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88 Fragen und Antworten zur NPD
Weltanschauung, Strategie und Auftreten einer Rechtspartei - und was Demokraten dagegen tun können
unter Mitarbeit von: Robert Andreasch, Reiner Becker, David Begrich, Gideon Botsch, Friedemann Bringt, Roland Brust, Henning Buse, Christian Dornbusch, Uta Döring, Martin Dulig, Gabi Elverich, Michael Fichter, Hajo Funke, Wolfgang Gessenharter, Claudia Globisch, Benno Hafeneger
Fabian Virchow, Christian Dornbusch (Hrsg.)
Wochenschau Verlag
EAN: 9783899743654 (ISBN: 3-89974-365-2)
336 Seiten, paperback, 12 x 19cm, 2008
EUR 24,80 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Bürgernah und verbindlich tritt die NPD den Bürgern in Wahlkämpfen und an Infoständen gegenüber; doch hinter der Selbstdarstellung als seriöse politische Kraft verbergen sich Rassismus, Antisemitismus und die Verharmlosung der NS-Verbrechen. Nach dem Einzug in die Landtage von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern will die NPD nun auch - gestützt auf ihre Absprachen mit der DVU und in Netzwerken organisierten Neonazis - im Westen in die Landtage einziehen; ihr offensives Auftreten wird begleitet vom Ausbau der Partei-Infrastruktur, der Schulung von Kadern und gezielten politischen Provokationen. Nach dem einstweiligen Scheitern des Verbotsverfahrens gegen die NPD ist die Zivilgesellschaft gefordert, die NPD und ihre Ideologie zurückzudrängen. In diesem Sinne bietet der vorliegende Band eine rasche Orientierung zu wichtigen Aspekten der organisatorischen Entwicklung und des politischen Auftretens, zu Programmatik und Personal der NPD. Der Band versammelt zahlreiche ausgewiesene Experten und Expertinnen und gibt den aktuellen Forschungsstand allgemeinverständlich wieder. Er schließt mit zahlreichen Anregungen, wie der NPD in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen begegnet werden kann.
Rezension
Verbote gegen die NPD sind strittig, bedeutsamer ist die Auseinandersetzung; denn die demokratische Zivilgesellschaft ist gefordert, sich aktiv und deutlich mit Rassismus, Antisemitismus und der Verharmlosung der NS-Verbrechen auseinanderzusetzen. Das ist auch eine bedeutsame Aufgabe von Schule. Dieses umfangreiche Buch bietet dazu reichhaltiges Material und setzt sich umfassend mit Geschichte, Weltanschauung, Strategie, Infrastruktur, Bündnispartner und Personal der NPD sowie Möglichkeiten aktiver Anti-NPD-Arbeit auseinander. Das scheint wichtiger denn je, denn die Rechts-Nationale rüstet zum Einzug auch in westdeutsche Landesparlamente.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Zu den Autoren
Robert Andreasch, 1973, Studium der Humanmedizin, Soziologie, Sozialpsychologie und Pädagogik, arbeitet an der Ludwig-Maximilians-Universität München und als freiberuflicher Journalist, zahlreiche Beiträge über die extreme Rechte in Süddeutschland für Printmedien sowie Radio und Fernsehen.
Reiner Becker, 1971, Dr. phil., studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Göttingen und Marburg, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität Marburg, jüngste Veröffentlichungen ‚Ein normales Familienleben. Interaktion und Kommunikation zwischen rechten Jugendlichen und ihren Eltern‘ (2007) und gemeinsam mit Benno Hafeneger ‚Rechte Jugendcliquen. Zwischen Unauffälligkeit und Provokation. Eine Studie‘ (2007).
David Begrich, 1972, ist Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. in Magdeburg und beschäftigt sich vor allem mit neonazistischen Gruppierungen.
Gideon Botsch, 1970, Dr. phil., Politikwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses-Mendelssohn-Zentrum, Universität Potsdam, Forschungsschwerpunkt ‚Antisemitismus- und Rechtsextremismusforschung’. Jüngste Veröffentlichung ‚Rechtsextremismus in Brandenburg. Handbuch für Analyse, Prävention und Intervention’, herausgegeben mit J.H. Schoeps, C. Kopke und L. Rensmann, Berlin, 2007.
