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Sterben - aber wie? Leitfaden für einen guten Umgang mit dem Tod
Sterben - aber wie?
Leitfaden für einen guten Umgang mit dem Tod




Klaus Schäfer

Pustet
EAN: 9783791723815 (ISBN: 3-7917-2381-2)
160 Seiten, paperback, 14 x 21cm, 2011

EUR 15,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Ziel dieses Buches ist es unsere Hilflosigkeit angesichts des Sterbens zu verringern. Der Autor beantwortet alle wesentliehen Fragen von Angehörigen und Begleitern:

• Wie erkenne ich, ob Sterbende Schmerzen haben?

• Wie lange nimmt der Sterbende noch wahr, was ich ihm sage?

• Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun? u.v.a.

Er zeigt uns, wie wir mit Sterbenden würdevoll und angemessen umgehen und macht auf häufige Fehler aufmerksam.

Er ermutigt aber auch zu einer bewußten Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit und empfiehlt sinnvolle Maßnahmen für den Fall einer schweren Erkrankung: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament u.a.

Schließlich formuliert der Autor auch Vorschläge für die Segnung des Sterbenden.



Klaus Schäfer, geb. 1958, ist seit 1988 Pallottiner, seit 1999 Klinikseelsorger in Karlsruhe.
Rezension
Sterben, Tod, Trauer - das sind nicht nur klassische Themen des Religionsunterrichts, das sind auch existentielle Themen, die in jeder Schulklasse in unterschiedlicher Weise begegnen. Sterben, Tod, Trauer sind in der modernen Gesellschaft angesichts von Individualisierung und Überalterung der Gesellschaft, des Verlusts von Ritualen und der zunehmenden Technisierung des Sterbens schwierige Sachverhalte, mit denen wir nur selten zu einem guten Umgang gelangen. Genau das aber möchte dieser Leitfaden erreichen: einen guten Umgang mit dem Tod anbahnen - und zwar mit dem fremden (Kap. 2) wie mit dem eigenen (Kap. 3) Tod. Der Leitfaden empfiehlt auch sinnvolle Maßnahmen für den Fall einer schweren Erkrankung: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament u.a.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Stichworte:

Theologie
Trost
Sterbebegleitung
Tod
Trauerbegleitung
Sterben
Christliche Existenz
Ars moriendi

Wenn wir dem Sterben der Angehörigen oder dem eigenen Sterben gegenüberstehen, sind wir oft ratlos. In unserer Hilflosigkeit begehen wir Fehler, die nicht zu korrigieren sind.

Das Buch beantwortet die immer wiederkehrenden Fragen der Sterbenden, ihrer Angehörigen und Begleiter: Wie erkennt man, ob Sterbende Schmerzen haben? Wie lange kann man einem Sterbenden noch etwas sagen? Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun? Was erwartet mich nach dem Tod? Mit wichtigen Informationen leistet es Hilfestellung zur Entscheidungsfindung (z. B. Ende der Therapie, Organspende, Obduktion).
Es zeigt, wie mit Sterbenden würdevoll und angemessen umgegangen werden kann und macht auf häufige Fehler aufmerksam. Dadurch ist es ein unverzichtbares Handbuch für alle Sterbebegleiter.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Vom passiven zum aktiven Sterben 9

1. Was man über Patientenvorsorge, Sterben und Tod wissen sollte 11


1.1 Mosaiksteinefür eine Gesamtbild 11
Vom Begleiten und von Begleitern 11
Vom Sterben und vom Toten 12
Sterben 12
Fragen zum Sterben 14
„Grundfarben" des Sterbens 15
Sterben in unserer Gesellschaft 16
Ab wann ist man sterbend 18
„Nichts Schlimmes herbeireden" 20
Sterbequalität ist Lebensqualität 21
Grundregeln im Umgang mit Sterbenden 23
Sterben ist wie 24

1.2 Von kurativer zu palliativer Begleitung 29
Die Medizin 30
Die Angehörigen 31
Der Sterbende 33
Spirituelle Begleitung 35
Klare Worte eines Arztes 36
Die Entscheidung 38
Leben bis zum Schluss 40

