1 Fragebogen nach Martin Sommer 4-3
M 2.1 Max Frisch: Du sollst dir kein Bildnis machen 4-4
M 2.2 Bertolt Brecht: Der Entwurf 4-5
M 2.3 Dorothee Sölle: Kein Bild – aber ein Entwurf 4-6
M 2.4 Hans Dieter Wille: Gottebenbildlichkeit und Bildung 4-7
M 3 Raster: Bildungsziele 4-8
H 1 Alternativ: „Lernen im Lebenslauf“ 4-9
H 2 Hartmut von Hentig: Welches Menschenbild liegt der
Menschenbildung zugrunde? 4-10
H 3 Dorothee Sölle: Zur Dialektik der Liebe 4-13
H 4 Die Gottebenbildlichkeit des Menschen 4-16
H 5 Hartmut von Hentig: Bildungsziele 4-19
H 6.1 affidamento 4-21
H 6.2 Martin Buber: Der Mensch wird am Du zum Ich 4-22
H 7 Henning Luther: Leben als Fragment 4-23

5. Kurseinheit „Im Fluge unsrer Zeiten“ Lebensspuren – Lebensstufen – Lebensperspektiven

V Verlauf 5. Kurseinheit 5-1
M 1 Das Lied vom donnernden Leben 5-3
M 2 Das menschliche Stufenalter 5-4
M 3 Mit vierzig Jahren ist der Berg erstiegen 5-5
M 4 Leitlinien des Lebensspannen-Modells 5-6
M 5 Auf meinen Spuren 5-7
M 6 Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Symbole 5-8
M 7 Die Lebensstufen 5-9
M 8 Der du die Zeit in Händen hast 5-11
H 1 Entwicklungen und Veränderungen im Lebenslauf 5-12
H 2 Lebenswelt des heutigen Menschen 5-14
H 3 Der Mann mit den Bäumen 5-15
H 4 C. D. Friedrich (1744–1840): Die Lebensstufen (um 1834) 5-18

Genießen
6. Kurseinheit Wahrnehmen und sich ausdrücken Mit allen Sinnen leben

V Verlauf 6. Kurseinheit 6-1
M 1 Zur Bedeutung des Spiels 6-5
M 2 Sehsinn 6-6
M 3 Hörsinn 6-7
M 4 Geruchssinn 6-8
M 5 Geschmackssinn 6-9
M 6 Tastsinn 6-10
M 7 Theologische Impulse 6-11
M 8 Zusammenfassende Verben 6-13
M 9 Kanon 6-14
M 10 Segensworte 6-15
H 1 Erläuterungen zum Spiel 6-16
H 2 Augen – Sehen – Sehsinn in der Bibel 6-17
H 3 Ohren – Hören – Hörsinn in der Bibel 6-19
H 4 Nase – Riechen – Geruchssinn in der Bibel 6-21
H 5 Mund – Schmecken – Geschmackssinn in der Bibel 6-22
H 6 Hände – Fühlen – Tastsinn in der Bibel 6-24
H 7 Welche Sinne gibt es noch? 6-26

7. Kurseinheit „Sinn und Geschmack fürs Endliche“ Vom Genießen

V Verlauf 7. Kurseinheit 7-1
M 1 Paolo Uccello: The Birth of the Virgin (Detail) 7-5
M 2 Zitate zum Thema Genießen 7-7
M 3.1 Skizze: Ja zum Genießen – Nein zum Genießen 7-8
M 3.2 Stichworte: Ja zum Genießen – Nein zum Genießen 7-9
M 4 Fragebogen 7-10
M 5.1 Die Salbung in Betanien 7-11
M 5.2 Psalm 23 7-13
M 5.3 Pred 9,7–10 7-15
M 6.1 Genuss – das kleine Glück? 7-16
M 6.2 Die zehn goldenen Regeln des Genießens 7-17
M 6.3 „Slow-eat“ 7-18
M 6.4 Kurzgebet 7-19
M 6.5 Konstantin Wecker: „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“ 7-20
H 1 Genuss – Lust – Askese 7-21
H 2 Biologische und soziologische Aspekte des Genießens 7-23
H 3 Genießen – wann und wozu? 7-26
H 4 „Muss genießen Sünde sein?“ 7-27
H 5 Genießen – mit Leib und Seele, mit Maß und Ausschweifung 7-30
H 6 Genuss und Sucht am Beispiel des Essens 7-32