Friedemann Bringt, 1972, Sozialpädagoge, Fachreferent und Projektleiter der Mobilen Beratungsteams im Kulturbüro Sachsen e.V. gegen Rechtsextremismus, verschiedene Veröffentlichungen zum Thema, u. a. zusammen mit Lorenz Korgel: Wahrnehmen - Deuten - Handeln. Strategien im Umgang mit Rechtsextremismus (2005).
Roland Brust, 1979, Student der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Friedrich C. Burschel, 1972, Historiker und Politologe, von 2003-2006 Leiter der ‚Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus‘ bei Radio LOTTE Weimar, als deren Redaktionsleiter er neben seiner Tätigkeit als freier Publizist in München er fungiert. Er ist u. a. Mitautor von ‚Nur ein Toter mehr… Alltäglicher Rassismus in Deutschland und die Hetzjagd von Guben’.
Buse, Henning, 1967, Journalist mit Schwerpunkt ‚Extreme Rechte und Internet‘ & Netzpolitik, Herausgeber vom ‚informationsdienst für antifaschismus und antirassismus (idafar)’
Christian Dornbusch, 1970, Promotionsstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Heinreich-Heine-Universität Düsseldorf, Arbeitsschwerpunkt Jugend- und Kultursoziologie sowie Rechtsextremismus, schreibt regelmäßig für die Zeitschrift ‚Der Rechte Rand‘ und veröffentlichte 2006 ‚RechtsRock - Made in Thüringen‘ sowie gemeinsam mit Hans-Peter Killguss ‚Unheilige Allianzen Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus’.
Uta Döring, 1961, Dr. phil, Studium der Politischen Wissenschaften und Geschichte in Freiburg und Berlin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im International Knowledge Network for Sustainable Development (IKN-Network) an der TU-Berlin in Kooperation mit der UMC Potsdam - University of Management and Communication (FH), jüngste Veröffentlichung: „Angstzonen. Rechtsdominierte Orte aus medialer und lokaler Perspektive“, Wiesbaden 2007.
Martin Dulig, 1974, studierte Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik in Dresden, seit 2004 Abgeordneter des Sächsischen Landtags und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Bildungs- und Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und stellv. Vorsitzender des Netzwerks für Demokratie und Courage e.V.
Gabi Elverich, 1972, Lehramtsstudium in Göttingen, Promotion zum Thema ‚Demokratische Schulentwicklung - Potenziale und Probleme einer Interventionsstrategie gegen Rechtsextremismus’, Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus, politische Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Antidiskriminierung, Rechtsextremismus und Demokratieentwicklung.
Michael Fichter, 1946, promovierter Politikwissenschaftler, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Nationale und Internationale Gewerkschaftspolitik am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin. Lehre und Forschung zur Europäisierung und Globalisierung der Arbeitsbeziehungen.
Hajo Funke, 1944, Professor für Politik and Kultur am Institut für Politische Wissenschaft, Freie Universität Berlin, veröffentlichte 2002 ‚Paranoia und Politik. Rechtsextremismus in der Berliner Republik‘ (Berlin) 2006 ‚Gott Macht Amerika. Ideologie, Religion und Politik der us-amerikanischen Rechten‘ (Berlin).
Wolfgang Gessenharter, 1942, emerit. Professor für Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, zuletzt veröffentlicht ‚Der Schmittismus der ‚Jungen Freiheit‘ und seine Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz’, in: Stephan Braun & Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung ‚Junge Freiheit’, Wiesbaden, 2007.
Claudia Globisch, 1977, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Erlangen, letzte Veröffentlichung ‚Gegenwärtige linke und rechte Semantiken zwischen Antisemitismus, antisemitischem Antizionismus und Israelfeindschaft’, in ‚Die Natur der Gesellschaft. Verhandlungsband des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006’, herausgegeben von Karl-Siegbert Rehberg, Frankfurt/Main, 2007.
Benno Hafeneger, 1948, Dr. phil., Professor für Erziehungswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg; letzte Veröffentlichungen ‚Rechte Jugendcliquen. Zwischen Unauffälligkeit und Provokation‘ (2007) zusammen mit Reiner Becker, sowie ‚Zivilgesellschaftliches Engagement gegen die extreme Rechte in Hessen‘ (2007), zusammen mit M. Frölich, C. Kaletzsch und H. Oppenhäuser.
