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Die Fugger in Augsburg Kaufherrn, Montanunternehmer, Bankiers und Stifter
Die Fugger in Augsburg
Kaufherrn, Montanunternehmer, Bankiers und Stifter




Martin Kluger

Context Verlag Augsburg
EAN: 9783939645634 (ISBN: 3-939645-63-X)
264 Seiten, paperback, 12 x 21cm, August, 2013, 312 Abbildungen

EUR 14,80
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die Augsburger Fugger:

Kaufherrn, Kaisermacher und Kunstförderer Jakob Fugger war das große Wirtschaftsgenie der Frühen Neuzeit und der reichste Unternehmer im Reich. Der Augsburger Kaufherr und Bankier schuf einen europaweit tätigen Handels-, Textil-, Banken-, Bergbau- und Metallkonzern. Er war an frühen Handelsfahrten nach Indien und zu den Molukken beteiligt. Jakob Fugger finanzierte die Kaiserkronen Maximilians I. und Karls V.

Er ließ für vier Päpste Münzen prägen. Er gab außer den Habsburgern und der Kurie auch den Königen von England, Ungarn, Portugal und Dänemark Kredite. Unter Jakob Fuggers Neffen und Nachfolger Anton Fugger – er finanzierte sogar die reichen Medici in Florenz – erreichte das Firmenkapital den höchsten Stand. Bis heute spricht man vom „Zeitalter der Fugger“. Jakob Fugger brachte mit der Fuggerkapelle in der Annakirche und dem Damenhof in den Fuggerhäusern die Renaissance nach Augsburg und damit nach Deutschland. Und er stiftete die Fuggerei, heute die älteste Sozialsiedlung der Welt. Auch spätere Fugger machten sich als Kunstförderer und Mäzene einen Namen. Kunst in Augsburger Kirchen und in den Fuggerhäusern, aber auch Monumentalbrunnen belegen, wie die Fugger neue Ideen und innovative Künstler aus Italien über die Alpen holten.
Rezension
Augsburg und die Fugger - das ist eine Einheit, wie noch heute unschwer im Stadtbild zu erkennen ist. Jakob Fugger "der Reiche" und seine Nachfolger waren die "Krupps" der Frühen Neuzeit um 1480. Das Wissen um den Wert der Metalle Kupfer, Quecksilber, Blei, Gold und Silber und um die Optimierung der Kreditwirtschaft in Verbindung mit dem Montanwesen war es, das die Fugger reich werden ließ. Die Heimatstadt Augsburg zeugt noch heute von dem sagenhaften Reichtum der Fugger: Die Fuggerkapelle in St. Anna war der erste Renaissancebau Deutschlands, die Fuggerei ist heute die älteste Sozialsiedlung der Welt. Dorthin und in weitere 25 Orten in der Fuggerstadt Augsburg leitet dieser Kulturreiseführer.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Der Augsburger Martin Kluger, Jahrgang 1957, befasst sich seit etlichen Jahren intensiv mit Städte- und Kulturtourismus. Seit dem Jahr 2003 entstanden u.a. mehrere Stadtführer (Augsburg, Nürnberg, Regensburg, Ulm, Donauwörth) sowie Führer zu Reisezielen entlang der Deutschen Donau oder im bayerischen Schwaben. Mehrere Kulturreiseführer leiten zu den Sehenswürdigkeiten und zur Geschichte der Fugger und der Mozarts. Kluger konzipierte außerdem das „Fuggereimuseum“ (2006) und den „Weltkriegsbunker in der Fuggerei“ (2008) in der ältesten Sozialsiedlung der Welt, er war darüber hinaus an der Planung und Gestaltung des „Lechmuseums Bayern“ in Langweid (2008) beteiligt.

Martin Kluger setzte sich in mehreren Publikationen mit dem Thema Fugger auseinander. 2009 erschien von ihm der Bildband „Jakob Fugger (1459 – 1525). Sein Leben in Bildern", 2010 das Taschenbuch „Fugger – Italien: Geschäfte, Hochzeiten, Wissen und Kunst – Geschichte einer fruchtbaren Beziehung“ sowie 2011 der Bildband „Die Bank der Fugger. Ein glanzvolles Kapitel europäischer Wirtschaftsgeschichte". Zwei umfangreiche Bände befassen sich mit der Geschichte der Fugger, den zahlreichen mit ihrer Geschichte verbundenen Herrschaftsorten, Baudenkmälern und Kunstwerken: Auf der Basis von vier Vorgängerauflagen erschien 2013 das 264 Seiten starke Taschenbuch „Die Fugger in Augsburg: Kaufherrn, Montanunternehmer, Bankiers und Stifter", bereits 2012 wurde „Die Fugger um Augsburg, München und Ulm. Adel, Schlösser und Kirchen" (504 Seiten) herausgegeben. Denkmalführer zu Spuren der Fugger verfasste Martin Kluger mit den Titeln „Die Fuggerei. Ein Führer durch die älteste Sozialsiedlung der Welt" (2009) sowie „St. Thekla Welden" (2012).

