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Kein Ende der Geschichte
Texte zu Literatur, Theater und Film
Björn Hayer
Gans Verlag
EAN: 9783946392514 (ISBN: 3-946392-51-2)
248 Seiten, 13 x 18cm, März, 2025
EUR 28,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Eine demokratische Wertordnung braucht eine Kunst, die mehr will als die vorhandenen Dichotomien zu zementieren. Für eine solche Ausgestaltung der Künste plädieren diese Essays. Sie ringen um dringend gesuchte Narrative für unsere Zeit, ohne unumstößliche Wahrheiten zu behaupten. Sie wagen die unentwegte Expedition in die Künste, weil sie dort trotz aller Kritik zu finden glauben, was wir alle, taumelnd zwischen Katastrophenmeldung und Krisen-Live-Tickern, so sehr suchen, nämlich Hoffnung.
Rezension
Warum wird Büchners „Woyzeck“ auf deutschen Bühnen häufiger gespielt als Goethes „Faust“? Sind postmoderne Ansätze in der Literatur überholt? Befördern Krisen die Verbreitung von Fake News? Welche Themen waren Gegenstand der Literatur während der Corona-Pandemie? Steckt die Literaturkritik in der Ästhetik? Welche Filme von Alfred Hitchcock werden gegenwärtig in der Filmbranche rezipiert? Erobert Gamification auch das Theater? Warum sind Gerichtsdramen angesagt? Braucht eine funktionierende Demokratie Kunst?
Reflexive fundierte Antworten auf diese Fragen finden sich in den Essays von Björn Hayer (*1987), die 2025 unter dem Titel „Kein Ende der Geschichte. Texte zu Literatur, Theater und Film“ im Gans Verlag erschienen. Dort wurden von ihm auch die Essaybände „Jenseits der Menschlichkeit. Politische Essays“ und „Die neuen Schöpfer. Texte zur zeitgenössischen Lyrik“ veröffentlicht. Hayer ist regelmäßiger Feuilletonist in der „Frankfurter Rundschau“, Autor des Romans „Winklers letzter Feldzug“, künstlerischer Leiter im Künstlerhaus Edenkoben und Privatdozent für Germanistik. Seine Habilitation erschien unter dem Titel „Utopielyrik. Möglichkeitsdimensionen im poetischen Werk. Friedrich Hölderlin Rainer Maria Rilke Paul Celan“(2021). In den Essays des Bands „Kein Ende der Geschichte“ zeigt sich Hayer als exzellenter Kenner der Weltliteratur. Der Titel des Buches spielt an auf den Vertretern der Postmoderne, wie zum Beispiel Lyotard proklamierten „Ende der Erzählungen“. Zurecht erkennt er, dass Dekonstruktion nicht zur Generierung von Neuem beiträgt: „Nach all den Post- und Meta-Betrachtungen halten das Existenzielle und die unmittelbare Erfahrung wieder Einzug in die Kultur – mit all den großen Fragen unseres Daseins“ (S. 20). Lehrkräfte der Fächer Deutsch sowie Literatur und Theater erhalten durch den Band aufschlussreiche Essays, von denen manche auch produktiv im Fachunterricht eingesetzt werden können. Schüler:innen werden durch diese zum Reflektieren angeregt.
Fazit: Wer literarisch und medientheoretisch reflektierte Essays lesen möchte, dem kann der vorliegende Band „Kein Ende der Geschichte“ von Björn Hayer zur Lektüre empfohlen werden.
Dr. Marcel Remme, für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Kein Ende der Geschichte
Björn Hayer | Essays
Die Texte in diesem Band ringen um dringend gesuchte Narrative für unsere Zeit multipler Krisen, ohne unumstößliche Wahrheiten zu behaupten. Sie wagen die unentwegte Expedition in die Künste, weil sie dort trotz aller Kritik zu finden glauben, was wir alle, taumelnd zwischen Krisen-Live-Tickern und Katastrophenmeldungen, so sehr suchen: Hoffnung.
Hardcover, Fadenbindung, Schutzumschlag, Lesebändchen
ca. 248 Seiten | 18 x 13 cm | 978-3-946392-51-4
In einer Zeit multipler Krisen, angefangen von der existenzbedrohenden Klimakrise über den global zu beobachtendem Aufstieg des Populismus bis hin zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, sehnen sich Menschen nach positiven Gegenbildern und Utopien. Wie setzt sich die Kultur mit den Fragen unserer Zeit auseinander? Wie reagieren Literatur, Theater und Film auf die tiefgreifenden Herausforderungen unserer Tage? Und vermag es die Kultur überhaupt, da sich Gruppen zunehmend in Gegensätzen und den eigenen Echokammern verschanzen, neue, offene Diskussionsräume zu öffnen? Diesen Fragen geht Björn Hayer in den vorliegenden Essays nach. Und verbindet sie mit einem Appell: »Demokratie und insbesondere eine aufrechte Werteordnung brauchen eine Kunst, die weiter ist und mehr will als die ohnehin vorhandenen Dichotomien zu zementieren.« Die Texte in diesem Band ringen um dringend gesuchte Narrative für unsere Zeit, ohne unumstößliche Wahrheiten zu behaupten. Sie wagen die unentwegte Expedition in die Künste, weil sie dort trotz aller Kritik zu finden glauben, was wir alle, taumelnd zwischen Krisen-Live-Tickern und Katastrophenmeldungen, so sehr suchen: Hoffnung.
Björn Hayer, 1987 geboren in Mannheim, studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Hayer arbeitet als Literatur- und Theaterkritiker für renommierte Medien und ist als Privatdozent für Literaturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau tätig. Zudem ist er künstlerischer Leiter im Künstlerhaus Edenkoben. Als Autor trat er bisher mit Lyrik- und Essaybänden in Erscheinung. 2022 erschien mit „Elegie für dich. Ein Fragment“ sein Prosadebüt. 2022 wurde ihm der Medienpreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern verliehen.
Inhaltsverzeichnis
Und es gibt kein Ende der Geschichte.
Ein Vorwort 11
Kritik und Wagnis.
Texte zur Literatur 15
Die neue Ernsthaftigkeit 17
Bei uns iss’es doch so gemütlich! 23
Das geheime Dasein der Unerhörten 29
Es modert die Zukunft im Zauberkessel 37
Der Kopf wie Matsch 43
Alles nur Lüge! 53
Planetarische Einsamkeit 61
Gedenkt des Vergangenen! 67
Wo bleibt die intellektuelle Wehrhaftigkeit? 73
Das Unbehagen an der Ästhetik 79
So grün, so sanft, so deutsch 85
Pfade der Verantwortung 91
Der wahre Trost der Sphinx 97
Durchschauen und Träumen.
Texte zum Film 103
Selig sind, die Dunkelheit leben 105
Die geheime Lust am Schauen 115
Die rasende Utopie 125
Zerbrochene Scherben, so selig sie sind! 133
Die Überwindung des Todes 141
Visionen und Abgesänge.
Texte zum Theater 147
Habt ihr denn keine Visionen? 149
Die Austreibung des Fremden 153
Hellooo, wir sind dann mal auf dem Klo ... 159
Willkommen im Outdoor-Theater 167
Wie würden Sie entscheiden? 171
Wir haben für Sie das richtige Urteil! 175
Kopfnicken an, Seiberdenken aus! 181
Transzendenz und Wahnsinn 185
Wie, sterben? 191
Personenverzeichnis 196
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