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Theologie des Neuen Testaments  2. durchges. Aufl.
Theologie des Neuen Testaments


2. durchges. Aufl.

Udo Schnelle

UTB , Vandenhoeck & Ruprecht
EAN: 9783825240691 (ISBN: 3-8252-4069-X)
747 Seiten, paperback, 15 x 22cm, 2014

EUR 39,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Dieser Band stellt umfassend die Theologie des Neuen Testaments auf dem Stand der internationalen Forschung dar. Dem grundlegenden Abschnitt zur Verkündigung Jesu folgen umfangreiche Kapitel über Paulus, die Logienquelle, die synoptischen Evangelien, die Apostelgeschichte, die Deuteropaulinen, die johanneische Literatur u. a. Dabei werden in jedem Kapitel Theologie, Christologie, Pneumatologie, Soteriologie, Anthropologie, Ethik, Ekklesiologie und Eschatologie behandelt. Der Band ist nicht nur ein wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwerk, sondern durch Inhalt und Struktur auch fächerübergreifend und für allgemein Interessierte attraktiv.
Rezension
Was ist eine "Theologie des Neuen Testaments"? Ziel einer "Theologie des Neuen Testaments" ist es, umfassend die Vielfalt und den Reichtum der neutestamentlichen Gedankenwelt zu erfassen; das gemeinsame Zentrum Jesus Christus wird von den einzelnen Autoren des Neuen Testaments mit je eigener Perspektive erfasst und dargestellt; eine "Theologie des Neuen Testaments" hat diese Multiperspektivität der Glaubenswelten darzustellen. Der Hallenser Neutestamentler Prof. Dr. Udo Schnelle tut das in diesem voluminösen Werk, das bereits in 2. Aufl. vorliegt, umfassend und systematisch. Dabei werden in jedem Kapitel Theologie, Christologie, Pneumatologie, Soteriologie, Anthropologie, Ethik, Ekklesiologie und Eschatologie behandelt. Neben den einzelnen neutestamentlichen Schriftstellern (wie Mk, Mt, Joh, Pls etc.) werden auch alle Schriften mit unbekanntem Verfasser behandelt sowie z.B. auch die Logienquelle Q (vgl. Kap. 8.1). Hinzu kommen vier Kap. zu den sog. Tranformationen: 1) Entstehung der Christologie (Kap. 4) , 2) beschneidungsfreie Mission (Kap. 5), 3) Evangelienschreibung als Krisenbewältigung (Kap. 7) und 4) das Evangelium in der Welt (Kap. 9) sowie Grundsätzliches in Kap. 1 und 2 (vgl. Inhaltsverzeichnis).

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
1 Der Zugang: Theologie des Neuen Testaments als Sinnbildung 15

1.1 Das Entstehen von Geschichte 17
1.2 Geschichte als Sinnbildung 22
1.3 Verstehen durch Erzählen 25

2 Der Aufbau: Geschichte und Sinn 30

2.1 Das Phänomen des Anfangs 30
2.2 Theologie und Religionswissenschaft 34
2.3 Vielfalt und Einheit 37
2.4 Neutestamentliche Theologie als Sinnbildung 42

