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Ich heiße Dennis und bin hier der Schulschreck
Wie die pädagogische Arbeit die Unterrichtsqualität verbessert
Beate Grabbe
Auer
EAN: 9783403037460 (ISBN: 3-403-03746-0)
288 Seiten, hardcover, 17 x 24cm, 2003
EUR 17,80 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Die Autorin schildert einfühlsam und praxisnah anhand ihrer Erfahrungen und Erlebnisse als Lehrerin, was es heißt, mit Kindern im Unterricht pädagogisch zu arbeiten. Der Band ist in vier Teile gegliedert:
• Teil A („Eine chaotische Klasse“ - Pädagogische Maßnahmen zur Ermutigung einer 3. Grundschulklasse) reflektiert die unterrichtliche Praxis der Autorin unter verschiedenen Aspekten wie z.B. Lösen von Konflikten, Ermutigen von Kindern, Hilfen zur Stärkung der Selbstachtung als Voraussetzung für konstruktives Sozialverhalten u.a. Dabei spielen Einzel- und Gruppengespräche mit den Kindern eine besondere Rolle.
• Teil B ( Dennis - Vom krassen Außenseiter zum geschätzten Mitglied der Klasse)
beschreibt die durch Mitschüler gestützte Entwicklung eines „schwierigen“ Kindes und seine schrittweise Integration in die Klassengemeinschaft.
• Teil C verdichtet die pädagogischen Erfahrungen der Autorin zu „Empfehlungen zur Ermutigung von Kindern im Unterricht“
• Teil D dokumentiert Ausschnitte eines Gesprächs der Autorin mit den ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Klasse, die nun als junge Erwachsene ihre Grundschulzeit reflektieren.
Der Band gibt Antworten auf zentrale Fragen der aktuellen Bildungsdebatte in Deutschland: Er zeigt anschaulich und detailreich, welch große Bedeutung die pädagogische Ausgestaltung des Lehrer- Schüler- Verhältnisses nicht nur für die Schulleistungen, sondern auch für das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen hat.
Eine faszinierende Lektüre sowohl für erfahrene Pädagogen wie auch für Berufseinsteiger- sie ermöglicht, das eigene Tun in Schule und Unterricht als pädagogisches (wieder) zu entdecken.
Die Autorin:
Dr. Beate Grabbe, pädagogische Seminarleiterin in der Lehrerausbildung Hamburg
Rezension
fast schon Pflicht für jeden Lehrer, denn es bietet ganz "neue" Einsichten in den eigenen Unterricht
Verlagsinfo
Die Autorin schildert einfühlsam und praxisnah anhand ihrer Erfahrungen und Erlebnisse als Lehrerin, was es heißt, mit Kindern im Unterricht pädagogisch zu arbeiten. Der Band ist in vier Teile gegliedert:
• Teil A („Eine chaotische Klasse“ - Pädagogische Maßnahmen zur Ermutigung einer 3. Grundschulklasse) reflektiert die unterrichtliche Praxis der Autorin unter verschiedenen Aspekten wie z.B. Lösen von Konflikten, Ermutigen von Kindern, Hilfen zur Stärkung der Selbstachtung als Voraussetzung für konstruktives Sozialverhalten u.a. Dabei spielen Einzel- und Gruppengespräche mit den Kindern eine besondere Rolle.
• Teil B ( Dennis - Vom krassen Außenseiter zum geschätzten Mitglied der Klasse)
beschreibt die durch Mitschüler gestützte Entwicklung eines „schwierigen“ Kindes und seine schrittweise Integration in die Klassengemeinschaft.
• Teil C verdichtet die pädagogischen Erfahrungen der Autorin zu „Empfehlungen zur Ermutigung von Kindern im Unterricht“
• Teil D dokumentiert Ausschnitte eines Gesprächs der Autorin mit den ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Klasse, die nun als junge Erwachsene ihre Grundschulzeit reflektieren.
Der Band gibt Antworten auf zentrale Fragen der aktuellen Bildungsdebatte in Deutschland: Er zeigt anschaulich und detailreich, welch große Bedeutung die pädagogische Ausgestaltung des Lehrer- Schüler- Verhältnisses nicht nur für die Schulleistungen, sondern auch für das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen hat.
Eine faszinierende Lektüre sowohl für erfahrene Pädagogen wie auch für Berufseinsteiger- sie ermöglicht, das eigene Tun in Schule und Unterricht als pädagogisches (wieder) zu entdecken.
