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Die bipolare Nation
Was Amerika der Welt gegeben hat. Im Guten wie im Schlechten
Philipp Gassert
Deutscher Taschenbuch Verlag
EAN: 9783423285384 (ISBN: 3-423-28538-9)
352 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, April, 2026
EUR 26,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
50. Geburtstag der USA – 4. Juli 2026
Die bipolare Nation
Von der Gründung zu Trump, vom Imperialismus zum Isolationismus, vom Glücksversprechen des Massenkonsums zum Klimawandel, von der Vormacht zum chaotischen Faktor, von der Verheißung zur Gefahr: die gemischte Bilanz der amerikanischen Epoche.
Die Vereinigten Staaten haben sich und der Welt ungeheuer viel geschenkt – und ähnlich viel zugemutet. Philipp Gasserts Bilanz der amerikanischen Geschichte und ihres internationalen Einflusses ist ambivalent und so erhellend wie ernüchternd, wenn er nachzeichnet, wie tief die kaum zu überbrückenden Widersprüche, die heute so offen zutage treten, in der Gründung und der Geschichte des Landes verwurzelt sind.
Philipp Gassert, geboren 1965, ist seit 2014 Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Er hat zuvor am Deutschen Historischen Institut in Washington, D.C., an der Universität Heidelberg, der LMU München, der University of Pennsylvania und der Universität Augsburg geforscht und gelehrt. Gastprofessuren in Haifa und Wien. 2022/23 war er Senior Fellow des Historischen Kollegs in München. Philipp Gassert forscht im Bereich der deutschen und europäischen Zeitgeschichte sowie der transatlantischen Geschichte und der US-Außenpolitik des 20. und 21. Jahrhunderts. Gassert schreibt neben seinen wissenschaftlichen Werken auch häufig für ZEIT und FAZ, ist regelmäßig im Hörfunk zu Gast (SWR) und gelegentlich im TV (Phönix, ARD).
Rezension
Dieser Tage Anfang Juli 2026 jährt sich der Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten von Amerika zum 250. Mal; leider unter einem Präsidenten Donald Trump, der zwar vorgibt, "America great again" zu machen, de facto aber viele Ideale und Wahrheiten der US-amerikanischen Verfassung und Geschichte verrät wie z.B. Gleichheit aller Menschen und Volkssouveränität. Der Independence Day, englisch für Unabhängigkeitstag (auch Fourth of July, Vierter Juli), ist der Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten von Amerika. Er erinnert an die Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten durch den Kontinentalkongress am 4. Juli 1776 in Philadelphia. An jenem Tag wurden die ehemals britischen Dreizehn Kolonien erstmals in einem offiziellen Dokument als „Vereinigte Staaten von Amerika“ bezeichnet. 250 Jahre USA, - das führt auch zu etlichen neuen oder neu aufgelegten Büchern zur Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Die hier anzuzeigende Darstellung zieht unter dem markanten Titel "Die bipolare Nation" quasi ein Zwischen-Resümee nach 250 Jahren: "Was Amerika der Welt gegeben hat. Im Guten wie im Schlechten" (Untertitel) - eine gemischte Bilanz der amerikanischen Epoche!
Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Von der Verheißung zur Gefahr: die gemischte Bilanz der amerikanischen Epoche.
Pressestimmen:
Süddeutsche Zeitung
Gasserts Verdienst ist es zu relativieren. Er nennt Fakten und Zahlen, die in der Dauerempörung über Trump untergehen, die verschwiegen oder vergessen sind. (…) Gassert macht plausibel, dass die USA auch wegen ihrer Ambivalenz und Widersprüchlichkeit funktionieren. weniger
Viola Schenz, 01.06.2026
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
ZEIGT UNS AMERIKA NOCH DIE ZUKUNFT? 9
KAPITEL 1
AMERIKANISCHE FREIHEIT: EIN WELTPROBLEM 37
Die Dekadenz wird nach Amerika ausgelagert 37
Ein neues System von Dingen und Menschen 42
Freiheit und Sklaverei 47
Mythos Amerikanische Revolution 53
Fazit: Was die Amerikanische Revolution der Welt gegeben hat 59
KAPITEL 2
DIE ERFINDUNG DER MODERNEN DEMOKRATIE 63
Die Gesellschaft der Gleichen 63
Die Neuerfindung des Glaubens 69
Nord-Süd-Konflikt: Die gespaltene Republik 74
Mobs, Straßenprotest, ziviler Ungehorsam 82
Der Kollaps der amerikanischen Demokratie 89
Wiedergeburt und Verlust der Freiheit 96
Fazit: Die Spannung zwischen Demokratie, Freiheit und Einheit 103
KAPITEL 3
PURSUIT OF HAPPINESS: DAS GUTE LEBEN 109
Ein mächtiges Denkmal der Freiheit 109
Hülle und Fülle: Das Leben im Übermaß 112
Das gigantische industrielle Herz der Moderne 117
Großraum und Westexpansion 120
Kein schöner Land: Unterwerfung und Schutz 127
Kühlschränke für alle: Die Konsumgesellschaft 135
Fazit: Fülle und Knappheit als Problem 143
KAPITEL 4
DEMOKRATISCHE WELTHERRSCHAFT: AMERIKANISCHER IMPERIALISMUS 149
Der große Krieg für den Frieden 149
Die Welt für die Demokratie sicher machen 152
Die expandierende Hemisphäre der Freiheit 156
Imperialismus und Kolonialverbrechen 160
Der Triumph des Internationalismus im Zweiten Weltkrieg 164
Das Arsenal der Demokratie 168
Der Weg in den Kalten Krieg 173
Der nationale Sicherheitsstaat 178
Die Sündenfalle des demokratischen Imperialismus 184
Der amerikanische Angriffskrieg in Vietnam 189
Die einzige verbleibende Supermacht 193
Hybris: Der 11. September und seine Folgen 199
Fazit: Ein Imperium im Widerspruch zu sich selbst? 204
KAPITEL 5
FEGEFEUER: MARKT, STAAT UND KAPITALISMUS 209
Egoismus ist gut: Die Dystopie des Marktes 209
Amerikas Staat schützt die Starken 214
Progressivismus, Populismus und Liberalismus 217
Ein verzögerter Wohlfahrtsstaat? 221
Aufstieg und Fall der neoliberalen Ordnung 228
Fazit: Marktexperimente – Wirtschaft, Demokratie und Staat 237
KAPITEL 6
DER GROSSE SINNSTIFTER: HEGEMONIE UND WIDERSTAND 243
Kultur, Kommerz und die Ambivalenzen der Befreiung 243
Populärkultur, Massenmärkte und Politik 247
Kulturelle und intellektuelle Unabhängigkeitserklärungen 251
Pluralismus als Markenkern 255
Amerikanisierung und kultureller Imperialismus 260
Ein Weltreich auch der schönen Künste 267
Medienrevolutionen: Dominanz des Kommerziellen 274
Die Repolitisierung des Glaubens 281
Kulturkriege und die Angst vor der Diversität 286
Fazit: Träume und Albträume für die Welt 294
SCHLUSS
UNABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNGEN NACH 250 JAHREN 301
DANK 313
ANMERKUNgen 315
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