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Nacht über Europa
Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs
Ernst Piper
Propyläen Verlag
EAN: 9783549073735 (ISBN: 3-549-07373-9)
592 Seiten, hardcover, 15 x 23cm, Dezember, 2013
EUR 26,99 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
ZUM 100. JAHRESTAG DES ERSTEN WELTKRIEGS
Am 1. August 1914 begann ein Krieg, der nicht nur das Antlitz Europas, sondern der Welt veränderte. Das Zeitalter der Extreme, des Gemetzels brach an. Der europäische Kosmopolitismus starb auf den Schlachtfeldern. Dieser erste totale Krieg schonte nichts und niemanden, alle Bürger der beteiligten Staaten, auch Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle, wurden zu Kombattanten. Der Historiker Ernst Piper hat sich intensiv mit den kulturgeschichtlichen Aspekten des Ersten Weltkriegs befasst und entfaltet ein großes geistiges Panorama dieser Zeit. Piper beschreibt die geistige Mobilmachung der Nationen, die Entwicklung des totalen Krieges, die Spaltung der Arbeiterbewegung, die Not der jüdischen Minderheiten und das unheilvolle Fortwirken des Krieges in Deutschland nach der Niederlage von 1918. Eindringlich zeigt er, wie sich das Kriegsgeschehen in Debatten, Literatur und Bildmedien spiegelt. Er stellt die politischen, geistigen und künstlerischen Akteure als Seismographen der tiefgreifenden Veränderungen vor, die die Welt erschütterten. So entsteht eine neue, eindringliche Erzählung des Ersten Weltkriegs, die aus der Flut der einschlägigen Literatur herausragt.
Ernst Piper, geboren 1952 in München. Studium der Geschichte, Philosophie und Germanistik in München und Berlin. Seit 2006 Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam. Er hat zahlreiche zeitgeschichtliche Bücher veröffentlicht, zuletzt »Nationalsozialismus. Seine Geschichte von 1919 bis heute« (2012). Ernst Piper lebt in Berlin.
Rezension
In dem vorliegenden Buch wird die Zeit von 1914 bis 1918 aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive betrachtet. Im Jahr 2014 hat sich der Beginn des 1. Weltkriegs zum 100.Mal gejährt, - entsprechend viele Bücher sind zum Thema erschienen, wovon ein Herausragendes hier anzuzeigen ist: Ernst Pipers "Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs". Es beleuchtet die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts von der kulturellen und politischen Grundstimmung in Deutschland her, die insgesamt als geistige Mobilmachung verstanden werden kann. Dieser erste totale Krieg, dieses elende Gemetzel schonte nichts und niemanden. Erst in jüngster Zeit wird der Erste Weltkrieg verstärkt im Kontext der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts diskutiert. Das besondere Interesse dieser Darstellung gilt den jeweiligen diskursiven Anstrengungen zur Legitimation des kriegerischen Handelns, also der umfangreichen Literatur im Kontext der geistigen Mobilmachung, aber auch dem Propagandaschrifttum, den Kriegszieldiskussionen, den Werken der Kriegsteilnehmer und der Kriegsgegner.
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Pressestimmen:
"Glänzend geschrieben und spannend erzählt."
FAZ, Frank-Lothar Kroll, 05.08.2014
"... beeindruckt vor allem die Schilderung der kulturellen, und damit zusammenhängend, politischen Grundstimmung in Deutschland ..."
Thüringer Allgemeine, Thomas Borchert, 25.02.2014
"'Nacht über Europa' ist ein anregendes Buch über die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts."
Radio Schweizer Rundfunk und Fernsehen, SRF 2, Raphael Zehnder, 12.02.2014
"Ein nicht nur dank seiner Detailfülle beeindruckendes Buch."
Das Parlament, Helmut Stoltenberg, 23.12.2013
"Man lernt viel über geistige Mobilmachung in diesem facettenreichen Epochenbild."
Deutschlandradio Kultur, Edelgard Abenstein, 02.12.2013
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7
Prolog: Alle Straßen münden in schwarze Verwesung 13
Menschen im Krieg 26
Kriegserklärung 48
Mobilmachung 98
Remember Belgium 151
Akademische Schützengräben 213
Das Zerreißen der Netzwerke 251
Exkurs: Das Kriegspressequartier 287
Schönheit gibt es nur noch im Kampf 291
Die Lage des Judentums inmitten der Völker 315
Schweizer Exil 368
Die Ideen von 1917 396
Der Krieg in den Menschen 429
Tote Helden 461
Anmerkungen 485
Bibliographie 537
Abkürzungen 572
Bildnachweis 573
Personenregister 574
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