Alexander Häusler, 1963, Sozialwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter der Arbeitsstelle Neonazismus an der FH-Düsseldorf, aktuelle Veröffentlichungen ‚Kommunales Integrationskonzept Oberhausen’, herausgegeben von der Stadt Oberhausen, 2007, sowie ‚Rechtspopulismus im Mantel einer Bürgerbewegung’, herausgegeben vom Migrationsrat der Stadt Oberhausen, 2007.
Cordelia Heß, 1977, promovierte Historikerin, derzeit Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg, Mitarbeit im ‚Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus’, Mitherausgeberin und -autorin von ‚Braune Schwestern? Feministische Analysen zu Frauen und Rechtsextremismus‘ (2005).
Alexander Hoffmann, 1965, Rechtsanwalt aus Kiel mit den Schwerpunkten Straf-, Polizei-, Presserecht und aktiv in antifaschistischen Initiativen, ist seit zehn Jahren mit Versammlungsrechtlichen Fragen und Nebenklagen im Kontext neonazistischer Aktivitäten befasst.
Hans-Gerd Jaschke, 1952, Dr. phil, seit 1996 Professor für Politikwissenschaft an der FHVR Berlin, zwischenzeitlich 2002-2007 Leiter FB Rechts- u. Sozialwissenschaften an der Deutschen Hochschule der Polizei Münster, letzte Veröffentlichung ‚Perspectives of Police Science in Europe’, mit T. Björgö, F. del Barrio Romero, C. Kwanten, R. Mawby, M. Pagon, Bramshill, United Kingdom, 2007.
Ulli Jentsch, 1964, freier Journalist und Bildungsarbeiter, seit 2001 Mitarbeiter, derzeit als Projektleiter des ‚Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin‘ (apabiz), diverse Artikel zur Thematik extreme Rechte, zuletzt ‚Spurensuche: Rechte Symbole im Straßen- und Stadtbild’, in Polis, Nr. 1, 2007.
Helmut Kellershohn, 1949, Oberstudienrat an einem Moerser Gymnasium, Mitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS), diverse Veröffentlichungen zur Neuen Rechten und zum Neokonservatismus.
Rena Kenzo, 1966, Autorin und Journalistin, arbeitet seit Jahren speziell zu Mädchen und Frauen in der extremen Rechten in Deutschland und international.
Hans-Peter Killguss, 1975, Studium der Erwachsenenbildung und der Politikwissenschaft in Köln, arbeitet in der antirassistischen Jugendbildungsarbeit, derzeit im gewerkschaftlichen Verein mach meinen kumpel nicht an!’, letzte Veröffentlichung zusammen mit Christian Dornbusch ‚Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus‘ (2006).
Andreas Klärner, 1970, Dr. phil., Soziologe, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, letzte Veröffentlichungen: ‚Moderner Rechtsextremismus in Deutschland‘ (2006), herausgegeben gemeinsam mit Michael Kohlstruck, sowie ‚Rechtsextremismus, die soziale Frage und Globalisierungskritik‘ (2006), gemeinsam mit Thomas Grumke.
Bianca Klose, 1973, Studium der Politologie, Soziologie und Germanistik, seit 2001 Leiterin der ‚Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR)‘ und seit 2003 Geschäftsführerin des ‚Vereins für demokratische Kultur e.V.’, konzipierte und veröffentlichte zuletzt die Broschüre ‚Integrierte Handlungsstrategien zur Rechtsextremismus-Prävention und -Intervention bei Jugendlichen. Hintergrundwissen und Empfehlungen für Jugendarbeit, Kommunalpolitik und Verwaltung‘ (2006).
Christoph Kopke, 1967, Politikwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses-Mendelssohn-Zentrum, Universität Potsdam, Forschungsschwerpunkt ‚Antisemitismus- und Rechtsextremismusforschung’, jüngste Veröffentlichung ‚Rechtsextremismus in Brandenburg. Handbuch für Analyse, Prävention und Intervention’, herausgegeben mit J.H. Schoeps, G. Botsch und L. Rensmann, Berlin, 2007.
Felix Krebs, 1964, Facharzt für Anästhesiologie, schreibt seit Ende der 1980er Jahre für antifaschistische Zeitschriften wie ‚Antifaschistische Nachrichten‘ (Köln), ‚Antifa Infoblatt‘ (Berlin), ‚Der Rechte Rand‘ (Hannover) und war Autor in ‚… und er muss deutsch sein… Geschichte und Gegenwart der studentischen Verbindungen in Hamburg’, herausgegeben von Anke Beyer et.al. (2000).
