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Wolfgang Huber Ein Leben für Protestantismus und Politik Mit einem Vorwort von Frank-Walter Steinmeier
Wolfgang Huber
Ein Leben für Protestantismus und Politik


Mit einem Vorwort von Frank-Walter Steinmeier

Philipp Gessler

Herder Verlag
EAN: 9783451064425 (ISBN: 3-451-06442-1)
288 Seiten, paperback, 12 x 19cm, 2017

EUR 12,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Kann ein Leben dichter, facettenreicher sein als das von Wolfgang Huber?

Wolfgang Huber hat sich stets eingemischt - eloquent, klug und pointiert. In der heutigen Zeit steht er für vieles, was wir für unsere Gesellschaft so dringend wünschen: Er ist ein Pfadfinder, der neugierig auf Menschen zugeht. Er ist intellektueller Denker und dabei leidenschaftlicher Streiter mit umfassender klassischer Bildung - weit über sein eigenes wissenschaftliches Feld hinaus - und besitzt dennoch Bodenhaftung. Heute sehnt sich die Gesellschaft nach Menschen, die Orientierung geben können; Wolfgang Huber ist so ein Mensch. Ja, ich baue darauf, dass

er sich weiter einbringt - gerade jetzt, in Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland, aber auch in Europa, wichtiger ist denn je. Wolfgang Huber ist für mich Ratgeber, Mahner und Wegweiser. Und: Er ist ein Freund. Für diese Freundschaft bin ich sehr dankbar.

Aus dem Vorwort von Frank-Walter Steinmeier

Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe
Rezension
Neben Margot Käßmann ist der ehemalige Bischof von Berlin-Brandenburg und EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Huber das womöglich bekannteste, jedenfalls aber profilierteste Gesicht des gegenwärtigen deutschen Protestantismus. Das ist nicht nur der kirchenleitenden Funktion Hubers geschuldet sondern auch seiner vorherigen akademischen Tätigkeit als Prof. in Marburg/L. und Heidelberg, als führender protestantischer (Sozial-)Ethiker und Mitglied des Ethikrats des Bundestags und seines ökumenischen Profils und Engagements. Theologisches, ethisches und politisches Engagement Hubers, der im Jahr 2017 seinen 75. Geb. beging, gründen u.a. auf der Theologie Dietrich Bonhoeffers und befreien sich damit vom Schatten der väterlichen Vergangenheit in Person eines führenden Staatsrechtlers im NS-Staat: Ernst Rudolf Huber. Diese Biographie zeigt Entwicklungen im Lebensweg ebenso auf wie grundlegende (theologische) Themen und Anliegen des früheren Ratsvorsitzenden der EKD.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die Biografie eines der profiliertesten deutschen Protestanten
Zum 75. Geburtstag von Wolfgang Huber
Ein Dokument deutscher Geschichte

Wolfgang Huber: Protestant mit Profil
Wolfgang Huber, der am 12. August 2017 75 Jahre alt wird, ist einer der profiliertesten und prominentesten Protestanten Deutschlands. Geboren im »Dritten Reich«, aufgewachsen im Nachkriegsdeutschland, beginnende Universitätslaufbahn in den 1968er-Jahren, Vordenker der Friedensbewegung, erster »Nach-Wende«-Bischof in Berlin, EKD-Ratsvorsitzender bis 2009, mehrfach im Gespräch für das Amt des Bundespräsidenten. Sein Wirken hatte und hat eine weit reichende Strahlkraft, sein Leben erzählt ein Stück deutscher Geschichte. In dieser überarbeiteten und aktualisierten Biografie zeichnet der taz- und Deutschlandfunk-Journalist Philipp Gessler das Bild eines evangelischen Denkers am Puls der Zeit.
»Ich habe Wolfgang Huber als jemanden kennengelernt, dem es gelingt, Brücken zwischen Menschen zu bauen, der Wege für Dialog gangbar macht, der Verbindendes schafft. Huber hat die wunderbare Fähigkeit, seine unterschiedlichen Berufe und Berufungen miteinander zu verweben und sie für andere nutzbar zu machen.« (Aus dem Vorwort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier)
Mit einem Vorwort von Frank-Walter Steinmeier
Philipp Gessler, geb. 1967, studierte Mittlere und Neue Geschichte, Theologie und Journalismus. Aufenthalte in Brasilien und Russland. Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalisten-Schule. Volontariat bei der Nachrichtenagentur ddp. Redakteur bei FOCUS, seit 1998 ist er Redakteur bei der taz in Berlin, Schwerpunkt/Reportage-Ressort.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort von Frank-Walter Steinmeier 9

A. DER LERNENDE

1. Der Vater: Ernst Rudolf Huber und der Schatten der Vergangenheit 14
2. Die Mutter: Tula Huber-Simons und die Härte gegen sich selbst 25
3. Kindheit und Jugend: Wolfgang Hubers Weg in den Glauben 35
4. Disziplin und Druck: Schul- und Studienjahre eines Professorensohns 44
5. Kara Huber: Vom Flüchtlingskind zur Bischofsfrau 53
6. Prägungen und Protest: Eine junge Pfarrerfamilie am Rande der 68er-Bewegung 68
7. Vorbild und Bruder im Geiste: Dietrich Bonhoeffer im Leben Wolfgang Hubers 76

B. DER LEHRENDE

8. Der Meisterschüler im Thinktank: Wolfgang Huber an der FEST 86
9. Kirche und Öffentlichkeit: Die Theologie Wolfgang Hubers 97
10. Frieden und Fernsehen: Wolfgang Huber in der Nachrüstungsdebatte 112
11. Basis und Elite: Ein Theologe als Manager des Kirchentags 122
12. Der junge Professor: Ein Star der politischen Theologie 130
13. Politik und SPD: Das Liebäugeln mit der Politik als Beruf 137

C. DIE PRAXIS

14. Die DDR und die Einheit: Wolfgang Hubers langer Weg in den Osten 146
15. Leitung und Lernen: Die Jahre als Bischof im »gottlosen« Berlin 152
16. Der verlorene Kampf: Wolfgang Huber und der Religionsunterricht 167
17. Der Bischof der Berliner Republik: Wolfgang Huber als EKD-Ratsvorsitzender 175
18. Reform und Renitenz: Das Impulspapier »Kirche der Freiheit« 185

D. DIE THEMEN

19. Herzenssache und Profilsuche: Wolfgang Huber und die Ökumene 198
20. Frömmigkeit und Fundamentalismus: Die Evangelikalen und der Kirchenmann 208
21. Islam, Integration und Interreligiöses: Der Einsatz gegen Schummelei und Sarrazin 218
22. Südafrika und Nordkorea: Wolfgang Huber und die Weltkirche 229
23. Anfang und Ende: Ein Sozialethiker in der Debatte um Leben und Tod 237

E. DIE MENSCHEN

24. Keine Käßmann: Wolfgang Hubers Umgang mit Presse, Personal und Publikum 251
25. Communio et Communicatio: Ein pensionierter Bischof fasziniert Wirtschaft und Elite 264

F. ANHANG

Wolfgang Huber: Stationen eines Lebens 282

Namensregister 284