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Einmischen. Anpacken. Verändern. Ein Arbeitsheft für die Grundschule - Das Mitmachheft.  Wie kann Engagementförderung im Schulalltag gelingen?
Einmischen. Anpacken. Verändern.
Ein Arbeitsheft für die Grundschule - Das Mitmachheft.


Wie kann Engagementförderung im Schulalltag gelingen?

Dirk Lange

Reihe: Das Mitmachheft


Verlag Bertelsmann Stiftung
EAN: 9783867930642 (ISBN: 3-86793-064-3)
120 Seiten, paperback, 21 x 30cm, 2011, mit CD_ROM

EUR 12,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Gesellschaftliches Engagement ist ein zentrales Thema für jede Demokratie. Mitwirken, Mitverantworten und Mitentscheiden sind Ausdruck gelebter bürgerlicher Freiheit. Jungen Menschen frühzeitig Zugänge zu gesellschaftlichem Engagement zu eröffnen ist dabei besonders wichtig und schafft vielfältige Chancen für den Einzelnen und die Gesellschaft. Schulen übernehmen dabei eine wesentliche Funktion. Es bedarf jedoch lebensnaher Lernformen, um junge Menschen in der Ausbildung politischdemokratischer Handlungsfähigkeit zu unterstützen und ihre Bereitschaft zu zivilgesellschaftlichem Engagement zu wecken. Wie kann Engagementförderung im Schulalltag gelingen? Was sind die zentralen Themen der Zivilgesellschaft, und wie können sie im Unterricht aufgegriffen und mit Praxiserfahrungen verbunden werden? Wie können dabei die Interessen der Schülerinnen und Schüler eingebunden und Ressourcen des Umfeldes aktiviert werden?