3 Jesus von Nazareth: Der nahe Gott 47

3.1 Die Frage nach Jesus 48
3.1.1 Jesus in seinen Deutungen 52
3.1.2 Kriterien der Frage nach Jesus 54
3.2 Der Anfang: Johannes der Täufer 58
3.2.1 Johannes der Täufer als historische Gestalt 59
3.2.2 Jesus und Johannes der Täufer 64
3.3 Der Ausgangspunkt: Das Kommen des einen Gottes in seinem Reich 66
3.3.1 Der eine Gott in der Verkündigung Jesu 66
3.3.2 Das neue Gottesbild 70
3.4 Das Zentrum: Die Proklamation des Reiches Gottes 71
3.4.1 Religionsgeschichtliche und politische Vorgaben 72
3.4.2 Die zeitlichen Perspektiven des Reiches Gottes 77
3.4.3 Das Reich Gottes in Gleichnissen 82
3.4.4 Das Reich Gottes und die Verlorenen 85
3.4.5 Reich Gottes und Mahlgemeinschaften 89
3.5 Ethik im Horizont des Reiches Gottes 94
3.5.1 Schöpfung, Eschatologie und Ethik 94
3.5.2 Die ethischen Radikalismen Jesu 97
3.5.3 Die Liebesforderung als Zentrum der Ethik Jesu 101
3.6 Jesus als Heiler: Die wunderbaren Kräfte Gottes 104
3.6.1 Das kulturgeschichtliche Umfeld 105
3.6.2 Die Vielfalt des heilenden Wirkens Jesu 107
3.6.3 Jesus von Nazareth als Heiler 110
3.7 Das nahe Gericht: Nichts ist folgenlos 111
3.7.1 Jesus als Repräsentant des Gerichtes Gottes 112
3.8 Jesus und das Gesetz: Der Wille zum Guten 115
3.8.1 Gesetzestheologien im antiken Judentum 116
3.8.2 Jesu Stellung zur Tora 120
3.8.3 Jesus, Israel und die Heiden 125
3.9 Das Selbstverständnis Jesu: Mehr als ein Prophet 128
3.9.1 Jesus als endzeitlicher Prophet 128
3.9.2 Jesus als Menschensohn 130
3.9.3 Jesus als Messias 134
3.10 Jesu Geschick in Jerusalem: Ende und Anfang 136
3.10.1 Verhaftung, Prozess und Kreuzigung 137
3.10.2 Jesu Verständnis seines Todes 141

4 Die erste Transformation: Die Entstehung der Christologie 145

4.1 Jesu vorösterlicher Anspruch 147
4.2 Die Erscheinungen des Auferstandenen 148
4.3 Erfahrungen des Geistes 151
4.4 Die christologische Lektüre der Schrift 152
4.5 Religionsgeschichtliche Kontexte ; 155
4.6 Die Sprache und Gestalt der frühen Christologie: Mythos, Titel, Formeln und Traditionen 161

5 Die zweite Transformation: Frühe beschneidungsfreie Mission 173

5.1 Die Hellenisten 173
5.2 Antiochia 175
5.3 Die Stellung des Paulus 177

6 Paulus: Missionar und Denker 181

6.1 Theologie 184
6.1.1 Der eine und wahre Schöpfergott 184
6.1.2 Der Vater Jesu Christi 186
6.1.3 Gottes erwählendes und verwerfendes Handeln 190
6.1.4 Gottes Offenbarung im Evangelium 192
6.1.5 Das neue Gottes-Bild 195
6.2 Christologie 199
6.2.1 Transformation und Partizipation 200
6.2.2 Kreuz und Auferstehung 203
6.2.3 Rettung und Befreiung durch Jesus Christus 222
6.2.4 Jesu Christi stellvertretender Tod ,für uns' 225
6.2.5 Sühne 228
6.2.6 Versöhnung 230
6.2.7 Gerechtigkeit 233
6.3 Pneumatologie 244
6.3.1 Der Geist und die Struktur des paulinischen Denkens 244
6.3.2 Die Gaben des Geistes 247
6.3.3 Vater, Sohn und Geist 249
6.4 Soteriologie 250
6.4.1 Das neue Sein ,mit Christus'/,in Christus' 251
6.4.2 Gnade und Rettung 254
6.5 Anthropologie 258
6.5.1 Der Leib und das Fleisch 259
6.5.2 Sünde und Tod 261
6.5.3 Gesetz 268
6.5.4 Glaube 280
6.5.5 Freiheit 284
6.5.6 Weitere anthropologische Begriffe 287
6.6 Ethik 294
6.6.1 Teilhabe und Entsprechung 295
6.6.2 Das neue Handeln 297
6.7 Ekklesiologie 303
6.7.1 Ekklesiologische Grundbegriffe 303
6.7.2 Strukturen und Aufgaben 308
6.7.5 Die Gemeinde als sündenfreier Raum 313
6.8 Eschatologie 316
6.8.1 Teilhabe am Auferstandenen 317
6.8.2 Die Endereignisse 320
6.8.3 Das Gericht 324
6.8.4 Israel 326
6.8.5 Tod und neues Leben 331
6.9 Theologiegeschichtliche Stellung 333