8. Kurseinheit „Wie ein Lustgarten von Granatäpfeln“ Von der Sexualität

V Verlauf 8. Kurseinheit 8-1
M 1 Robert Gernhardt: Mein Körper 8-4
M 2 Körperbilder in Zeitschriften 8-5
M 3 Lebensformen-Kuchen 8-9
M 4.1 Biblische und theologische Grundlinien 8-10
M 4.2 Ethische Grundlinien 8-12
M 5 Zwei Interpretationen 8-13
M 6.1 Hohelied 4 und 5,1 8-14
M 6.2 Dorothee Sölle: vision eines augenblicks 8-15
M 6.3 Lothar Zenetti: Zwischen dir und mir 8-16
M 6.4 Marie Luise Kaschnitz: Wie du mir nötig bist 8-17
M 6.5 Ein Mann 8-18
M 6.6 Eine Frau 8-19
2 Farbfolien
Farbfolie
M 7 Erich Fried: Was es ist 8-20
H 1 Zum Bedeutungswandel von Sexualität 8-21
H 2 Ulrich H. J. Körtner: Theologische und anthropologische Aspekte
von Sexualität 8-22
H 3 Anselm Schubert: Sexualität – kirchengeschichtlich 8-24
H 4 Ulrich H. J. Körther: Sexualität – ethisch 8-26
H 5 Homosexualität. Zur Diskussion in der Kirche am Beispiel der Evangelischen
Landeskirche in Württemberg 8-28

9. Kurseinheit Offen für Gotteserfahrung Spiritualität

V Verlauf 9. Kurseinheit 9-1
M 1 Elia 9-3
M 2 Gedanken und Rituale zum Wochenende 9-4
M 3 Geschirr spülen 9-5
M 4 Metropolit Anthony: Gegenwart Gottes 9-6
M 5 Anthony de Mello: Gib deiner Seele Zeit 9-7
M 6 Simone Weil (1909–1943): Aufmerksamkeit und Nächstenliebe 9-8
M 7 Dabeibleiben 9-9
M 8 Rosa Luxemburg: Ich lächle im Dunkeln dem Leben 9-10
M 9 Meister Eckhart: Achte darauf, wie du deinem Gott zugekehrt bist 9-11
M 10.1 Spiritualität leben im Alltag – Anregungen I 9-12
M 10.2 Spiritualität leben im Alltag – Anregungen II 9-13
M 10.3 Spiritualität leben im Alltag – Anregungen III 9-14
M 11 Übung: Gott im Mittelpunkt unseres Lebens 9-15
M 12 Dasitzen 9-16
M 13 Josua Boesch: Heilkraft aus dem Schauen 9-17
M 14 Josua Boesch 9-19
H 1 Spiritualität 9-20
H 2 Hören auf Weisheit – Grundspiritualität des Menschengeschlechts 9-22
H 3 Niederknien und den aufrechten Gang lernen: die Theologie der Befreiung 9-24
H 4 Christliche Spiritualität entdecken 9-27

Leiden
10. Kurseinheit „Unruhig ist unser Herz“ Sehnsucht und Erfüllung

V Verlauf 10. Kurseinheit 10-1
M 1 Bibeltexte 10-4
M 2 Psalm 63 10-6
H 1 Kennst du das Land, wo die Citronen blüh’n? 10-7
H 2.1 „Schöne neue Welt“ I 10-8
H 2.2 „Schöne neue Welt“ II 10-9
H 3 Die Spannung von Sehnsucht und Erfüllung anhand der biblischen Bilder 10-10
H 4 Gedichte zu Sehnsucht und Erfüllung 10-12

11. Kurseinheit „Der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit“ Gelingen und Scheitern

V Verlauf 11. Kurseinheit 11-1
M 1 Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag 11-4
M 2 Bibeltexte zu Petrus 11-5
M 3 Mich neu sehen lernen 11-6
M 4 Ressourcen der Resilienz 11-7
M 5 Das Hohelied von der Barmherzigkeit Gottes 11-8
H 1 Petrus – ein Mensch zwischen Gelingen und Scheitern 11-9
H 2 Gnade 11-12
H 3 Resilienz 11-14

12. Kurseinheit Versucht werden – Klarheit gewinnen Menschsein im Zwiespalt

V Verlauf 12. Kurseinheit 12-1
M 1 Literarische Zitate 12-5
M 2 Die Versuchung Jesu 12-6
M 3 Rami. Und wenn er weggelaufen wäre? 12-7
M 4 Fragen zum Text: „Und wenn er weggelaufen wäre?“ 12-8
M 5 Versuchung – Bewährung – Bewahrung 12-9
M 6 Bibelworte zu „Versuchung“ 12-10
M 7 Was könnte „Versucht werden – Klarheit gewinnen“ für mein eigenes Leben bedeuten? 12-11
M 8 Nichts soll dich ängsten 12-12
H 1 Wüste 12-13
H 2 Die Versuchung Jesu 12-14
H 3 Kann Gott in Versuchung führen? 12-15

