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Die zwei Leben des Arthur Rimbaud
Kersten Knipp
Herder Verlag
EAN: 9783534611584 (ISBN: 3-534-61158-6)
288 Seiten, hardcover, 14 x 22cm, 2026
EUR 24,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Rimbaud – der Dichter, der verschwand
Im Herbst 1871 traf der 17-jährige Arthur Rimbaud in Paris ein – ein rebellischer Dichter, dessen Texte Paul Verlaine und die Pariser Bohème in Aufruhr versetzten. Innerhalb weniger Jahre schrieb Rimbaud Gedichte, die ihn posthum zum Idol der Symbolisten, Surrealisten und der Popkultur machten. Doch bereits mit 21 Jahren verstummte er literarisch.
Kersten Knipps Buch beleuchtet erstmals auch die zweite, kaum bekannte Lebenshälfte Rimbauds intensiv: den radikalen Bruch mit der Kunst hin zu einem rastlosen Leben als Händler und Abenteurer. In Afrika bewegt sich Rimbaud zwischen Karawanen und Kolonialhändlern, verkauft Kaffee, Elfenbein und Waffen – ein Leben fernab der europäischen Literaturszene, geprägt von Entbehrung und einer unstillbaren Sehnsucht nach Bewegung. Knipp zeichnet das Porträt eines Mannes, der sich selbst neu erfand und dabei zum Mythos wurde.
Dr. Kersten Knipp, geb. 1966, ist freier Politik-Redakteur bei der Deutschen Welle, arbeitet für den Deutschlandfunk und verschiedene Sender der ARD und ist Autor u. a. für die Neue Zürcher Zeitung. Seine Schwerpunkte sind die Zeitgeschichte sowie Politik in Nahost und der arabischen Welt. Neben vielen anderen Büchern erschien von ihm 2019 "Die Kommune der Faschisten: Gabriele D'Annunzio, die Republik von Fiume und die Extreme des 20. Jahrhunderts".
Rezension
Der 1854 in Charleville geborene und 1891 in Marseille verstorbene Arthur Rimbaud ist als französischer Dichter und wohl einflussreichster französischer Lyriker bekannt, der für Symbolismus und Surrealismus weltweit prägend war und ist, - sein späteres Leben als Abenteurer und Geschäftsmann bzw. Waffenhändler, mit dem er es nach rastlosem Umherziehen zu einigem Wohlstand brachte, ist hingegen wenig bekannt. Mit 19 Jahren wendete er sich nicht nur von seiner (erfolglosen) Dichtung, sondern auch von seinen anderen bisherigen vergeblichen Lebens- und Liebesbemühungen u.a. zu Paul Verlaine ab und begann nach der rastlosen und brotlosen Wanderung seiner Jugendjahre zwischen Charleville (sur Meuse), Paris, London, Stuttgart und Italien ein ebenso rastloses Leben im kolonialen Afrika, das dann aber dank erfolgreichem Waffenhandel nicht mehr brotlos war. Dieses weitgehend unbekannte zweite Leben des Kultdichters als Waffenhändler in Äthiopien beschreibt diese Biographie.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die einzige aktuelle Biografie über Arthur Rimbaud
Die ganze Geschichte der Dichterikone – von der Pariser Avantgarde zum Waffenhandel in Afrika
Mit zahlreichen Abbildungen
Schlagwörter:
Kolonialismus und Imperialismus in Afrika im 19. Jahrhundert
Die europäischen Kolonialreiche im 19. Jahrhundert
Afrika vor dem 1. Weltkrieg 1914 – Aufgeteilt unter Europa
Die Kolonialreiche zwischen den Weltkriegen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 7
VON ABSCHIED UND AUFBRUCH 21
2. Ein schrecklicher Felsen 23
3. Gruppenbild mit Ex-Dichter 39
EUROPÄISCHES VORSPIEL 53
4. Vitalie 55
5. Stadt und Fluss 71
6. Eine roh moderne Hauptstadt 89
7. Absinth und Aufruhr 105
8. Bruch in Brüssel 119
9. Abschied am Neckar 131
10. Schmerz des Scheiterns 135
KOLONIALER HAUPTAKT 149
11. Hauptstadt der Einöde 151
12. Scramble for Africa 157
13. Import, Export 163
14. Qahwa 171
15. Über das Meer und durch die Wüste 179
16. Hunde und Banditen 187
17. Ins Unbekannte 201
IM DUNKLEN 213
18. Ware Mensch 215
19. Gewehre aus Europa 229
20. Waffen für den Kriegsherrn 237
21. Moschus, Gold, Elfenbein 249
22. Der Tod und die Vögel 257
Bibliografie 267
Anmerkungen 273
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