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Wiederkehr des Atheismus Fluch oder Segen für die Theologie?
Wiederkehr des Atheismus
Fluch oder Segen für die Theologie?




Magnus Striet (Hrsg.)

Herder Verlag
EAN: 9783451298219 (ISBN: 3-451-29821-X)
154 Seiten, paperback, 12 x 20cm, 2008

EUR 11,50
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die vermeintliche Rückkehr des Religiösen hatte fast vergessen lassen, dass es ihn gibt: den Atheismus oder vorsichtiger, den religiösen Agnostizismus. Plötzlich aber ist er auf dem Buchmarkt und in den Feuilletons wieder gegenwärtig. Die Beiträge des Bandes spüren nicht nur seinen Motiven und seiner Überzeugungskraft nach, sondern sie loten auch aus, ob die Theologie von diesen Atheismen etwas zu lernen hat.

Mit Beiträgen von Volker Gerhardt, Friedrich Wilhelm Graf, Herbert Schnädelbach, Hans Kessler, Klaus Müller, Magnus Striet, Jan-Heiner Tück.

Prof. Dr. Magnus Striet, geb. 1964, Dr. theol., Professor für Fundamentaltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; zahlreiche Veröffentlichungen zu theologischen und gesellschaftlichen Themen.
Rezension
Lange Zeit hörte man nur von der (vermeintlichen) "Wiederkehr der Religion", mittlerweile aber nehmen auch diejenigen, die gern diese sog. Wiederkehr der Religion bemühen (oder herbeireden), zur Kenntnis, dass sich quasi auf der Kehrseite auch eine "Wiederkehr des Atheismus" deutlich bemerkbar macht, die nicht selten unter dem Etikett "Neuer Atheismus" firmiert und z.B. die Giordano Bruno Stiftung umfasst oder Richard Dawkins, Pascal Boyer, Daniel Dennett, Sam Harris, Christopher Hitchens, Peter Sloterdijk, Ulrich Beck, Herbert Schnädelbach, George Steiner, Slavoj Zizek, Giorgio Agamben, Alain Badiou. Die intellektuelle und auf ihre Weise aggressive Form des Fundamentalismus, nämlich der in den USA verbreitete Kreationismus, provoziert einen Gegenschlag in der Gestalt eines weltanschaulichen Naturalismus. Der neue offensive Atheismus argumentiert gegen Gott mit der Evolution und mit der Gewalttätigkeit der monotheistischen Religionen. Die Beiträge des hier anzuzeigenden Sammelbandes aus der informativen Reihe "Theologie kontrovers" spüren nicht nur den Motiven und der Überzeugungskraft des sog. neuen Atheismus nach, sondern sie loten auch aus, ob die Theologie von diesen Atheismen etwas zu lernen hat.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7

Herbert Schnädelbach,
Der fromme Atheist 11

Friedrich Wilhelm Graf,
Der „liebe Gott" als blutrünstiges Ungeheuer. Richard Dawkins und Christopher Hitchens - ein biologischer Hassprediger und ein liberaler Skeptiker greifen in ihren Büchern die Religion an 21

Klaus Müller,
Atheismus als Gegenreligion.
Die Gottesfrage als öffentlich-politisches Thema - und was Theologie daraus zu lernen hat 29

Hans Kessler,
„Das Konzept Gott - warum wir es nicht brauchen"?
Zu Burkhard Müllers respektablem Atheismus 57

Klaus Müller,
Gottes Zorn, der Menschen Eifer und die theologische Vernunft.
Zu Peter Sloterdijks affektanalytischer Gotteskritik 77

Magnus Striet, Sorgen mit dem lieben Gott.
Die Atheismusdebatte gewinnt wieder an Gewicht 99

Jan-Heiner Tück,
Rebellion gegen Gott.
Glauben, nicht mehr glauben zu können - Anmerkungen zu Merciers ‚Nachtzug nach Lissabon' 119

Volker Gerhardt,
Die Vernunft des Glaubens. Zur Atheismusdebatte 139


Die Autoren 151
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