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Sterben und Tod Geschichte - Theorie - Ethik. Ein interdisziplinäres Handbuch Unter Mitwirkung von Klaus Feldmann, Udo Tworuschka und Joachim Wittkowski
Sterben und Tod
Geschichte - Theorie - Ethik. Ein interdisziplinäres Handbuch


Unter Mitwirkung von Klaus Feldmann, Udo Tworuschka und Joachim Wittkowski

Héctor Wittwer, Daniel Schäfer, Andreas Frewer (Hrsg.)

Verlag J. B. Metzler
EAN: 9783476022301 (ISBN: 3-476-02230-7)
398 Seiten, hardcover, 18 x 25cm, 2010, 8 s/w Abb., 3 Tabellen

EUR 49,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Tragen zu Sterben und Tod spielen in vielen aktuellen Debatten eine wichtige Rolle: Wie kann humanes Sterben aussehen? Wie ist mit Koma- oder Hirntod-Patienten umzugehen? Welche Auswirkungen haben rechtliche Regelungen zum Lebensende oder zur Palliativmedizin? Welche Vorstellungen gibt es vom Jenseits und der Unsterblichkeit? Warum töten oder opfern sich Menschen? Das interdisziplinäre Handbuch Sterben und Tod. Geschichte - Theorie -Ethik vermittelt Antworten aus medizinischer, philosophischer, psychologischer, historischer und ethischer Perspektive. Es stellt die wichtigsten Disziplinen vor, die sich mit Sterben und Tod beschäftigen und behandelt Schlüsselbegriffe wie >Hirntod<, >Sterberate< oder >Trauer<. In Beiträgen etwa zu Euthanasie, Patientenverfügung oder Hospizbewegung wird zudem der individuelle und gesellschaftliche Umgang mit Sterben und Tod thematisiert.
Rezension
In einer zunehmend überalternden Gesellschaft werden auch die Themen "Sterben und Tod" immer virulenter, zumal sich durch neue medizintechnische Möglichkeiten auch viele neue ethische Fragestellungen mit dem Ende des Lebens verbinden: Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Patientenverfügung, Hospiz und Palliativmedizin, Organentnahme - um nur einiges zu nennen. Auch zu diesen neureren Fragestellungen finden sich in diesem umfassenden und informativen Handbuch einschlägige Kapitel. Nicht weniger wichtig als das rasante Wachstum der technischen Eingriffsmöglichkeiten am und nach dem Ende des Lebens ist der Wandel des Umgangs mit Sterben und Tod in unserer postmodernen Gesellschaft. Insgesamt wird der Themenbereich "Sterben und Tod" umfassend behandelt in fünf klar konzipierten Kapiteln (vgl. Inhaltsverzeichnis) mit der von den Metzler-Handbüchern bekannten kompakten Qualität. Die jeweiligen Unterkapitel werden stets mit weiterführenden, aktuellen Literaturhinweisen abgeschlossen, so dass die Weiterarbeit schnell möglich ist.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Erstes disziplinenübergreifendes Nachschlagewerk zum Thema in deutscher Sprache
Zentrale Begriffe und ihre Geschichte, wie z. B. Euthanasie, Hirntod, Suizid
Mit Beiträgen zu Sterbehilfe, Patientenverfügung, Trauer, Hospizbewegung u. a.

Zentrale ethische Frage im 21. Jahrhundert: Wie gehen wir am besten mit Altern, Sterben und Tod um? Erstmals werden die Erkenntnisse verschiedener Wissenschaften dazu in einem Handbuch zusammengefasst. Es vermittelt grundlegende Kenntnisse über medizinische, psychologische, historische und ethische Aspekte von Sterben und Tod und beleuchtet religionswissenschaftliche, ethnologische und philosophische Perspektiven. Sowohl der individuelle als auch der gesellschaftliche Umgang mit dem Thema kommen zur Sprache, ebenso wie moralische Debatten, z. B. zu Suizid und Todesstrafe.

Héctor Wittwer ist Privatdozent für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin;
Daniel Schäfer ist Professor am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Köln;
Andreas Frewer ist Professor am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort VII

I. Sicht der Wissenschaften und Religionen

1. Geschichtswissenschaft 1
2. Religionswissenschaft 15
3. Philosophie 28
4. Medizin 39
5. Psychologie 50
6. Soziologie 62

II. Grundlagen und Konzepte

1. Sterbeprozess (medizingeschichtlich – psychologisch) 75
2. Scheintod 88
3. Koma 92
4. Hirntod (medizinisch – philosophisch) 98
5. Todesursachen 109
6. Todesfeststellung 113
7. Sterberate 118
8. Leiche (medizinisch – ethnologisch) 126
9. Sozialer Tod 133
10. Herausbildung des Todeskonzepts bei Kindern 137
11. Tod, Sterben und Geschlecht 141

III. Allgemeine Haltungen und Umgangsweisen

1. Lebensverlängerung (medizingeschichtlich – philosophisch) 149
2. Ars moriendi (Ritual- und Textgeschichte – philosophisch – aktuelle Bedeutung) 159
3. Todesfurcht als Thema der Philosophie 175
4. Abwehr- und Bewältigungsstrategien gegenüber Sterben und Tod 179
5. Einstellungen zu Sterben und Tod 186
6. Trauer (kulturhistorisch – psychologisch) 192
7. Glaube an eine Fortexistenz nach dem Tod 203
8. Tod und Sterben in der Bildenden Kunst 215

IV. Konkrete Ausdrucks- und Umgangsformen

1. Patientenverfügung 221
2. Sterbebegleitung 225
3. Sterbehilfe (medizinethisch – rechtswissenschaftlich – philosophisch) 229
4. Hospiz/Palliativmedizin 243
5. Obduktion (medizingeschichtlich – rechtsmedizinisch) 247
6. Leichenpredigten 257
7. Sarg 261
8. Bestattungsformen – Wandel in der Moderne 266
9. Grabinschriften 277
10. Todesanzeigen 282
11. Testament 287

V. Töten und den Tod erleiden

1. Abtreibung (medizingeschichtlich – rechtsmedizinisch – medizinethisch) 293
2. Euthanasie aus der Sicht der Medizingeschichte 306
3. Kindstötung 315
4. Selbsttötung (psychologisch – soziologisch – philosophisch) 318
5. Mord 332
6. Todesstrafe (historisch – philosophisch) 336
7. Hinrichtung 345
8. Massenmord/Genozid/Demozid 351
9. Menschenopfer 357
10. Kannibalismus 362
11. Freiwilliges Opfer des Lebens 366
12. Tötungen durch terroristische Akte 370

VI. Anhang

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats 375
Die Autorinnen und Autoren 375
Personenregister 378
Sachregister 383