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Mose Geschichte und Legende
Mose
Geschichte und Legende




Eckart Otto

Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406536007 (ISBN: 3-406-53600-X)
128 Seiten, paperback, 12 x 18cm, Februar, 2006, mit 7 Abbildungen und 2 Karten

EUR 7,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Mose ist eine der zentralen Figuren der jüdischen, christlichen und islamischen Religion. Die Bibel zeigt ihn als Mittler göttlicher Offenbarung, der am Berg Sinai das göttliche Gesetz, die Zehn Gebote, erhält. Eckart Otto spürt dem historischen Mose nach und schildert, wie seine Person in den biblischen Erzählungen zur Kristallisationsgestalt jüdischer Identität wurde, die sich gegen die Hegemonialmächte der Assyrer, Babylonier, Perser und Griechen behaupten mußte.



Eckart Otto lehrt als Professor für alttestamentliche Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Rezension
Die Bibel zeigt Mose als Mittler göttlicher Offenbarung, der am Berg Sinai das göttliche Gesetz, die Zehn Gebote, erhält. Eckart Otto spürt dem historischen Mose nach und schildert, wie seine Person in den biblischen Erzählungen zur Kristallisationsgestalt jüdischer Identität wurde, die sich gegen die Hegemonialmächte der Assyrer, Babylonier, Perser und Griechen behaupten mußte. Diese Identifikationsfigur Mose als Stifter jüdischer Identität zieht sich bis ins 20. Jhdt. und die Gegenwart hinein, z.B. in Sigmund Freuds Mose-Deutung. Der Verfasser, Professor für alttestamentliche Theologie in München, zeichnet Mose als historische Gestalt hinter und im biblisch-traditionellen Mosebild nach, - auch vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um Jan Assmanns Mose-Deutung und der Tatsache, dass Mose neben Jesus und Mohammed eine der drei wichtigsten Gestalten der drei monotheistischen Weltreligionen von Judentum, Christentum und Islam ist.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung
Von der Aktualität der Mose-Erzählungen in der Hebräischen Bibel:
Mose als Leitfigur von Sittlichkeit und Freiheit in der Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts

II. Mose im Pentateuch
Eine biblische Orientierung

III. Die Forschung des 19. und 20. Jahrhunderts auf der Suche nach dem historischen Mose

IV. Der «garstige Graben» eines halben Jahrtausends zwischen dem historischen und dem literarischen Mose

V. Der literarische Mose als Führer seines Volkes
Ein Gegenbild zum assyrischen Großkönig im 7. Jahrhundert v. Chr.

VI. Der literarische Mose als Kristallisationspunkt judäischer Identität während des babylonischen Exils im 6. Jahrhundert v. Chr.

VII. Mose und Josua
Zwei literarische Programme zur Vermittlung von Recht, Religion und Politik in Abgrenzung von der persischen Reichsideologie im 5.–4. Jahrhundert v. Chr.

VIII. Mose und die Zehn Gebote
Ursprung und kulturhistorische Bedeutung des Dekalogs in der Hebräischen Bibel, im Christentum und im Judentum

IX. Der literarische Mose als Prophet und Ende der Prophetie
Der Widerspruch gegen die Sinaitora in prophetischer Tradition und ihr Scheitern an der priesterlichen Schriftgelehrsamkeit

X. Mose als jüdischer Lehrer der griechischen Philosophen oder aussätziger Ägypter, der vertrieben wurde
Jüdische Apologie und antijüdische Polemik in hellenistischrömischer Kultur des 3. Jahrhunderts v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr.

XI. Mose in der christlichen Theologiegeschichte, im Judentum und im Islam

XII. Mose, Monotheismus und die Menschenrechte
Zur Diskussion einer These von Jan Assmann

XIII. Der Tod des Mose in der Literatur des 20. Jahrhunderts

Literaturverzeichnis
Bildnachweis
Zeittafel
Personenregister
Sachregister
Bibelstellen (in Auswahl)