13. Kurseinheit „Mitten wir im Leben sind“ Leben und Tod

V Verlauf 13. Kurseinheit 13-1
M 1.1 Aussagen zu Leben und Tod – aus Literatur und Leben 13-4
M 1.2 Aussagen zu Leben und Tod – der Prediger 13-5
M 1.3 Aussagen zu Leben und Tod – römische Grabinschriften 13-6
M 2 Leben und Tod im Alten Testament 13-7
M 3 Frühchristlicher Sarkophag aus dem 4. Jh 13-10
M 4 Die Mitte der Botschaft Jesu Christi 13-11
M 5 Gottes Liebesgeschichte mit den Menschen geht weiter 13-12
M 6 Der Gekreuzigte in unserer Mitte 13-13
M 7 Lied von Tod und Leben 13-14
H 1 Leben und Tod im Alten Testament 13-15
H 2 Der „Kinder-Sarkophag“ in der Katakombe S. Callisto in Rom 13-16
H 3 Die Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1–45) 13-17
H 4 Leben und Tod im Neuen Testament 13-19

Gestalten
14. Kurseinheit Empfangen und geben Von christlicher Freiheit

V Verlauf 14. Kurseinheit 14-1
M 1 Über den Wolken 14-4
M 2 Freiheit – verschiedene Auffassungen im Lauf der Geschichte 14-5
M 3.1 Frei sein und frei werden – der Dekalog in der Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache 14-7
M 3.2 Frei sein und frei werden – der Dekalog in der Übersetzung der Lutherbibel 14-8
M 3.3 Jesu Zusammenfassung aller Gebote 14-9
M 4 Martin Luther: Bericht über sein sog. Turmerlebnis 14-10
M 5 Martin Luther: von der Freiheit eines Christenmenschen (1520) 14-11
M 6 Persönliche Freiheit 14-12
M 7 Frei sein – frei werden: Wie kann es geschehen? 14-13
M 8 Nun lob, mein Seel, den Herren 14-14
H 1 Der Dekalog – Wegweiser zum Leben 14-15
H 2 Persönliche Freiheit und Freiheit als Gabe 14-19

15. Kurseinheit Tun und Lassen Vom rechten Ort der Arbeit

V Verlauf 15. Kurseinheit 15-1
M 1.1 Der Mensch und seine Arbeit 15-4
M 1.2 Der Mensch und seine Arbeit 15-5
M 1.3 Der Mensch und seine Arbeit 15-6
M 1.4 Der Mensch und seine Arbeit 15-7
M 1.5 Der Mensch und seine Arbeit 15-8
M 1.6 Der Mensch und seine Arbeit 15-9
M 2 „Arbeit“ in der Bibel 15-10
M 3 Begriffliche Unterscheidungen 15-11
M 4 Axel Braig: Die Kunst, weniger zu arbeiten 15-12
M 5.1 Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit 15-13
M 5.2 Das Los des Lebens in der Arbeitslosigkeit 15-14
M 5.3 „Neue Arbeit“ 15-15
M 5.4 Die Arbeitsgesellschaft und das Steuersystem der Zukunft? 15-16
M 5.5 Umverteilungen 15-17
M 5.6 Zur Rolle des Einzelnen in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit 15-18
M 5.7 Arbeitszeit contra Familienzeit 15-19
M 5.8 Der getriebene Mensch, der seinen Wert durch Arbeit beweisen muss 15-20
M 5.9 Vom Terror moderner Kommunikation 15-21
M 6 Am Ende dieses langen Tages 15-22
M 7 Nimm dir Zeit 15-23
M 8 Unsern Ausgang segne Gott 15-24
H 1 „Vertreibung aus dem Paradies“ – Schedelsche Weltchronik 15-25
H 2 „Hat der Mensch im Paradies gearbeitet?“ – Zum Bild der Schedelschen Weltchronik, Nürnberg 1493 15-27
H 3 Der Mensch – Von Gott zur Arbeit bestimmt. Arbeit in der Bibel 15-28
H 4 Pro- und Contra-Diskussion in Paaren 15-30
H 5 Axel Braig, Ulrich Renz: Die Kunst weniger zu arbeiten 15-31
H 6 Veränderungen in der Arbeitswelt. Einige Perspektiven auf die Situation der menschlichen Arbeit in der globalisierten Gesellschaft 15-33

