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In Putins Russland
In Putins Russland




Anna Politkovskaja

DuMont Literatur und Kunst Verlag
EAN: 9783832179199 (ISBN: 3-8321-7919-4)
350 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 21cm, 2005

EUR 19,90
alle Angaben ohne Gewähr

Rezension
Anna Politkovskaja gibt in ihrem Buch "In Putins Russland " detailliert Einblick in das Russland im 21. Jahrhundert, in seine Politik und in seine Gesellschaft. Sie schildert einzelne Fälle, die ihrer Meinung nach die Situation im Land widerspiegeln.
Offen schildern die von ihr betrachteten Personen von ihren Schicksalen, die nach Ansicht von Politkovskaja für das Leben in Russland stehen.
Das Buch ist sehr kritisch geschrieben. Die Autorin übt schwere Kritik am russischen System bzw. an der Politik, die dahinter steht.
Ein brisantes Buch, das für viel Wirbel gesorgt hat.
Carmen Kellmann für lbib.de
Verlagsinfo
Ein dokumentarischer Politthriller: Anna Politkovskajas neue Reportage IN PUTINS RUSSLAND

Vladimir Putin hat seit seinem Amtsantritt im März 2000 Russland radikal verändert. Ob Pressefreiheit oder Unabhängigkeit der Justiz – ein autoritäres, »neo-sowjetisches« Russland ist entstanden: Putins Russland.

»Und niemand soll wagen zu behaupten, ich hätte das alles nicht gesehen,
gehört und gespürt. Denn ich habe es am eigenen Leib erlebt.«
Anna Politkovskaja

Die russische Bevölkerung folgt mehrheitlich der präsidialen Propaganda, die westlichen Staatsmänner praktizieren Männerfreundschaft. Alle Kritik an Putins Kurs, vor allem gegenüber der tschetschenischen Bevölkerung, die mittlerweile um ein Viertel dezimiert ist, verhallt ungehört.
Anna Politkovskaja, Russlands bekannteste Journalistin, die bei der versuchten Berichterstattung über die Geiselnahme im kaukasischen Beslan zum Ziel eines Anschlags wurde, erhebt ihre kritische Stimme: eindringlich und warnend. Ein Appell.
Nach ihrem Aufsehen erregenden und international ausgezeichneten Buch Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg (2003) dokumentiert Anna Politkovskaja die Wahrheit über Putins neues autoritäres Reich.
Anna Politkovskaja beschreibt, faktengesättigt und auf der Grundlage eines nicht zu überbietenden Zugangs zu ihren Informanten, den mächtigen Apparat des Geheimdienstes, dem Putin entstammt; die unerträglich brutalen und korrupten Verhältnisse in der Armee und in einer käuflichen Justiz; die Oligarchen-Mafia in der Industrie; das bestechliche Geflecht aus Nomenklatura und Zentralverwaltung; die zunehmende Rechtlosigkeit von ganzen Bevölkerungsgruppen und den neuen russischen Rassismus.
In Russland ist Stabilität eingekehrt, in beängstigender Form, mit einem zynischen Vladimir Putin, der über Leichen geht, an der Staatsspitze. Schärfer kann die Diagnose nicht ausfallen, die Anna Politkovskaja in ihrer Reportage In Putins Russland stellt.
Anna Politkovskaja ist die bekannteste russische Journalistin, die mit ihren Berichten und Reportagen über Tschetschenien Berühmtheit erlangt hat. Sie arbeitet für die Moskauer Zeitung Novaja Gazeta und hat als Korrespondentin seit dem Anfang des zweiten Tschetschenien-Krieges im September 1999 viele Monate in der vom Krieg verwüsteten Kaukasus-Republik verbracht.
Von Putins Russland wird ihre Berichterstattung mit Argwohn betrachtet, von der Armee wurde sie inhaftiert, und wegen Morddrohungen musste sie sich eine Zeit lang in den USA aufhalten.
Während des Dramas um die Geiseln im Moskauer Musical-Theater verhandelte sie über Stunden mit den Rebellen und übermittelte deren Forderungen. Beim Versuch, im September 2004 über die Geiselnahme im kaukasischen Beslan zu berichten, wurde sie zum Ziel eines Anschlags.
Sie sagt: »Gegen mich sind etliche Strafverfahren angestrengt worden, Morddrohungen sind an der Tagesordnung. Aber ich scheue das Risiko nicht, das gehört zum Beruf.«
Anna Politkovskaja wurde 1958 geboren. Sie war die bekannteste russische Journalistin; mit ihren Berichten und Reportagen über Tschetschenien erlangte sie Berühmtheit und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Sie arbeitete für die Moskauer Zeitung Novaja Gazeta und verbrachte seit dem Anfang des zweiten Tschetschenien-Krieges im September 1999 viele Monate als Korrespondentin in der Kaukasus-Republik.
Am 7. Oktober 2006 wurde Anna Politkovskaja in Moskau erschossen – an Putins Geburtstag.
Im DuMont Literatur und Kunst Verlag erschien 2003 ihre Dokumentation „Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg“ und 2005 das Buch „In Putins Russland“.