Ralf Ptak, 1960, Dr., Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, lehrt Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln, jüngste Veröffentlichung: ‚Grundlagen des Neoliberalismus’, in: Christoph Butterwegge, Bettina Lösch und Ralf Ptak: Kritik des Neoliberalismus, Wiesbaden 2007
Jan Raabe, 1965, Dipl. Sozialpädagoge, Arbeitsschwerpunkt rechte Jugendkulturen und Musik, tätig in der Jugendarbeit, Referent für Argumente & Kultur gegen rechts e.V., zuletzt 'RechtsRock - Made in Thüringen’, 2006.
Peter Reif-Spirek, 1959, Politologe, stellv. Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, diverse Veröffentlichungen, u.a. ‚Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus und Gedenkstättenpädagogik’, in: Wolfgang Benz & Peter Reif-Spirek (Hrsg.): Geschichtsmythen. Legenden über den Nationalsozialismus. Berlin 2003.
Katrin Reimer, 1973, Diplom-Psychologin, bis März 2007 Mitarbeiterin der ‚Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus’, derzeit Promotion zur Weiterentwicklung antirassistischer Bildungsarbeit. Verschiedene Veröffentlichungen zu Strategien gegen die extreme Rechte, zuletzt mit Timm Köhler ‚Bildungsbaustein - Gegenargumente zu recht(sextrem)en Parolen mit Hinweisen für verschiedene Zielgruppen und Situationen’, in Friedrich-Ebert-Stiftung & Forum Berlin (Hrsg.): Bildungsmodul zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, 2007.
Birgit Rommelspacher, 1945, Professorin für Psychologie mit dem Schwerpunkt Interkulturalität und Geschlechterstudien an der Alice Salomon Hochschule Berlin (www.birgit-rommelspacher.de).
Andrea Röpke, 1965, Politologin, freie Journalistin Schwerpunkt Rechtsextremismus u.a. für ‚Panorama’, ‚Monitor‘ und ‚Kontraste’, gab gemeinsam mit Andreas Speit ‚Braune Kameradschaften‘ (2005, 2006) heraus und veröffentlichte jüngst: ‚Stille Hilfe für braune Kameraden. Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis‘ (2006), ‚Retterin der weißen Rasse. Rechtsextreme Frauen zwischen Straßenkampf und Mutterrolle‘ (2006).
Albert Scherr, 1958, Prof. Dr. habil. an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, neuere Veröffentlichungen u.a.: Bildung für die Einwanderungsgesellschaft, Berlin 2005 sowie ‚Ich habe nicht gegen Juden, aber …‘ Ausgangsbedingungen und Perspektiven der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Berlin 2007.
Christoph Schulze, 1979, Student der Kommunikationswissenschaft, schreibt freiberuflich als Journalist über die extreme Rechte in Brandenburg.
Andreas Speit, 1966, Diplom Sozialwirt, Freier Journalist, taz-Kolumnist zum Thema extreme Rechte und regelmäßig Autor für ‚taz’, ‚jungle world’, ‚Freitag’, ‚blick nach rechts‘ und ‚Der Rechte Rand’, zuletzt gemeinsam mit Andrea Röpke herausgeben ‚Braune Kameradschaften. Die militanten Neonazis im Schatten der NPD‘ (2005) sowie die Monographie ‚Mythos Kameradschaft. Gruppeninterne Gewalt im neonazistischen Spektrum‘ (2006).
Michael Sturm, 1972, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik (M.A.) an der Universität Göttingen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Leipzig, freier Mitarbeiter am Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster, Westfalen, verschiedene Veröffentlichungen zur Polizei- und Protestgeschichte der Bundesrepublik.
Fabian Virchow, 1960, Dipl.-Soziologe, Dr. rer. pol, Lehrbeauftragter und Vertretung einer Professur für Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg, veröffentlichte 2006 „Gegen den Zivilismus. Militär und Internationale Beziehungen in der Weltanschauung der extremen Rechten“ sowie „Dimensionen der ‚Demonstrationspolitik‘ der extremen Rechten in der Bundesrepublik“ in dem von Andreas Klärner und Michael Kohlstruck herausgegebenen Sammelband „Moderner Rechtsextremismus“ sowie zahlreiche Aufsätze zum Thema extreme Rechte in wissenschaftlichen Zeitschriften wie ‚Civil Wars’, ‚Patterns of Prejudice‘ und ‚Peace & Change’.