16. Kurseinheit „Männlich und weiblich geschaffen“ Vom Verhältnis der Geschlechter zueinander

V Verlauf 16. Kurseinheit 16-1
M 1 Die Menschenschöpfung in Gen 2 16-4
M 2 Frau und Mann im Hohelied 16-6
M 3 Die Menschen im Garten Eden 16-7
M 4 Eine Blütenlese zur Rezeption von Gen 1–3 16-10
M 5 Lebensformen in der Bibel 16-12
M 6 Maßstab der Beziehung 16-13
M 7 Segen im Kreis 16-14
M 8 Genauer wünschen lernen 16-15
M 9 Aus Psalm 74 16-16
H 1 Bildmaterial zu Mann und Frau 16-17
H 2 Adam und Eva in Gen 2 und 3 16-18
H 3 Menschsein heute nach Gen 3 16-21

17. Kurseinheit Gehen und Bleiben Leben zwischen Beheimatung und Aufbruch

V Verlauf 17. Kurseinheit 17-1
M 1 Das Nest 17-5
M 2 Aus einem Interview mit dem Pädagogen Hartmut von Hentig 17-6
M 3 Sich im Dasein heimisch machen 17-7
M 4 Zur religiösen Symbolik des Hauses 17-8
M 5 Was ich habe 17-9
M 6 Alttestamentliche Texte zum Thema „Wohnen“ 17-10
M 7 Vilém Flusser: Wie schön sind deine Zelte, Jakob 17-11
M 8 Neutestamentliche Texte zum Thema „Haus und Besitz“ 17-12
M 9 „Im Atemhaus“ 17-14
H 1 Biblische Perspektiven 17-16
H 2 Gedanken zur Zusammenfassung 17-18
H 3 Schreittanz zu „Ausgang und Eingang, Anfang und Ende“ 17-19

Kurseinheit 18 „Der seine Frucht bringt zu seiner Zeit“ Zum Abschluss

V Verlauf 18. Kurseinheit 18-1
M 1 Themen des Anthropologiekurses 18-3
M 2 Fragen 18-4
M 3 Ich fürchte nicht mehr mein Unvermögen 18-5
M 4 Josel Rakowa rechtet mit Gott 18-6
M 5 Was Glaube ist 18-8
M 6 Psalm 1 18-9
M 7 Psalm 103 18-10
M 8 Psalm 9 18-11
M 9 Psalm 22 18-12
M 10 Psalm 86 18-13
M 11 Segensworte 18-14
Die CD-ROM enthält die kompletten Materialien (M) für die Kursvorbereitung zum bequemen Ausdruck.


Vorwort

„Was ist der Mensch?“ Was Menschsein bedeutet, wird immer dann strittig, wenn viel auf dem Spiel steht.
Menschsein wird zum Thema an biografischen Wendepunkten und bei allen Fragen, die Anfang und Ende des menschlichen Lebens betreffen: Wer bin ich – in meinen Beziehungen zu Gott, zu anderen Menschen, zu mir selbst, zu meiner Umwelt? Diesen grundlegenden anthropologischen Fragen geht der Kurs nach und beleuchtet sie in den vier Dimensionen Staunen, Genießen, Leiden, Gestalten.

Erstens: Menschsein wird zum Thema im Staunen. In der Bibel ist vom Menschen als dem Ebenbild Gottes die Rede. Was bedeutet das für mein Leben? Wie kann ich meine Biografie, meine Lebenserfahrungen, meine Lebensspuren deuten? Welche Perspektiven für mein Leben kann ich daraus gewinnen? Wer bin ich als mit Würde ausgestattetes Wesen im Lauf meiner Lebenszeit?
Zweitens: Menschsein wird zum Thema im Genießen. Es gibt viele Formen, mit Freude und Tiefe das
Leben zu spüren und mit allen meinen Sinnen zu leben: die erste Frühlingsluft riechen, gestreichelt werden, in der Stille auf Gott horchen. Genießen als „Sinn und Geschmack fürs Endliche“ (Michael Roth) gehört in eine theologische Anthropologie ebenso wie menschliche Sexualität und in allem die Offenheit für Spiritualität.
Drittens: Menschsein wird zum Thema im Leiden. Menschliches Leben ist ein Leben in und mit Grenzen. Nicht alles gelingt. Beziehungen scheitern. Ziele werden nicht erreicht. Sehnsüchte bleiben unerfüllt. Der Tod greift in unser Leben ein. Was bedeuten diese Erfahrungen für mich? Was bedeuten in diesem Zusammenhang Jesu Leben, Leiden, Tod und Auferweckung?
Viertens: Menschsein wird zum Thema, wenn es um das Gestalten geht. Unser Leben hat eine schöpferische Dimension, wir haben Begabungen und Möglichkeiten. Wie gehen wir mit der uns geschenkten Freiheit um? Welche Rolle spielen dabei etwa die Zehn Gebote als Wegweiser für die Gemeinschaft mit anderen Menschen und mit Gott? Welche Bedeutung kommt der Arbeit in unserem Leben zu? Wie gestalten wir unser Leben in der Spannung zwischen Beheimatung und immer wieder nötigem Aufbruch? „Wie ein Baum, gepflanzt am Wasser“ – so lautet eine biblische Verortung des Menschen (Psalm 1,3a); mit ihr beginnt der Anthropologiekurs, um den Grund zu legen für das Weitere und den Bogen zu spannen hin zu der Verheißung aus dem gleichen Psalmvers: „der seine Frucht bringt zu seiner Zeit“ (Psalm 1,3b).