7 Die dritte Transformation: Evangelienschreibung als innovative Krisenbewältigung 335
7.1 Der Tod von Gründergestalten 335
7.2 Die Verzögerung der Parusie 338
7.3 Der Untergang des Tempels und der Urgemeinde 340
7.4 Der Aufstieg der Flavier 341
7.5 Evangelienschreibung als innovative Krisenbewältigung 343

8 Die Logienquelle, die synoptischen Evangelien und die Apostelgeschichte: Sinn durch Erzählen 347

8.1 Die Logienquelle als Proto-Evangelium 349
8.1.1 Theologie 351
8.1.2 Christologie 352
8.1.3 Pneumatologie 358
8.1.4 Soteriologie 359
8.1.5 Anthropologie 361
8.1.6 Ethik 362
8.1.7 Ekklesiologie 364
8.1.8 Eschatologie 366
8.1.9 Theologiegeschichtliche Stellung 367
8.2 Markus: Der Weg Jesu 368
8.2.1 Theologie 369
8.2.2 Christologie 375
8.2.3 Pneumatologie 388
8.2.4 Soteriologie 389
8.2.5 Anthropologie 391
8.2.6 Ethik 393
8.2.7 Ekklesiologie 395
8.2.8 Eschatologie 396
8.2.9 Theologiegeschichtliche Stellung 398
8.3 Matthäus: Die neue und bessere Gerechtigkeit 399
8.3.1 Theologie 399
8.3.2 Christologie 401
8.3.3 Pneumatologie 411
8.3.4 Soteriologie 411
8.3.5 Anthropologie 413
8.3.6 Ethik 415
8.3.7 Ekklesiologie 418
8.3.8 Eschatologie 426
8.3.9 Theologiegeschichtliche Stellung 429
8.4 Lukas: Heil und Geschichte 431
8.4.1 Theologie 434
8.4.2 Chrislologie 448
8.4.3 Pnc'umalologie 460
8.4.4 Soteriologie 462
8.4.5 Anthropologie 465
8.4.6 Ethik 470
8.4.7 Ekklesiologie 477
8.4.8 Eschatologie 483
8.4.9 Theologiegeschichtliche Stellung 488

9 Die vierte Transformation: Das Evangelium in der Welt 490

9.1 Die soziale, religiöse und politische Entwicklung 490
9.2 Pseudepigraphie/Deuteronymität als historisches, literarisches und theologisches Phänomen 498

10 Die Deuteropaulinen: Paulus weiter-denken 503

10.1 Der Kolosserbrief: Paulus in veränderter Zeit 503
10.1.1 Theologie 504
10.1.2 Christologie 506
10.1.3 Pneumatologie 511
10.1.4 Soteriologie 511
10.1.5 Anthropologie 513
10.1.6 Ethik 514
10.1.7 Ekklesiologie 515
10.1.8 Eschatologie 518
10.1.9 Theologiegeschichtliche Stellung 520
10.2 Der Epheserbrief: Raum und Zeit 521
10.2.1 Theologie 521
10.2.2 Christologie 522
10.2.3 Pneumatologie 524
10.2.4 Soteriologie 525
10.2.5 Anthropologie 526
10.2.6 Ethik 527
10.2.7 Ekklesiologie 529
10.2.8 Eschatologie 534
10.2.9 Theologiegeschichtliche Stellung 536
10.3 Der zweite Thessalonicherbrief: Ein Terminproblem 536
10.4 Die Pastoralbriefe: Gottes Menschenfreundlichkeit 541
10.4.1 Theologie 543
10.4.2 Christologie 545
10.4.3 Pneumatologie 549
10.4.4 Soteriologie 549
10.4.5 Anthropologie 550
10.4.6 Ethik 552
10.4.7 Ekklesiologie 555
10.4.8 Eschatologie 561
10.4.9 Theologiegeschichtliche Stellung 562