1.3 Verschiedene Bewusstseinszustände und
Vorstadien des Todes 42
Demenz 44
Locked-in-Syndrom (Wachkoma) 45
Apallisches Syndrom 46
Hirntod 47
Tod 48
Herzstillstand und Reanimation 49
Atemstillstand (Apnoe) 51
Fließende Übergänge 52

1.4 Vorsorge treffen 53
Fakten, die die Notwendigkeit der
Vorsorge erhellen 54
Vorsorge - die Lösung des Problems 56
Testament 58
Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
bzw. Betreuungsverfügung 58
Organspende 63
Obduktion 69
Vorsorge für Alleinerziehende 72
Problemfeld: Wenn mehrfach verheiratete
Menschen sterben 73
Bestattung 75

1.5 Plädoyer für „aktive Sterbehilfe" 76

1.6 Das Wesen des Todes 77
Naturwissenschaftlich betrachtet 77
Der Tod, der große Wandler 78
Der Tod, der große Trenner 79
Der Tod, der große Erlöser 79
Der Tod, der große Lehrmeister 80

2. Das Sterben der Anderen 83

2.1 Zuhause - im Heim - in der Klinik 83
Ein Vergleich 83
Sterben zu Hause 84
Sterben in einer Pflegeeinrichtung 85
Sterben in der Klinik 86
Andere Todesorte Aufbahrung des Toten

2.2 Sterbebegleitung 89
Sterbende begleiten heißt loslassen 89
Grundregel: Achtsam sein 91
Wünsche statt Forderungen 91
Anstatt so besser so 93
Ohne Worte 95
Gefühle beim Sterben eines lieben Angehörigen 96
„Ich muss sterben" 98
Was, wenn alles gesagt ist? 100
Vier Phasen der Sterbe- und Trauerbegleitung 101
Begleitende Riten für Angehörige 105

2.3 Zu vermeidende Fehler am Sterbebett 108
Versprechen am Sterbebett 108
Der Griff nach oben 111
Umgang mit der eigenen Hilflosigkeit 112

2.4 Fragen und Antworten 113
Sollen Kinder beim Sterben von Angehörigen
dabei sein? 113
Kann man erkennen, dass Sterbende Schmerzen
haben? 114
Wie lange kann man dem Sterbenden noch
etwas sagen? 114
Warum stirbt er/sie gerade in diesen Minuten? 115
Sind Leichen giftig? 116
Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun? 117

3. Das eigene Sterben 119

3.1 Überlegungen zum eigenen Sterben 119
Grundsätzliche Fragen 119
Wenn sich das Sterben hinzieht 121
Warum sterben wir? 123
Habe ich mich richtig entschieden? 124
Werde ich Schmerzen haben? 126
Werde ich ersticken? 126

3.2 Tod - und was dann? 127
Grundhaltungen 127
Kritik am Auferstehungsglauben 128
Christlicher Glaube 130
Biblische Bilder für das, was uns erwartet 133
Rechenschaft ablegen 136
Das große Wiedersehen 137

4. Glaubenshilfe für das Sterben 138

4.1 Abschiedssegen fiir die Hinterbliebenen 138
Die biblische Grundlage 138
Segen des Sterbenden an die Hinterbliebenen 139
4.2 Abschiedssegen fiir den Sterbenden 140
Vorbemerkung 140
Kurze Segensfeier zur Begleitung eines Kranken,
der das Sterben verdrängt 142
Abschiedssegen für einen protestierenden
Sterbenden 145
Abschiedssegen für einen Organspender 147
Abschiedssegen für einen versöhnten Sterbenden 149

Anhang: Gebete, Lieder und Texte für Sterbende und ihre Begleiter 154
Texte und Lieder aus dem Gotteslob 154
Sterbegebete aus dem Evangelischen Gesangbuch 155
Weitere Texte und Gebete 155

Empfehlenswerte Literatur 159