Der Anthropologiekurs folgt den gleichen leitenden Gedanken wie schon der Evangelische Theologiekurs
Zwischen Himmel und Erde. Themen der Theologie erleben und bedenken, der 2003 in erster Auflage erschien.
Dazu gehört der biografische Ansatz bei den Alltagserfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Jede Kurseinheit bietet biblische, kirchengeschichtliche und dogmatisch-systematische Impulse, die zu
diesen Erfahrungen in Beziehung gesetzt werden. Der Kursaufbau nimmt die gegebene Pluralität in theologischen und religiösen Fragen ernst. Der Kurs verbindet das dialogische Prinzip, nämlich das Gespräch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, mit der persönlichen Vergewisserung und Stärkung der theologischen Urteilskraft.
Zielgruppe des Kurses sind Frauen und Männer, die ehrenamtlich oder hauptamtlich in der Kirche tätig
sind, sich für Themen der Anthropologie interessieren, Freude haben an Diskussionen über theologische
Fragen und am Austausch über religiöse Themen, die gerne in Gruppen arbeiten und auch die Beschäftigung mit Texten nicht scheuen.
Der Theologische Anthropologiekurs versteht sich als Beitrag über das, was Menschsein ausmacht, und
nicht als Ethikkurs, auch wenn die Übergänge manchmal fließend sind. In der theologischen Anthropologie geht es um das grundlegende Verständnis des Menschen in seiner Beziehung zu Gott, zu seinen Mitmenschen, zu sich selbst sowie zur Schöpfung als seinem Lebensraum. Sie klärt damit die Voraussetzungen, von denen aus die theologische Ethik nach Bedingungen und Maßstäben für das Verhalten und Handeln fragt.
Die 18 Kurseinheiten bauen aufeinander auf und berücksichtigen den sich ergebenden Prozess einer
Kursgruppe, die alle 18 Einheiten bearbeitet. Gleichwohl ist jede Kurseinheit eine in sich geschlossene
Größe und kann auch einzeln oder in Kombination mit anderen Kurseinheiten verwendet werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sämtliche 18 Kurseinheiten absolviert haben, bekommen darüber ein Zertifikat ihrer jeweiligen Landeskirche.
Die einzelnen Kurseinheiten enthalten über Verlauf und Kursmaterial hinaus reichhaltige Hintergrundinformationen (H) für die Kursleiterinnen und Kursleiter.
Literaturangaben von grundlegender Bedeutung finden sich im Anschluss an die Einleitung; weitere Literaturangaben finden sich in den vorliegenden Texten (M und H) selbst.
Die Herausgeberinnen und Herausgeber danken allen, die zum Entstehen des Anthropologiekurses beigetragen haben: für erste Überlegungen, die Erarbeitung von Kursmaterial, das Erstellen der Manuskripte, das Erproben einzelner Einheiten in der Praxis sowie die daraus erwachsenen Verbesserungsvorschläge.
Ein besonderer Dank gilt dem Innovationsfonds der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und
dem Referat „Verkündigung, Gemeinde und Gesellschaft“ des Oberkirchenrats der Evangelischen Landeskirche in Baden für Zuschüsse zu den Entstehungskosten. Ebenso danken wir René Debort für die Endredaktion und Frauke Hansen für das Korrekturlesen. Zu danken haben wir auch dem W. Bertelsmann Verlag, der die Drucklegung übernommen und den Anthropologiekurs durch die Aufnahme in sein Verlagsprogramm einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, und insbesondere Eva Winkelmann und Joachim Höper für ihr verlässliches Lektorat.