Auf diese Fragen gibt das Mitmachheft "Einmischen. Anpacken. Verändern." Antworten. Es richtet sich an Schulklassen der Grundschule, die in das Thema Zivilgesellschaft einsteigen möchten.
Rezension
Diese Publikation möchte Lehrerinnen und Lehrern Hinweise geben, wie bereits Kinder im Grundschulalter mithilfe der Schule Zugänge zum zivilgesellschaftlichen Engagement finden können. Ein Blick auf Schulgesetze, Richtlinien und Curricula zeigt, dass zahlreiche normative Anknüpfungspunkte gegeben sind: Vermittlung demokratischer Wert- und Ordnungsvorstellungen, Befähigung zum sozialen Handeln und zur politischen Beteiligung, Förderung einer mündigen und kritischen Bürgerschaft sind zentrale bildungspolitische Zielsetzungen, die Schulen laut den Schulgesetzen der Bundesländer einlösen sollen. Zwar unterscheiden sich die Formulierungen und die intendierte Reichweite in den gesetzlichen Bestimmungen, doch ist in allen Ländern die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements normativ verankert.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Eine vitale und zukunftsfähige demokratische Gesellschaft braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger. Demokratische Werthaltungen sowie die Bereitschaft, in zentralen Fragen Stellung zu beziehen und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen, sind kein naturwüchsig gegebenes Gut. Jede Generation muss stets aufs Neue für Demokratie und zivilgesellschaftliches Engagement gewonnen werden. Daher muss es ein zentrales Bildungsziel von Schulen sein, Kindern und Jugendlichen die Gestaltungs- und Mitwirkungsspielräume der Demokratie aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, sich diese handelnd zu erschließen. Aktive Bürgerschaft ist dabei weit mehr, als vom passiven Wahlrecht Gebrauch zu machen oder sich für eine Partei einzusetzen. Sie erstreckt sich über ein weites Spektrum unterschiedlicher Formen, das die freiwillige Tätigkeit im Sportverein oder den tatkräftigen Einsatz für eine soziale Organisation ebenso einschließt wie die Unterstützung einer Bürgerinitiative. Schon Grundschulen sollten ihren Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten bieten, sich mit dieser Vielfalt zivilgesellschaftlicher Mitwirkung auseinanderzusetzen. Denn wir wissen, dass die Fähigkeit und Bereitschaft, sich zu engagieren, in jungen Jahren entsteht und ein entsprechendes Bürgerbewusstsein voraussetzt. Die individuellen Vorstellungen über die politisch-gesellschaftliche Wirklichkeit entscheiden darüber, ob der Einzelne die Kompetenz entwickelt, sich in einer immer komplexer und unübersichtlicher werdenden Gesellschaft zu orientieren, Sachverhalte angemessen zu beurteilen und Entwicklungen zu beeinflussen. Die Verankerung der Engagementförderung in Schulen greift auch Forderungen der aktuellen Bildungsdebatte auf. Nach der Veröffentlichung der ersten PISA-Ergebnisse im Jahr 2001 setzte in Deutschland ein Reformprozess ein, der sich zunächst auf die Reorganisation von Schulen, eine Intensivierung kognitiver Wissensvermittlung in Deutsch, Mathematik und den Naturwissenschaften sowie auf die Überprüfung von Lernzielen fokussierte. Aus dem Blick rückte, dass Bildung auf den ganzen Menschen zielt. In der Auseinandersetzung mit dieser Entwicklung findet gegenwärtig eine Rückbesinnung auf den klassischen Bildungsbegriff Humboldtscher Prägung statt. Es wird wieder anerkannt, dass Bildung mehr als Wissen ist und junge Menschen dabei unterstützen soll, Talente und Stärken zu entwickeln, um ihr Leben zu meistern. Dazu gehört auch, sie bei der Entfaltung politisch-demokratischer und sozialer Handlungskompetenzen zu begleiten. Damit Kinder sich selbst als mitverantwortliche und handlungskompetente Mitglieder der Zivilgesellschaft begreifen, reicht es also nicht aus, ihnen Sachwissen zu vermitteln. Die für das Ausfüllen einer aktiven Bürgerrolle benötigten Kompetenzen müssen zwar gelernt werden, können aber nicht in traditioneller Art gelehrt werden. Vielmehr ist es erforderlich, Kindern möglichst früh konkrete und positive Erfahrungen mit eigenem Engagement zu ermöglichen und sie gleichzeitig bei der Reflexion dieser Erfahrung zu unterstützen.
Durch das Lernen in lebensweltlichen Zusammenhängen steigen die Chancen für umfassende Bildungsprozesse. Beispielhaft gesagt: Das Kind, das sich freiwillig für alte Menschen engagiert, wird zugleich für politische Fragen des Zusammenlebens der Generationen in einer vom demographischen Wandel geprägten Gesellschaft sensibilisiert. Wer an einem Projekt zur Reduzierung des Energieverbrauches an seiner Schule teilnimmt, setzt sich gleichzeitig intensiv mit Fragen der eigenen Verantwortung für die Umwelt auseinander. Die aktive Mitwirkung, Mitbestimmung und Verantwortungsübernahme in den verschiedensten Lebensbereichen unterstützt damit zugleich die Ausbildung eines reflektierten Bürgerbewusstseins und die Entwicklung von Fachkenntnissen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 6

Zivilgesellschaft und Engagement 9

Materialien für Schülerinnen und Schüler 29

1. Wir erforschen Handlungs- und Engagementfelder – Hinweise für Lehrkräfte 30

Modul 1: Willkommen in der Mitmachgesellschaft! 32
Modul 2: Mitmischen in der Schule 39
Modul 3: Mitmischen in der Gemeinde 50
Modul 4: Wir machen uns stark – für uns selbst und für andere 55

2. Wir engagieren uns für ... – Hinweise für Lehrkräfte 60

Modul 5: Wir engagieren uns für eine umweltfreundliche Schule 62
Modul 6: Wir engagieren uns für ein faires Miteinander an unserer Schule 79
Modul 7: Wir engagieren uns für eine kinderfreundliche Gemeinde 86
Modul 8: Wir engagieren uns für Freundschaften zwischen Jung und Alt 92
Modul 9: Wir engagieren uns für Tiere 98
Modul 10: Wir engagieren uns für Kinderrechte 108