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Warum hat das Christentum in der Antike überlebt? Ein Beitrag zum Gespräch zwischen Kirchengeschichte und Systematischer Theologie Forum Theologische Literaturzeitung, Band 13 (ThLZ.F 13)
Warum hat das Christentum in der Antike überlebt?
Ein Beitrag zum Gespräch zwischen Kirchengeschichte und Systematischer Theologie


Forum Theologische Literaturzeitung, Band 13 (ThLZ.F 13)

Christoph Markschies

Evangelische Verlagsanstalt
EAN: 9783374021871 (ISBN: 3-374-02187-5)
67 Seiten, paperback, 14 x 21cm, 2004

EUR 12,80
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Angesichts der gegenwärtigen Probleme des Christentums in Europa behandelt Christoph Markschies die Frage, warum das Christentum als eine von vielen Religionen in der Antike überlebt hat und nicht die es bekämpfenden heidnischen Kulte. Dazu stellt er relevante Forschungspositionen aus den letzten beiden Jahrhunderten zusammen, analysiert deren systematisch-theologische Voraussetzungen und entwirft eigene Antworten.

Da die Frage nach dem Überleben des Christentums stets auch Annahmen über das Handeln Gottes beinhaltet, wird in diesem Band zugleich die Frage nach den impliziten oder expliziten Konzepten vom Handeln Gottes in verschiedenen kirchengeschichtlichen Entwürfen gestellt.



Christoph Markschies, Dr. theol., Jahrgang 1962, ist Professor für Ältere Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.
Rezension
Der Ordinarius für Ältere Kirchengeschichte an der Humboldt-Universität beantwortet die Titelfrage in dem schmalen, 65-seitigen Bändchen in wesentlichen wie folgt: 1) Einzelne Christen, vor allem Märtyrer, haben mit ihrer Standhaftigkeit und ihrem Bekennermut zum Christentum Eindruck auf Nichtchristen gemacht. 2) Das Christentum hat mit seiner einfachen Erlösungslehre gerade auch einfache Leute angesprochen. 3) Gleichwohl hat die christliche Theologie auch manchen antiken Intellektuellen angesprochen. 4) Das Christentum vereinfachte die Ethik zugunsten einer einfachen Ethik des Lebensschutzes. 5) der sozialdiakonische Impuls des Christentums hat zu seiner Ausbreitung beigetragen. 6) Die Vergebungszusage individueller Schuld (durch die Taufe) ist attraktiv gewesen. 7) Das Christentum vermittelte im untergehenden römischen Imperium ein neues Einheitsgefühl. – Diese Thesen sind nicht neu, vieles geht schon auf Max Weber zurück. Das bedeutet nicht, dass es nicht sinnvolle Antworten auf die Titelfrage sind.

Thomas Bernhard für lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
I. Bemerkungen zur Fragestellung und ihren historischen wie systematischen Problemen 9

II. Antike Antworten auf die Frage, warum das Christentum überlebte 15

1. Antike pagane Antworten auf die Frage, warum das Christentum überlebte 15
2. Antike christliche Antworten auf die Frage, warum das Christentum überlebte 22

III. Neuzeitliche Antworten auf die Frage, warum das Christentum überlebte 29

1. Richard Rothe (1799-1867) 30
2. Adolf Hausrath (1837-1909) 33
3. Ernst Troeltsch (1865-1923) und Hans von Schubert (1859-1931) 35
4. Adolf von Harnack (1851-1930) 36

IV. Warum hat das Christentum in der Antike überlebt? 42

1. Einige Vorbemerkungen 42
2. Sieben Gründe für das Überleben des Christentums 44
3. Kirchengeschichte und Kulturgeschichte 56
4. Kirchengeschichte und Systematische Theologie — ein Gespräch mit Maurice Wiles und Ernst Troeltsch 59

V. Schlussbemerkungen 64