Thomas Weber, 1981, Student der Politikwissenschaft und Soziologie, freier Mitarbeiter bei Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.
Michael Weiss, 1966, arbeitet für das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum (apabiz) in Berlin, schreibt regelmäßig über die extreme Rechte mit Schwerpunkt rechte Jugendkulturen, veröffentlichte 2002 ‚Deutschland im Herbst‘ im Sammelband ‚RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien’.
Volker Weiß, 1972, Literaturwissenschaftler und Historiker, Promotionsstipendiat des Evangelischen Studienwerks e.V. Villigst und Mitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V., jüngste Veröffentlichung der mit Sarah Speck herausgegebene Sammelband ‚Herrschaftsverhältnisse und Herrschaftsdiskurse, Essays zur dekonstruktivistischen Herausforderung kritischer Gesellschaftstheorie’, Berlin 2007.
Paul Wellsow, 1977, Politikwissenschaftler, Mitarbeiter einer Abgeordneten im Thüringer Landtag, Erfurt.
Volkmar Wölk, 1952, lebt als wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Landtagsabgeordneten und Publizist im sächsischen Grimma. Zahlreiche Buchbeiträge und Zeitschriftenartikel zur extremen Rechten, regelmäßige Mitarbeit am Magazin ‚Der Rechte Rand’.
Inhaltsverzeichnis
I. Entwicklung
Was stand am Anfang der NPD? Ch. Dornbusch
Worauf gründeten die ersten Erfolge der NPD? A. Häusler
Warum scheiterte der Einzug der NPD in den Bundestag 1969? A. Häusler
Was unterscheidet die heutige NPD von der NPD der 1960er Jahre? F. Virchow
II. Weltanschauung
Steht die NPD in der Tradition der NSDAP? Ch. Kopke
Welches Gesellschaftsmodell strebt die NPD an? V. Wölk
Welches Verständnis von Demokratie hat die NPD? G. Botsch
Welches Geschichtsbild hat die NPD? M. Sturm
Ist die NPD sozialistisch? F. Virchow
Wer sind die Götter der NPD? D. Begrich, T. Weber
Bildet der völkische Nationalismus das Fundament der NPD? H. Kellershohn
Ist die NPD antisemitisch? G. Botsch
Will die NPD ein ‚Viertes Reich‘? F. Virchow
Was hat die NPD gegen Amerika? R. Andreasch
Warum fordert die NPD „die Türkei den Türken“? C. Globisch
III. Strategie
Hat die NPD eine Strategie der Machtergreifung? F. Virchow
Was ist das Vier-Säulen-Konzept? Ch. Schulze
Was ist die „Volksfront von rechts“? A. Klärner
Welche Diskursstrategie verfolgt die NPD? F. Virchow
Was meint die Taktik der „Wortergreifung“? D. Begrich, T. Weber
Wie versucht die NPD Jugendliche anzusprechen? J. Raabe
Was verbirgt sich hinter der ‚Schulhof-CD‘? J. Raabe
Gibt es eine Intellektualisierung der NPD? F. Krebs
Was ist eine „national befreite Zone“? U. Döring
Sind die Jungen Nationaldemokraten die „revolutionäre Speerspitze“ der NPD? Ch. Dornbusch
Jugendarbeit der NPD - Schein oder Wirklichkeit? R. Becker
IV. „Kampf um die Straße“
Was bedeutet der „Kampf um die Straße“? R. Brust
Mit welchen Themen geht die NPD auf die Straße? F. Virchow
Wie sind NPD-Demonstrationen organisiert? F. Virchow
Wie ist das Verhältnis der NPD zur Gewalt? A. Speit
V. „Kampf um die Parlamente“
Wird die NPD aus Protest gewählt?F. Virchow
Wer wird für die NPD aufgestellt?Ch. Dornbusch
Was macht die NPD in den kommunalen Parlamenten? Ch. Dornbusch, F. Bringt
Was leistet die NPD in den Landtagen?V. Wölk
VI. Positionierungen
Welche Wirtschaftspolitik will die NPD?R. Ptak
Hat die NPD ein Bildungskonzept?F. Virchow