Die Autorin:
Dr. Beate Grabbe, pädagogische Seminarleiterin in der Lehrerausbildung Hamburg
Inhaltsverzeichnis
Teil A
„Eine chaotische Klasse“
Pädagogische Maßnahmen zur Ermutigung einer 3. Grundschulklasse
1. Einleitung 12
2. „Ich bin hier der Schulschreck“
Die erste Begegnung mit der Klasse… 16
… und die Notwendigkeit der inneren Einstellung 19
Szene 1: „So ist das mit den Lehrern!“ 22
3. Dennis… 22
… und der „einsame Prinz“- Das negative Selbstbild und die Einsamkeit „schwieriger Kinder“ 23
4. „Du bist schließlich auch kein Unschuldslamm!“
Die Entstehung einer Klassenregel… 27
… oder die Arbeit am Selbstbewusstsein der Klasse 32
Szene 2: Olaf schreibt „Mannschaft“ 34
5. „Dann knall ich ihr eine!“
Körperliche Gewalt statt „Schlimme Wörter“… 35
… und die Aktivierung des Gemeinschaftsgefühls statt körperliche Gewalt 37
6. „Sie ist irgendwie so, ich weiß auch nicht genau.“
Eine Konfliktvorführung, ein Friedensangebot,… 40
… und ein stilles Mädchen lernt um 49
Szene 3: Björn, Torsten und die Faschingsgirlande 51
7. „König Hackzahn der Erste“
Die Arbeit am Gelungenen:… 52
… Konzepte und Fähigkeiten als erworbene Kenntnisse sichtbar machen 55
8. „Die beßte Lererin der Welt“… 59
…und die „die schlechteste, die mir jemals begegnet ist“
Die fremdbestimmten Kinder 63
Szene 4: Eine neue Sitzordnung für Björns Gruppentisch- und wie sie scheitert 66
9. „Lob und Tadel“ oder „Ermutigung“?
Zwei grundsätzlich verschiedene Haltungen… 68
… und die Notwendigkeit, zwischen dem Kind und seinem Verhalten zu differenzieren… 71
10. Axel: „der einsame Prinz“ und unglückliche Star… 74
… und der Versuch zu verstehen- Das Gespräch mit der Mutter 84
Szene 5: „Sie rennt“ – „Sie rennen“ 90
11. Gespräche im Stuhlkreis: Transparenz schaffen, Verständnis ermöglichen, Empathie üben …91
… und die Entstehung eines pädagogischen Konzepts für einen „einsamen Prinzen“ – Vom isolierten Star zum integrierten Helfer 98
12. „Schreibst du über mich?“, „Schreib doch über mich!“
Das Kinderklassenbuch:… 104
… Anleitung und Training zur Selbstermutigung 108
Szene 6: „Blitz und Donner“ – Lars lernt mit Axels Hilfe 114
13. Nicos „Freundschaftsstange“
Die soziale Kompetenz eines „schwierigen Kindes“… 115
… und die Bedeutung eines selbst entwickelten Modells zur Konfliktlösung 118
14. „Dann bin ich mal wie Ute.“
Ein Gespräch mit Stefanie…
… und die Korrektur einer Hilfsstrategie 129
Szene 7: Simone hört auf zu schlagen 134
15. „Der verkloppt immer die Kleinen!“
Der kleine Bruder… 135
… Wie Geschwisterkinder in Form von Übertragungen das Leben in der Schule schwer machen 139
16. Die Expertenstunde
Vier Generationen im Gespräch über Schule… 146
… und der Genuss, als Experte im Mittelpunkt zu stehen 150
Szene 8: „Das ist bei uns so. Da darf man sich nicht so anstellen!“ 154
17. „Und achten Sie bitte besonders auf den hellen Hintergrund!“
Eine Kunst- Auktion für die Eltern … 156
… Die Qualität der eigenen Leistung versprachlichen und damit eine Auktion gestalten 161
18. „Stimmt ja gar nicht!“ und „Das habe ich nicht gesehen!“
Rücksichtnahme ist eine Sache des Hinsehens… 174
… und das Hinsehen ist eine Sache der Übung 176
Szene 9: Ich fühle mich oft so sinnlos.“ 184
19. „Man muss es höflich sagen!“
„Und wie geht das?“… 187
… Die Kunst, „nein“ zu sagen, ohne zu verletzen 193
20. „Mein Körper und Kopf haben total gearbeitet.“
Kinder schreiben ein Lerntagebuch 195
Szene 10: Rena sucht Gott 201
Teil B
Dennis
Vom krassen Außenseiter zum geschätzten Mitglied der Klasse