Auszeichnungen
- Preis der russischen Journalistenunion (2001)
- Courage in Journalism Award (2002)
- Preis für Journalismus und Demokratie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (2003)
- Lettre Ulysses Award for the Art of Reportage (2003) für "Tschetschenien - die Wahrheit über den Krieg"
- Hermann Kesten-Medaille (2003)
- Olof-Palme Preis (2004)
- Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien (2005)

Pressestimmen
Anna Politkovskaja (…) scharfe wie mutige Anklägerin der russischen Kriegsführung in Tschetschenien (…).
(…) ausführlich und mit dokumentarischer Akribie (…)
FAZ

Die mehrfach preisgekrönte Journalistin Anna Politkovskaja ist eine der ganz wenigen in Russland, die den Angehörigen der Opfer eine Stimme gibt. (…)
Politkovskajas Buch ist (…) viel persönlicher als alles, was bisher in Deutschland über Putins Russland erschienen ist.
Claudia von Salzen, Tagesspiegel

Diese Geschichten hinterlassen einen bedrückenden Eindruck (…)
Gefragt ist ein nüchtern wachsamer Blick auf die weitere Entwicklung Russlands. Kritische
Stimmen wie die der engagierten Journalistin Politkovskaja sind dabei so wichtig wie selten zuvor.
Ursula Keller, Freitag

(…) tiefe und detaillierte Einblicke in die russische Gesellschaft der Gegenwart.
Mitteldeutsche Zeitung

Am eindruckvollsten (…) sind ihre Schilderungen der Biografien von russischen Normalbürgerinnen, deren Alltagserfahrungen mehr über Russland aussagen als alle noch so kundigen Analysen.
Bert Gerhards, Kölner Stadtanzeiger

Anna Politkovskajas aufrüttelndes Buch ist ein Panorama des Schreckens.
Cornelia Rabitz, Deutsche Welle

Ein gründlich recherchierter und eindrucksvoll erzählter Dokumentarroman.
Martin Sander, Deutschlandradio Kultur














Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur deutschen Ausgabe
Worüber schreibe ich in diesem Buch
Die Armee meines Landes und die Soldatenmütter
Fall eins: Der Siebente oder Die Geschichte von Nr. U-729343, den Mann auf dem Schlachtfeld vergaß
Fall zwei: 54 Soldaten oder Emigration nach Hause
Noch einige Fälle

Russlands neues Mittelalter oder Allenthalben Kriegsverbrecher
Der Fall Chassuchanow
Dossier
Die Vorgeschichte des Prozesses
Wladikawkas
Der Prozess
Der Präzedenzfall Budanow
Das Gerichtsverfahren
Der Angeklagte Juri Dmitrijewitsch Budanow
Der Angeklagte Iwan Iwanowitsch Fjodorow
Der Prozess
Expertenspiele
Und die anderen Kriegsverbrecher?

Provinzgeschichten oder Wie Staatsorgane helfen, staatliches Eigentum kriminell umzuverteilen
Fedulew
Der Anfang
Der Rechtsschützer
Schnapskriege
Die Unantastbaren
Umverteilung Nummer zwei
Katschkanar
Die korrupteste Justiz der Welt
Der "beste Richter" im Ural
Die "schlechten" Richter

Tanja, Mischa, Lena, Rinat ... Was ist aus uns geworden?
Tanja
Mischa
Rinat

"Nord-Ost": Die jüngste Geschichte der Zerstörung
Die erste Geschichte: Der Fünfte
Die zweite Geschichte: Nummer 2551 - Der Unbekannte
Die dritte Geschichte: Sirashdi, Jacha und ihre Freunde

Akaki Akakijewitsch Putin-2
Nach Beslan - Anstelle eines Nachworts