Wie will die NPD die Arbeitslosigkeit beseitigen?R. Ptak
Wie geht die NPD mit der Geschichte um? M. Sturm
Ist die NPD eine Umweltschutzpartei? F. Virchow, Ch. Dornbusch
Wie steht die NPD zur Europäischen Union? Ch. Dornbusch
Was hält die NPD von der Bundeswehr? F. Virchow
Wie steht die NPD zum Holocaust? M. Sturm
Worin bestehen die ausländerpolitischen Forderungen der NPD?Ch. Dornbusch
Vertritt die NPD die Interessen von Landwirten? Ch. Dornbusch
VII. Das Führungspersonal der NPD
Woher kommt Udo Voigt?A. Röpke
Ist Holger Apfel so harmlos, wie er aussieht?A. Speit
Ist Peter Marx der Strippenzieher im Hintergrund? A. Röpke, A. Speit
Ist Jürgen Werner Gansel der typische Karrierist der NPD?P. Wellsow
Ist Udo Pastörs der joviale NPD-Abgeordnete in Schwerin?A. Speit
Wird Andreas Molau ein führender Kopf der NPD? V. Weiß
Warum sorgt Manfred Börm für Sicherheit bei der NPD? A. Röpke
Ist Jürgen Rieger Anwalt, Finanzier oder Politiker? F. Krebs
Wer ist das Dreigestirn aus der Kameradschaftsszene in der NPD?J. Raabe
VIII. Geschlechterverhältnis
Welches Männerbild vertritt die NPD?R. Kenzo, F.Vichow
Welches Geschlechterbild vertritt die NPD? C. Heß
Wie ist das Verhältnis der NPD zur Emanzipation der Frauen? R. Kenzo
Was machen die Frauen in der NPD? R. Kenzo
Was verbirgt sich hinter dem Ring Nationaler Frauen (RNF)? G. Elverich
Welchen Stellenwert räumt die NPD der Familie ein? C. Heß
IX. Infrastruktur und Ressourcen
Wie ist die NPD aufgebaut? H.-P. Killguss
Wer finanziert die NPD? Ch. Schulze
Wie sieht der Propaganda-Apparat der NPD aus? H. Buse
Was macht der NPD-Ordnungsdienst? A. Röpke
Warum kauft die NPD Grundstücke und Gebäude? A. Röpke
Wie schult die NPD ihre Aktivisten? U. Jentsch
X. Bündnispartner
Hat das Bündnis mit der DVU Bestand? Ch. Kopke
Will die NPD die Republikaner beerben? V. Wölk
Was verbindet die NPD mit den neonazistischen Kameradschaften? A. Röpke, A. Speit
Sind Skinheads nützliche Idioten der NPD? M. Weiss
Was hat die NPD mit RechtsRockern zu tun? Ch. Dornbusch, M. Weiss, J. Raabe
Welche internationalen Kontakte hat die NPD? Ch. Dornbusch, F. Virchow
Droht ein Bündnis mit Islamisten? V. Weiß
XI. Verbotsdebatte
Haben nicht auch Neonazis ein Recht auf Meinungsfreiheit? W. Gessenharter
Welches waren die rechtlichen Bedingungen im NPD-Verbotsverfahren? A. Hoffmann
Würde ein Verbot der NPD schaden? F. Virchow
Drängt ein Verbot die NPD in den Untergrund? F. Virchow
XII. Der NPD entgegen treten
Welchen Stellenwert hat der kommunale Kontext? H. Funke
Was heißt eigentlich „die argumentative Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit suchen“? P. Reif-Spirek
Was kann soziale Arbeit bewirken? B. Hafeneger
Welchen Beitrag kann die politische Bildungsarbeit leisten? B. Hafeneger
Die NPD – ein Thema für den Unterricht? A. Scherr
Wie sollte der NPD im Parlament begegnet werden? M. Dulig
Wie kann der NPD auf der Straße begegnen werden? F. C. Burschel
Wie können Medien auf den Umgang der NPD mit der Presse reagieren? A. Speit
Wie kann der NPD im Wahlkampf begegnet werden? K. Reimer, B. Klose
Welche Aufgaben haben die Gewerkschaften? M. Fichter
Welche Möglichkeiten bieten Polizei und Justiz in der Auseinandersetzung mit der NPD? H.-G. Jaschke
Wie findet der Ausstieg aus der rechten Szene statt? B. Rommelspacher
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