11 Die Kirchenbriefe: Stimmen in gefährdeter Zeit 564

11.1 Der erste Petrusbrief: Bewährung durch Leiden 564
11.1.1 Theologie 565
11.1.2 Christologie 566
11.1.3 Pneumatologie 568
11.1.4 Soteriologie 569
11.1.5 Anthropologie 571
11.1.6 Ethik 572
11.1.7 Ekklesiologie 574
11.1.8 Eschatologie 576
11.1.9 Theologiegeschichtliche Stellung 577
11.2 Der Jakobusbrief: Handeln und Sein 578
11.2.1 Theologie 579
11.2.2 Christologie 581
11.2.3 Pneumatologie 582
11.2.4 Soteriologie 583
11.2.5 Anthropologie 584
11.2.6 Ethik 588
11.2.7 Ekklesiologie 591
11.2.8 Eschatologie 592
11.2.9 Theologiegeschichtliche Stellung 593
11.3 Der Hebräerbrief: Das Sprechen Gottes 593
11.3.1 Theologie 595
11.3.2 Christologie 597
11.3.3 Pneumatologie 601
11.3.4 Soteriologie 601
11.3.5 Anthropologie 602
11.3.6 Ethik 605
11.3.7 Ekklesiologie 607
11.3.8 Eschatologie 610
11.3.9 Theologiegeschichliche Stellung 613
11.4 Der Judas- und der zweite Petrusbrief: Identität durch Tradition und Gegnerpolemik 614

12 Die johanneische Theologie: Einführung in das Christentum 619

12.1 Theologie 620
12.1.1 Gott als Vater 621
12.1.2 Das Wirken des Vaters im Sohn 623
12.1.3 Gott als Licht, Liebe und Geist 627
12.2 Christologie 629
12.2.1 Präexistenz und Inkarnation 630
12.2.2 Die Sendung des Sohnes 640
12.2.3 Die "Jch-bin-Worte" 645
12.2.4 Christologische Titel 648
12.2.5 Kreuzestheologie 654
12.2.6 Die Einheit der Johanneischen Christologie 663
12.3 Pneumatologie 664
12.3.1 Jesus Christus und die Glaubenden als Geistträger 664
12.3.2 Der Heilige Geist als Paraklet 666
12.3.3 Trinitarisches Denken im Johannesevangelium 669
12.4 Soteriologie 672
12.4.1 Begriffliches 673
12.4.2 Prädestination 673
12.5 Anthropologie 676
12.5.1 Der Glaube 677
12.5.2 Das ewige Leben 682
12.5.3 Die Sünde 684
12.6 Ethik 686
12.6.1 Das Liebesgebot 688
12.6.2 Narrative Ethik 691
12.6.3 Die Ethik des ersten Johannesbrieles 693
12.7 Ekklesiologie 694
12.7.1 Eckpunkte: Paraklet und Lieblings]ünger 695
12.7.2 Die Sakramente 697
12.7.3 Die Jünger 699
12.7.4 Sendung und Mission 700
12.8 Eschatologie 702
12.8.1 Die Gegenwart 703
12.8.2 Die Zukunft 704
12.9 Theologiegeschichtliche Stellung 707

13 Die Johannesoffenbarung: Sehen und Verstehen 712

13.1 Theologie 713
13.2 Christologie 716
13.3 Pneumatologie 720
13.4 Soteriologie 721
13.5 Anthropologie 723
13.6 Ethik 723
13.7 Ekklesiologie 726
13.8 Bschatologie 730
13.9 Theologiegeschichtliche Stellung 733

14 Autorenregister 734