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Mini Philosophy
Das kleine Buch der großen Ideen
Jonny Thomson
Diogenes Verlag
EAN: 9783257072167 (ISBN: 3-257-07216-3)
320 Seiten, hardcover, 16 x 18cm, Dezember, 2022
EUR 20,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
In ›Mini Philosophy‹ befragt Jonny Thomson die schlausten Köpfe der letzten 2500 Jahre zu den brennenden Themen unserer Zeit. Sei es wahre Liebe, Mutter Natur, Langeweile, Kosmopolitismus oder die Frage nach der Existenz von Außerirdischen – die Philosophie leistet zu jedem Stoff ihren bereichernden und oft überraschenden Beitrag. Thomson bringt alte und moderne Ideen auf den Punkt und weiß sie humorvoll auf unseren Alltag anzuwenden. Unterhaltsame Texte für einen spielerischen Einstieg in die spannende Welt der Philosophie.
„Dieser Band ist wie Sophies Welt für Erwachsene.“
Der Stern, Hamburg
Rezension
Kann man berechnen, ob eine Handlung moralisch ist oder nicht? Ja, würde Bentham in seinem Handlungsutilitarismus sagen. Lässt sich jeder Mensch durch Macht korrumpieren? Ja, verdeutlicht Platon mit seiner Parabel vom Ring des Gyges. Ist die Goldene Mitte hilfreich für richtige Entscheidungen? Ja, behauptet Aristoteles in seiner Ethik mit Verweis auf seine Mesotes-Lehre. Handeln wir Menschen letzlich immer egoistisch? Ja eindeutig, meint Ayn Rand in ihren Büchern vertreten zu können. Ist der Mensch zur Freiheit verurteilt? Ja, dieses schreibt Jean-Paul Sartre in seinen Werken zum Existentialismus. Ist Religion ”Opium des Volkes”? Ja, dieses behauptet Karl Marx in seiner Religionskritik.
Zahlreiche weitere Fragen der Philosophie und der Ethik werden in dem Band ”Mini Philosophy. Das kleine Buch der großen Ideen” von Jonny Thomson auf zwei Seiten angerissen. Erschienen ist das Buch des Buch des Philosophie-Dozenten aus dem Englischen übersetzt von Peter Klöss im diogenes Verlag. Die Texte basieren auf den den Instagram-Beiträgen ”Mini Philosophy” von Thomson. Der Band enthält 10 Rubriken, die sich verschiedenen Gebieten der Philosophie zuordnen lassen. Thomsons Vorliebe für den Existenzialismus zeigt sich daran, dass er dieser philosophischen Strömung eine eigene Gruppe von Texten widmet. Zum Teil werden in seinem Buch bestimmte philosophische Ideen verkürzt oder falsch dargestellt. So etwa, wenn Thomson behauptet, dass der Begriff ”kategorisch” bei Kant bedeudet ”um seiner selbst willen, etwa einen Film anschauen, einfach, weils einem Spaß macht”(S. 23). Dabei übersieht der Autor, dass Kant ein Kritiker einer auf Neigung basierenden Moralphilosophie war. Lehrkräfte der Fächer Philosophie und Ethik erhalten durch das Buch motivierende Beiträge, die zum Teil auch im Unterricht produktiv eingesetzt werden können.
Fazit: Der Band ”Mini Philosophy” lädt auf vergnügliche Art dazu ein, über grundlegende Fragen des Lebens zu philosophieren.
Dr. Marcel Remme, für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Mini Philosophy
Das kleine Buch der großen Ideen
Aus dem Englischen von Peter Klöss. Mit Piktogrammen des Autors
In ›Mini Philosophy‹ befragt Jonny Thomson die schlausten Köpfe der letzten 2500 Jahre zu den brennenden Themen unserer Zeit. Sei es wahre Liebe, Mutter Natur, Langeweile, Kosmopolitismus oder die Frage nach der Existenz von Außerirdischen – die Philosophie leistet zu jedem Stoff ihren bereichernden und oft überraschenden Beitrag. Thomson bringt alte und moderne Ideen auf den Punkt und weiß sie humorvoll auf unseren Alltag anzuwenden. Unterhaltsame Texte für einen spielerischen Einstieg in die spannende Welt der Philosophie.