In englischer Sprache erschien 2014 das von der Regio Augsburg Tourismus GmbH herausgegebene Taschenbuch "Fugger Dynastie in Augsburg. Merchants, Mining Entrepreneurs, Bankers and Benefactors".

2011, und bereits im Januar 2013 in zweiter Auflage, erschien von Martin Kluger „Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg", das Begleitbuch zur Interessenbekundung der Stadt Augsburg als UNESCO-Welterbe. 2013 verfasste Kluger den vertiefenden Folgeband „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg. Die historische Augsburger Wasserwirtschaft und ihre Denkmäler im europaweiten Vergleich". Im März 2014 wurde im Kulturpark Rotes Tor die von Kluger konzipierte und vom context verlag gestaltete Ausstellung „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg" eröffnet.

Zusammen mit dem Neusässer Fotografen Wolfgang B. Kleiner verfasste er den Bildband „AUGSBURG. 2000 Jahre in Bildern“. Im Herbst 2008 ist der Bildband „Welterbe Regensburg. Zwei Jahrtausende in Bildern“ erschienen. Ende 2009 erschien der gemeinsam gestaltete Bildband „Bad Hindelang im Allgäu".

Insgesamt verfasste Martin Kluger mehr als 25 Bücher, die in bis zu sechs Folgeauflagen herausgegeben und in einer Stückzahl von circa 250.000 Exemplaren (Stand Anfang 2014) verlegt wurden.

Zu 27 Orten in der Fuggerstadt Augsburg führt der neue Kulturreiseführer „Die Fugger in Augsburg. Kaufherrn, Montanunternehmer, Bankiers und Stifter“. Neben allseits bekanntem wie der Fuggerei, der Fuggerkapelle in St. Anna oder den Fuggerhäusern leitet das Taschenbuch auch den zu weit weniger geläufigen Sehenswürdigkeiten der Augsburger Familie. So werden in diesem Buch erstmals die seit Jahrhunderten vergessenen und seitdem übersehenen Darstellungen Jakob Fuggers „des Reichen“ und seines Neffen und Nachfolgers Anton Fugger auf einem Flügelbild der Fuggerorgel (Artikel) in St. Ulrich und Afra vorgestellt.

Das erste Kapitel des neuen Buchs führt auf knapp 100 Seiten abseits der üblichen Klischees und reich bebildert durch die Geschichte der Familie. Denn nicht mit Weberei, Gewürz- oder gar Ablasshandel, sondern vor allem mit ihren Engagements im Montanwesen und den damit verbundenen politischen Krediten wurden die Fugger sagenhaft reich. Exkurse nach Tirol, in die Slowakei und Spanien mit teils noch nie gezeigten Fotografien ergeben neue Einblicke in die oft verzeichnete Geschichte Jakob Fuggers und seiner Nachfolger.
Inhaltsverzeichnis
Die Fugger und ihre Geschichte 10

Anfänge der Fugger: Handel mit Baumwolle und frühe Bankgeschäfte 12

Hans Fugger wandert in Augsburg ein 16
Die zweite Generation:Jakob Fugger d.Ä. 20
Jakob Fugger „der Reiche" und seine Brüder 21
Erste Faktoreien in Venedig und Nürnberg 23
Das Know-how der Fugger kam aus dem Süden 24

Silber aus Tirol, Kupfer aus Ungarn: die Fugger als Montanunternehmer 28

Kredite für den Tiroler Erzherzog 29
Die Fugger finanzieren die Heirat Maximilians I. 30
Der Fugger'sche Bergbau in Oberungarn 31
Die Fugger werden Bankiers der Päpste 32
Die Fugger in Portugal und Indien 33
Metalle und Kredite: das Erfolgsmodell der Fugger 38

Aufstieg in den Adel, die große Krise und drei Stiftungen Jakob Fuggers 48

Die Fuggerfirma steht vor dem Bankrott 49
Die Fuggerkapelle entsteht 50
Jakob Fugger lässt die Fuggerhäuser bauen 52
1521: Jakob Fugger stiftet die Fuggerei 52
1519 stirbt Kaiser Maximilian I. 55
Die Fugger in Rom: Kredite, Münzen und Ablässe 56

Kredit für das Weltreich Karls V. - spanisches Quecksilber für die Fugger 62

Wahlgelder für die Stimmen der Kurfürsten 63
Kredit für eine Hochzeit 64
Die spanischen Bergwerke der Fugger 64
Schatten über Jakob Fuggers letzten Jahren 66
Der Tod Jakob Fuggers „des Reichen" 69
Die Fugger in Spanien: Zinnober und Quecksilber 70

