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Vaim
Roman
Die Originalausgabe erschien 2025 unter dem Titel
«Vaim» bei Det Norske Samlaget, Oslo
Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel
Jon Fosse
Rowohlt
EAN: 9783498007812 (ISBN: 3-498-00781-5)
160 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, Dezember, 2025
EUR 24,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Meisterhaft und mit Sinn für die Absurdität unserer Existenz erzählt Literatur-Nobelpreisträger Jon Fosse von einer Dreiecksbeziehung, von kleinen und großen Booten, von passiven Männern und einer ungewöhnlich entschiedenen Frau, deren Willen man sich besser beugt. Mit der Kleinstadt Vaim an der norwegischen Westküste hat der Nobelpreisträger wieder ein literarisches Universum geschaffen.
Ein Mann steigt in sein Boot, um über den Fjord in die Großstadt zu fahren. In jüngeren Jahren hat Jatgeir häufig Ausflüge nach Bjørgvin gemacht, Bars und Restaurants besucht und von der Begegnung mit einer Frau geträumt, die er lieben könnte. Dieses Mal will er Nadel und Faden kaufen, was sich als schwerer herausstellt als gedacht. Als er von den Kaufleuten betrogen wird, macht er sich angewidert von den Großstädtern auf den Rückweg und entscheidet spontan, auf einer Insel haltzumachen. Dort trifft er Eline wieder, seine Jugendliebe, nach der das Boot benannt ist. Eline hat gerade ihren Mann verlassen ...
Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Internationale Bekanntheit erlangte Fosse zunächst als Dramatiker. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In deutscher Übersetzung erschienen zunächst die Romane "Melancholie", "Morgen und Abend" und "Das ist Alise". Für sein Prosawerk "Trilogie" bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit "Der andere Name", dem ersten Band seines Romanprojekts "Heptalogie", war er 2020 für den International Booker Prize nominiert, mit dem letzten Band "Ein neuer Name" stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der "Grotte", einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
Rezension
Der jüngste, wiederum eher knappe, Roman des norwegischen Nobelpreisträgers von 2023 Jon Fosse (*1959), der zum Katholizismus konvertiert sich als religiöser Schriftsteller versteht und einem mystischen Realismus zugeordnet wird, thematisiert einmal mehr Einsamkeit, Beziehungs- und Sinnsuche eines wesentlich auf sich selbst zurück geworfenen Menschen: Ein eher einsam lebender Mann, der dien Städtern eher mißtraut, begegnet zufällig seiner Jugendliebe wieder, die soeben ihren Ehemann verlassen hat. Es geht um Beziehungen, (schwache) Männer und (starke) Frauen, Sinnsuche und melancholischen Lebensrückblick. Das Prosa-Hauptwerk von Jon Fosse, der ursprünglich Dramatiker ist, ist die mehr als tausendseitige "Heptalogie". Dieserneue Roman aber vermittelt auf 160 S. einen typischen Jon Fosse, - aber ungewohnt heiter und gelassen-entspannt nach dem Literatur-Nobelpreis.
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Der neue Roman des Literatur-Nobelpreisträgers
Pressestimmen:
Jon Fosses Gabe, seine Leser in den Bann zu ziehen, zeigt sich einmal mehr in diesem kleinen Buch: eine intensive, bewegende und nachhallende Leseerfahrung.
Stephanie von Oppen, Deutschlandfunk Kultur "Studio 9", 11. Dezember 2025
Härte und Zärtlichkeit wechseln sich ab in diesem Meisterwerk des mystischen Realismus. ... In diesem literarischen Universum scheint alles auf beängstigende und zugleich warmherzige Weise offen zu sein.
Carsten Otte, tagesspiegel.de, 12. Dezember 2025
Es scheint, als habe Fosse mit dem Literaturnobelpreis eine gehörige Portion Leichtigkeit für sein Schreiben aufgesogen - sehr zum Vergnügen für die Leserschaft.
Joachim Dicks, NDR 1 "Neue Bücher", 12. Dezember 2025
Ein ergreifendes Erlebnis.
Janis El-Bira, nachtkritik.de, 12. Dezember 2025
Mit „Vaim“ ist Jon Fosse ein großer kleiner Roman geglückt, der uns amüsiert auf das Leben und versöhnlich auf den Tod blicken lässt.
Tobias Wenzel, Deutschlandfunk Kultur "Fazit", 11. Dezember 2025 |
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