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Die Welt des Buddha
Philipp von Zabern Verlag
EAN: 9783805336659 (ISBN: 3-8053-3665-9)
212 Seiten, hardcover, 23 x 29cm, Oktober, 2006
EUR 39,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Rezension
Das Thema „Buddhismus“ ist im Gymnasium Gegenstand des Religions- oder des Ethik- bzw. Philosophieunterrichts. Als hervorragende Einführung in diese Religion eignet sich der Maler und Bildhauer Bernd Günter Rosenheim verfasste Band „Die Welt des Buddha. Frühe Stätten buddhistischer Kunst in Indien“ aus dem Jahre 2006. Sein Werk basiert auf die von ihm verfassten Drehbücher für die zehnteilige Sendereihe „Die Welt des Buddha“. Der Künstler, nach ihm ist auch die Bernd-Rosenheim-Stiftung benannt, gibt in seinem Buch zunächst einen Überblick über „Leben und Lehre“ Buddhas. Rosenheim stellt an den Anfang die Vorgeburtserzählung Buddhas über den Elefanten Shaddanta. Auch für den Laien verständlich werden in den folgenden Abschnitten Stationen aus dem Leben Buddhas beschrieben und Grundbegriffe des Buddhismus erläutert. In den weiteren Kapiteln seines Buches widmet sich der Künstler der buddhistischen Höhlenkunst, die in 233 faszinierenden Farbabbildungen und ausführlichen Interpretationen vorgestellt wird. Dabei wird unterschieden zwischen der Höhlenkunst des älteren Buddhismus ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. und der des späteren Buddhismus seit dem ersten Jahrhundert v. Chr.. Darunter befinden sich auch erstmals professionelle Fotografien von den Wandmalereien in den Grottentempeln von Ajanta. Besondere Erwähnung verdienen auch die 78 von Rosenheim selbst angefertigten Handzeichnungen von buddhistischer Kunst. Rosenheim gelingt es in seinem Werk, durch hervorragendes Bildmaterial, luzide Interpretationen einzelner Kunstwerke und Nacherzählungen der heiligen Texte zugleich eine Kulturgeschichte des Buddhismus Indiens nachzuzeichnen. Ein Glossar am Ende des Buches enthält kurze Erläuterungen zahlreicher im Text genannter buddhistischer Begriffe.
Der Künstler demonstriert mit seinem ästhetisch äußerst gelungenen Werk die kulturelle Vielfalt unserer Welt und die Grenzen eines Eurozentrisms. Das mit exzellenten Bildmaterialien ausgestattete Buch „Die Welt des Buddha“ aus dem „Verlag Philipp von Zabern“ ist ein einführendes Werk in die buddhistische Weltanschauung, ein Kunstkatalog zum Buddhismus mit erstmals gedruckten Fotografien und eine (religions)wissenschaftliche Forschungsabhandlung zugleich.
Dr. Marcel Remme, für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Erstmals in einem reich bebilderten Band: Architektur, Reliefs, Figurenschmuck und Malerei aus der indischen Frühphase des Buddhismus in Indien
In den Grottenheiligtümern Indiens finden sich nicht nur die frühesten Zeugnisse der indischen, sondern der buddhistischen Kunst überhaupt. Zunächst Behausung wandernder Asketen und Bettelmönche, erfuhr die rohe Wohnhöhle eine Entwicklung, die zu Gipfelleistungen der Weltkunst führte. Die Bildhauer-Architekten schlugen ganze Kathedralen aus dem Fels, vergleichbar nur noch mit einigen Höhlentempeln Altägyptens. Diese frühe buddhistische Kunst ist einem breiten Publikum im Westen weitgehend unbekannt, ebenso wie die Glaubensvorstellungen, aus denen sie erwuchs. Durch Nacherzählungen der heiligen Texte – in ihrer Bedeutung mit unseren Bibeltexten vergleichbar – vermittelt der Autor Inhalt und Wesen der Kunstwerke. Ergänzt durch seine Handzeichnungen und Rekonstruktionen verlorener Wandmalereien sowie reichem Fotomaterial bietet der Band einzigartige Einblicke in die Welt des frühen Buddhismus.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Vorworte 9
Einleitung 13
Leben und Lehre 14
Frühe Stätten buddhistischer Kunst 27
Die ältesten Höhlen 28
Die frühen Großhöhlen 30
Die Klassik der frühbuddhistischen Kunst 58
Die Höhlenkunst des späteren Buddhismus 73
Rückblick und Ausblick 205
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