Anton Fugger im Zenit des Erfolgs - und der „Dank des Hauses Habsburg" 74

„Sacco di Roma" - das Ende der Faktorei in Rom 75
Ungarns König stirbt im Kampf gegen die Türken 76
Die Stephanskrone fällt an die Habsburger 76
Der Vertrag für eine Kolonie in Südamerika 78
Anton Fuggers Haft im Stadtturm 79
Die Fuggerfirma erreicht 1546 ihr bestes Ergebnis 81
Großkredite während des Schmalkaldischen Kriegs 82
Fuggers Kredit beendet den Fürstenaufstand 83
Mit Anton Fuggers Tod endet ein Zeitalter 83
Die Faktoreien und Seehandelswege der Fugger 84

Erinnerungen in Schlössern, Kirchen und der Augsburger Fuggerei 90

Glanz und Elend der Erbengeneration 91
Gewaltige Verluste der Fugger in Spanien 92
Die Fugger heute 95
Die Herrschaftskomplexe der Fugger 96

Sehenswürdigkeiten der Fugger in Augsburg 99

In der Fuggerstadt: die Fuggerei, Fuggerhäuser und Fuggerkapellen 101

Die Fuggerei 102

Das Senioratsgebäude der Fuggerei 112
Die Leonhardskapelle im Senioratsgebäude 112
Das Administrationsgebäude der Fuggerei 113
St. Markus in der Fuggerei 114
Das Fuggereimuseum 120
Das Museum im Weltkriegsbunker in der Fuggerei 122
Die Schauwohnung in der Fuggerei 123
Auf den Spuren der Fugger durch Augsburg 124

Dic Franziskanerklosterkirche St. Maximilian 125

In St. Peter am Perlach 126

Im Goldenen Saal des Rathauses 128

Der Augustusbrunnen 130

Das Fuggerhaus am Heu-und Rindermarkt 134

Die Fuggerkapelle in St. Anna 136

Das Meuting-Epitaph in der St.-Anna-Kirche 148
Martin Luther und die Reformation in Augsburg 150

Das Fuggerdenkmal 152
Kein Augsburger Denkmal für Jakob Fugger 153

In der Kirche St. Moritz 154
Eine Gedenktafel für Jakob und Anton Fugger 157

Der Merkurbrunnen 158

Die Fuggerhäuser am Weinmarkt 160
Der Turnierhof in den Fuggerhäusern 164
Der Zofenhof in den Fuggerhäusern 166
Der Damenhof in den Fuggerhäusern 166
Der Serenadenhof in den Fuggerhäusern 168
Die Badstuben in den Fuggerhäusern 170
Der Fuggerkamin im Hotel „Drei Mohren" 175

Der Herkulesbrunnen 176

In der ehemaligen Klosterkirche St. Katharina 178
Das ehemalige Kloster St. Katharina 180

Im Kreuzgang des Klosters St. Katharina 181

In der ehemaligen Klosterkirche St. Magdalena 184

Das Wohnhaus Philipp Eduard Fuggers 188
Ein früheres Fuggerhaus: das Kathanhaus 189

Fünf Fuggerkapellen in St. Ulrich und Afra 190
Die Georgskapelle in St. Ulrich und Afra 198
Die Andreaskapelle in St. Ulrich und Afra 202
Die Benediktuskapelle in St. Ulrich und Afra 208
Die Bartholomäuskapelle in St. Ulrich und Afra 210
Die Michaelskapelle in St. Ulrich und Afra 214
Die Fuggerorgel in St. Ulrich und Afra 218

Die Jakob-Fugger-Büste an Holls Geburtshaus 224
Der Stadtwerkmeister Flics Holl 225

In St. Margareth 227

Die Friedhofskirche St. Michael 228

Ihrs Rubensgemälde in der Heilig-Kreuz-Kirche 231
Erinnerungen an Kaiser Maximilian I. 232

Spuren der Fugger im Dom 236
Der Canisius-Altar im Dom 236
Die Antoniuskapelle im Dom 238
Im Diözesanmuseum St. Afra 240

Ein ehemaliges Fugger'sches Lagerhaus 240

Im Kleinen Goldenen Saal 242
Die Augsburger Mozarts und die Fugger 245

Fuggerschloss Wellenburg 248
Die Radegundissäule in Wellenburg 250
Das Fuggerschlösschen in Göggingen 252

St. Remigius in Bergheim 253
Gut und Herrenhaus Bannacker 254

Quellen (Auswahl) 256
Dank 260
Bildnachweis 261
Impressum 264