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Lebensorientierungen Jugendlicher
Alltagsethik, Moral und Religion in der Wahrnehmung von Berufsschülerinnen und -schülern in Deutschland
Andreas Feige, Carsten Gennerich
Waxmann
EAN: 9783830919414 (ISBN: 3-8309-1941-7)
218 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2008
EUR 24,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Was ist Schülerinnen und Schülern der Berufsschule wirklich wichtig in ihrem Leben?
Antworten auf diese Frage sind den Lehrenden der Fächer Religion, Ethik und Politik nur begrenzt zugänglich. Von selbst, zumal im Unterricht, reden Jugendliche nur sehr verhalten über für sie wichtige 'Schlüsselperspektiven', die tiefer gehende Gespräche ermöglichen könnten – Gespräche über die religiösen Dimensionen, die ihrer Alltagsethik und ihren Werteprioriäten unerkannt innewohnen könnten. Die üblichen Umfragen unter Jugendlichen über die Verbreitung vorab definierter 'Religiosität' liefern dazu keine praxisnahen Einsichten.
Demgegenüber vermag diese Befragung durch einen neuen methodisch-theoretischen Ansatz umfangreich und differenziert kommunikative Anschlussstellen für einen religiösen Diskurs zu identifizieren. Sie umfasst mehr als 8.000 konfessionsgebundene, konfessionslose und muslimische Schülerinnen und Schüler aller Gliederungen des Berufsschulsystems in Deutschland.
Mit dieser Studie werden zugleich Umrisse dessen deutlich, was als verhaltensethische Spiegelungen der religiösen Dimension im Leben der gegenwärtigen Jungen Generation gelten kann.
Rezension
Religionslehrer/innen sollen Schüler/innen in ihrem Alltagserleben abholen und kommunikative Anschlussstellen für einen religiösen Diskurs identifizieren. Aber wie soll das geschehen? Und welche Abschlussstellen gibt es? Dabei hilft diese mehr als 8.000 konfessionsgebundene, konfessionslose und muslimische Schülerinnen und Schüler befragende empirische Studie, die Aufschluß darüber gibt, wo und wie Religion im Alltagsleben von Berufsschüler/inne/n Orientierung gibt und von Bedeutung ist. Dazu wird abgehoben auf Alltagsethik, Gefühle gegenüber Religion, Zugehörigkeit zu Religion und die eigenen Glaubensüberzeugungen der Schüler/innen.
Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7
Einleitung 11
Teil A: Alltagsethik, Moral, Religion und Kirche I:
Mittelwerte-Vergleiche und Faktorenanalysen 23
I. Beschreibung der Stichprobe und Erstellung des Fragebogens 23
II. Vorschau: Die Ergebnisse von Teil A in Schlagzeilen 32
III. Alltagsethik und Moral: „Was soll gelten?" 35
III.1 Wie ein gutes Leben zu leben ist - Erziehungsmaximen für die eigenen Kinder 35
III.2 Worauf man sich verlassen können muss - Maximen gelingender Partnerschaftsbeziehungen 40
III.3 'Gewissen' - Kohäsionskraft-Ressource der privaten Lebenswelt, kein allgemein religiöser Imperativ 43
III.4 'Sünde' - eine wichtige Kategorie im Kosmos gelingender privater Beziehungsnetze 47
IV. Elementarzustände des Lebens: „Was fühle ich!" 53
IV.1 Meine Gefühle nach durchlebten Konflikten 53
IV.2 Was ich verspüre, wenn ich das Wort „Gemeinschaft" höre 57
IV.3 Meine Ängste - Worüber ich bereit bin, mir Sorgen zu machen 62
IV.4 „Gottes Segen" - Was fühle ich, wenn ich das höre? 66
IV.5 Gefühle beim Hören des Wortes „religiös" 71
IV.6 Gefühle beim Hören des Wortes „Kirche/Moschee" 75
V. Zur Ordnung der 'Welt': „Was glaube ich?" 82
V.1 Wer und was lenken meinen Lebensverlauf? 82
V.2 Der 'Sinn meines Lebens' - gibt es den und was trägt ihn? 88
V.3 Was passiert nach meinem Tod mit mir?94
V.4 'Schöpfung' oder 'Zufallsprodukt' - Wie ist die Welt entstanden? 101
VI. Wo fühle ich mich zugehörig? 106
Teil B: Alltagsethik, Moral, Religion und Kirche II: Die Befragungsergebnisse im Spiegel einer Schülertypologie und deren Verortung im 'Wertefeld' 111
VII. Zur Konstruktion des Wertefeldes und seine demographischen Charakteristika 111
VII.1 Die Konstruktion des Wertefeldes 111
VII.2 Die Anwendung des Feldes zur Analyse von 'Meinungsgegenständen' und zur Bildung einer Schülertypologie 115
VII.3 Zu demographischen Charakteristika des Wertefeldes 118
VIII. Der ethische Bereich: „Was soll gelten?' 128
VIII.1 Was in einer Beziehung wichtig ist 128
VIII.2 Welche „Spielregeln" in der Gesellschaft wichtig sind 131
VIII.3 Wo 'Gewissen' eine Rolle spielt 135
VIII.4 Was 'Sünde' bedeutet 138
IX. Der emotionale Bereich: „Wie und was fühle ich?" 147
IX.1 Gefühle nach Konflikten mit Eltern oder Freunden 147
IX.2 Die emotionale Bedeutung von „Gemeinschaft" 150
IX.3 Gefühle beim Hören des Wortes „Gottes Segen" 153
IX.4 Gefühle beim Hören des Wortes „religiös" 155
IX.5 Gefühle beim Hören des Wortes „Kirche/Moschee" 159
IX.6 Lebensbereiche, die Besorgnis und Ängste auslösen 162
X. Der weltanschaulich-theologische Bereich: „Was glaube ich?" 168
X.1 Wer oder was bestimmt meinen Lebenslauf? 168
X.2 Was trägt den Sinn meines Lebens? 172
X.3 Was passiert nach meinem Tod mit mir? 175
X.4 Wie ist die Welt entstanden? 180
X.5 Einstellungen zu kirchlich dogmatisierten Glaubens-Formulierungen 183
XI. Zusammenfassung: Der Zusammenhang von Werthaltung und Weltdeutung bei Jugendlichen und Jungen Erwachsenen im Spektrum der Wertefeld-Analysen - eine Typologie der Tendenzen 186
Abschlussbetrachtungen:
Religion, Religiosität und religiöse Semantik - oder die Frage: „Wann und wie ist man 'religiös'"? 191
Literatur 205
Die Mitarbeiter dieser Veröffentlichung 217
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