In diesem kleinen Buch der großen philosophischen Ideen findet sich alles von Sun Tzus Gewinnstrategie für Tischspiele, Freuds Einsichten zum »Todestrieb«, Hararis These zu Kollektiven Mythen, dem Wabi-Sabi-Konzept zur Schönheit des Unvollkommenen bis zu Simone de Beauvoirs Zweifel am Mutterinstinkt und Aristoteles' Verständnis von Freundschaft. Bei Jonny Thomson wirkt Philosophie erfrischend humorvoll, leicht zugänglich und verblüffend aktuell. Für ihn gehört sie zurück an den Küchentisch, ins Café und in die kleinen Pausen des Alltags, denn zum Philosophieren braucht es vor allem einen neugierigen Blick. Ein Buch, das den Verstand vielseitig erweitert und Lust macht, mit den Augen der großen Denkerinnen und Denker die Welt neu zu entdecken.
Inhaltsverzeichnis
12 Einführung
ETHIK
16 Platon und die Unsichtbarkeit
18 Bentham und die Berechnung
der Moral
20 Aristoteles und die goldene Mitte
22 Kant und der kategorische
Imperativ
24 Rand und Egoismus
26 Comte und Altruismus
28 Abaelard und die Absicht
30 Singer und die Bevorzugung
32 Kant und die Frage, wie man
Menschen nicht behandeln soll
34 Aquin und der Krieg
36 Singer und Speziesismus
38 Zimbardo und der Ursprung
des Bösen
40 Clifford und die Ethik
des Glaubens
42 Lovelock und Mutter Natur
EXISTENZIALISMUS
46 Sartre und die Unaufrichtigkeit
48 Der Existenzialismus und das
Nichts
50 Montaigne und das
Memento mori
52 Nietzsche und der Wille
zur Macht
54 Heidegger und die Sterblichkeit
56 Camus und das Absurde
58 Schopenhauer und die Langeweile
60 Sartre und die anderen
62 Nietzsche und die ewige
Wiederkunft
64 Kierkegaard und die Sphären
der Existenz
66 Hegel über Herrschaft und
Knechtschaft
68 Camus und die Revolte
70 De Beauvoir und Feminismus
72 Fanon und Schwarzer
Existenzialismus
DIE SCHÖNEN KÜNSTE
76 Wabi-Sabi und die Schönheit
des Unvollkommenen
78 Aristoteles und die Katharsis
80 Kant über das Schöne und
das Erhabene
82 Schopenhauer und die Musik
84 Goethe und die Farbenlehre
86 Harari und kollektive Mythen
88 Jung und die Archetypen
90 Der Joker und Nihilismus
92 Nietzsche über das Apollinische
und das Dionysische
94 Adorno und die
Kulturindustrie
96 Thanos und Ökoterrorismus
98 Die japanische Ästhetik und
der leere Raum
GESELLSCHAFT UND
BEZIEHUNGEN
102 Platon und die wahre Liebe
104 Montaigne und die
Affektverschiebung
106 De Grouchy und die Elternliebe
108 Murdoch und das Beste im
Menschen
110 Weber und der Geist des
Kapitalismus
112 Du Bois und das doppelte
Bewusstsein
114 Wollstonecraft und die erste
Welle des Feminismus
116 Marx und der Klassenkampf
118 Konfuzius und das Li
120 Hegel und der Weltgeist
122 Appiah und Kosmopolitismus
124 MacKinnon und unfaire Regeln
126 Burke und Manieren
128 Arendt und die Banalität des
Bösen
RELIGION UND METAPHYSIK
132 Al-KindT und die ersten
Ursachen
134 Freud und der heilige Vater
136 Paley und der Uhrmacher
138 Hume und das Böse
140 Descartes und der ontologische
Gottesbeweis
142 Feuerbach und Gott als
Ebenbild des Menschen
144 Pascal und die Wette, dass Gott
existiert
146 Marx und das Opium des Volkes
148 Berkeley und die Inexistenz
nicht wahrgenommener Dinge
150 Hume und die Unmöglichkeit