1. „Ich bin hier der Schulschreck!“
Einfluss und Macht eines „schwierigen Kindes“ 204
2. „Ich habe kein Mitleid mehr.“
Der Fragebogen im Religionsunterricht 205
Szene 1: „Lass mich in Ruhe, Dennis!“ 209
3. Das „Tageslichtprojektor – Amt“
Ansätze eines pädagogischen Konzepts für Dennis 209
4. Das „A-B-A- Prinzip“
und andere kleine Maßnahmen, die das Leben erleichtern 217
Szene 2: „Ich hab`s gesehen! Ich hab`s gesehen!“ 221
5. „Dennis macht mehr mit.“
Die veränderte Atmosphäre 223
6. „Das Mäuslein und der Elefant“
Ein guter Aufsatz mit traurigem Ende 224
Szene 3: „Ich bin kein Indianer!“ 230
7. „Alle Passagiere zur Landung bitte anschnallen!“
Eine Expertenstunde über Flugzeuge, Flugnetze und die Leichtbauweise des Herrn Messerschmitt 231
8. „Kann man deine Perücke eigentlich auch waschen?“
Eine Zumutung als Chance 236
Szene 4: Das ist die Boeing 727!“ 239
9. „Dein Gefühl ist wichtig, dein Gefühl!“
Ein Traumgespräch im Stuhlkreis 240
10. „Das nenne ich wahre Freundschaft.“
Ein „Vertrauenskind“ und „richtiger Freund“ 245
Szene 5: „Das passiert dir bestimmt nicht noch mal!“ 250
11. „Am liebsten würde ich dir manchmal eine knallen.“
Die schwere Aufgabe des Vertrauenskindes 251
12. „Killian und die U- Bahn“
Ein guter Aufsatz mit fröhlichem Ende 257
Szene 6: „Wir haben doch mal gesagt, dass man sie dann einbeziehen soll.“ 261
13. „Mein Butje ist tot!“
Der Abschied von einem Freund 263
14. „… wünscht Dir dein Freund Dennis.“
Ein Brief an Björn 265
Szene 7: „Und so lange habt ihr Zeit, euch wieder zu vertragen!“ 266
Teil C
Empfehlungen zur Ermutigung von Kindern im Unterricht
1. Das Kind ansprechen und seinen Namen in positiven Situationszusammenhängen nennen 270
2. Dem Kind seine Gefühle zugestehen und „falschen Trost“ oder „falschen Ansporn“ vermeiden 270
3. Falsche Antworten korrigieren helfen und sich nicht gleich vom Kind abwenden (Das „A- B- A- Prinzip“) 273
4. Wahlmöglichkeiten eröffnen und dem Kind aus seiner Opposition heraushelfen 274
5. Das pauschale Lob vermeiden und durch differenzierte Rückmeldung ersetzen 276
6. Das Kind mit seinem Anspruch an sich selbst ernst nehmen und ihm zum Erfolg verhelfen 278
7. Mit Konsequenz dem Kind Orientierung geben und die eigene Autorität als Lehrkraft stärken 280
8. Unterrichtsstrukturen transparent machen und Etappenziele benennen 282
9. Die innere Logik des Lernwegs sichtbar machen und die lehrerzentrierte Anweisungen durch schülernahe und lernprozessorientierte Formulierungen ersetzen 285
10. Destruktiven Zielen des Kindes mit konstruktiver Blickrichtung begegnen und seine Kooperation gewinnen 288
11. Unstrukturiertem Verhalten mit klaren Anweisungen begegnen und dem Kind Orientierung geben 290
12. Das Kind zum Denken herausfordern und anspruchsvolle Impuls pädagogisch nutzen 294
13. Die soziale Blickrichtung positiv beeinflussen und die Kinder zur gegenseitigen Anerkennung ermutigen 300
14. Das Verhalten des Kindes als Ausdruck seiner Lernerfahrungen verstehen und Projektionen erkennen 304
15. Das Kind aktivieren und seine Fähigkeiten für die Gemeinschaft nutzen 307
16. Einen hohen Anspruch an die Leistungsbereitschaft des Kindes stellen und Unterforderung vermeiden 311
Teil D
Ein Stuhlkreisgespräch“ im März 2002 mit Antonia, Axel, Björn, Dennis, Jonas, Jose, Matthias G., Matthias M., Meike und Torsten S.
Ausschnitte 316
Schlusswort 340
Empfohlene Literatur 342
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