von Wundern
152 Spinoza und der Mensch
als Gott
154 Der Zen-Buddhismus und
das Köan
LITERATUR UND SPRACHE WISSENSCHAFT UND
158 Campbell und die universellen
Erfahrungsmuster der Mythen
160 Huxley und die schöne neue
Welt
162 Beckett und das ewige Warten
164 Orwell und das Doppeldenk
166 Kafka und die Entfremdung
168 Proust und unwillkürliche
Erinnerungen
170 Die Romantiker und die
Naturdichtung
172 Radford und das Paradox
der Fiktion
174 Aristoteles und die Rhetorik
176 Shelley und die bösen
Wissenschaftler
178 Chomsky und das Erlernen
von Sprachen
180 Derrida und Wörter
182 Wittgenstein und Sprachspiele
184 Der Strukturalismus und
Gegensätze
WISSENSCHAFT UND
158 Campbell und die universellen
Erfahrungsmuster der Mythen
160 Huxley und die schöne neue
Welt
162 Beckett und das ewige Warten
164 Orwell und das Doppeldenk
166 Kafka und die Entfremdung
PSYCHOLOGIE
188 Bacon und die wissenschaftliche
Methode
190 Kuhn und der
Paradigmenwechsel
192 Heidegger und der Einfluss der
Technik auf den Menschen
194 Heraklit und das sich
verändernde Selbst
196 Libet und die Beobachtung
des eigenen Verhaltens
198 Popper und die
Pseudowissenschaft
200 Turing und die Frage: Roboter
oder Mensch?
202 Asimov und die Gesetze
der Robotik
204 Fermi und außerirdisches Leben
206 Godfrey-Smith und andere
Intelligenzen
208 Freud und die Persönlichkeit
210 Piaget und die Entwicklungs
psychologie
212 Die Gestalttherapie und das
Nichtstun
ALLTAGSPHILOSOPHIE
216 Aristoteles und Freundschaft
218 De Beauvoir und Mutterschaft
220 Rousseau und die Kindheit
222 Foucault und die Disziplin
224 Der Stoizismus und der Blick
aus der Ferne
226 Freud und der Todestrieb
228 Frankl und der Sinn des Leidens
230 Epikur und das Vergnügen
232 Husserl und das Betrachten
von Bäumen
234 Der Stoizismus und die Wahl
unserer Reaktionen
236 Thoreau und das Spazierengehen
238 Sunzi und die Kunst des Krieges
240 Harvey und die Schlaflosigkeit
WISSEN UND DER GEIST
244 Descartes und der fliegende
orangefarbene Kobold
246 Locke und subjektive Erfahrungen
248 Platon und das Licht der Welt
250 Pyrrhon und die Zurückhaltung
252 Hume und schwarze Schwäne
254 Buridan und unentschlossene
Esel
256 Sokrates und das Hinterfragen
von allem
258 Aristoteles und die Gesetze
der Logik
260 Eubulides und das Stapeln
von Steinen
262 Descartes und das Cogito
264 Hume und die Frage:
Wer bin ich?
266 Kant und die Erschaffung
der Welt
268 Chalmers und die Gedanken
von Bleistiften
270 Clark und Chalmers und die
Erweiterung des Geistes
POLITIK UND WIRTSCHAFT
274 Hobbes und die Bildung von
Regierungen
276 Machiavelli und Herrschaft
278 Ibn Chaldün und der Aufstieg
und Fall von Imperien
280 Herder und Nationalismus
282 Thukydides und unvermeidliche
Kriege
284 Marx und die Weltgeschichte
286 Burke und die Weisheit unserer
Vorfahren
288 Paine und Revolutionen
290 Smith und die unsichtbare Hand
292 Tocqueville und die Wahrung
der Demokratie
294 Kant und der Weltfrieden
296 Gandhi und die Gewaltlosigkeit
298 Engels und der Marktplatz
der Ideen
300 Fukuyama und das Ende der
Geschichte
303 Danksagung
305 Quellenverzeichnis
311 Register
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