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Soziale Menschenrechte Zwischen Recht und Politik
Soziale Menschenrechte
Zwischen Recht und Politik




Michael Krennerich

Wochenschau Verlag
EAN: 9783899748550 (ISBN: 3-89974-855-7)
528 Seiten, paperback, 15 x 21cm, 2013

EUR 29,80
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die „vergessenen“ sozialen Menschenrechte erlebten im vergangenen Jahrzehnt einen bemerkenswerten Aufschwung. Doch noch immer sind sie uns wenig vertraut. Wo sind die sozialen Menschenrechte rechtlich verankert? Wie lassen sich die einzelnen Rechte näher bestimmen und wen verpflichten sie auf welche Weise? Wie lassen sich die soziale Menschenrechte einfordern und umsetzen? Welche Rolle spielen dabei die Staaten, die Staatengemeinschaft und die Zivilgesellschaft? Diese und weitere Fragen rund um die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte (kurz: soziale Menschenrechte) behandelt die Studie. Sie nimmt das Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit ebenso in den Blick wie die Rechte auf Arbeit, auf gerechte Arbeitsbedingungen, auf soziale Sicherheit, auf Gesundheit, auf angemessene Unterkunft, auf Nahrung, auf Trinkwasser und Sanitärversorgung sowie das Recht auf kulturelle Teilhabe. Eine Vielzahl an Anwendungsbeispielen veranschaulicht, wie die jeweiligen Rechte konkretisiert werden (können) und welch große Bedeutung dem sozialen Menschenrechtsschutz weltweit zukommt.
Rezension
Die Menschenrechte sind - zumindest in der westlichen Hemisphäre - weitgehend bekannt, anerkannt und in den meisten Ländern kulturell und politisch verankert, - so auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Die sozialen Menschenrechte hingegen sind deutlich weniger bekannt, viel umstrittener und rechtlich und politisch keineswegs in gleichem Maße akzeptiert und abgesichert. Zu den sozialen Menchenrechten zählen u.a. das Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit, die Rechte auf Arbeit, auf gerechte Arbeitsbedingungen, auf soziale Sicherheit, auf Gesundheit, auf angemessene Unterkunft, auf Nahrung, auf Trinkwasser und Sanitärversorgung sowie das Recht auf kulturelle Teilhabe. Dieser Band arbeitet die sozialen Menschenrechte nach einem Prüfungsraster ab und beschreibt differenziert die sich bei jedem Recht stellenden Fragen.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
PD Dr. Michael Krennerich ist Vorsitzender des Nürnberger Menschenrechtszentrums und arbeitet als Privatdozent am Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik der Universität Erlangen-Nürnberg.

Stimmen zum Buch:

"Noch niemand vorher hat die einzelnen sozialen Menschenrechte nach einem so überzeugendem Prüfungsraster abgearbeitet und dabei sehr differenziert die sich bei jedem Recht stellenden Fragen, immer im Rückgriff auf die Vertragspraxis und vor allem die Praxis des Sozialpaktausschusses, so präzise erörtert und überaus anschaulich dargeboten."
Prof. Dr. Eibe Riedel, Mitglied des UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte

„Mit seiner umfassenden Studie »Soziale Menschenrechte« schließt Michael Krennerich endlich eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur.“
Alexander Hülle, Vorstandssprecher Amnesty International in : Amnesty Journal

„Krennerichs Buch bietet eine umfassende Bestandsaufnahme, die den völkerrechtlichen Rahmen der sozialen Menschenrechte ebenso darstellt wie die alltägliche politische Praxis. Die Studie dient als Überblick für Einsteiger und zugleich als Nachschlagewerk für Experten."
taz

„Das wissenschaftliche und dennoch angenehm lesbare Buch bietet einen attraktiven Einstieg zum Verständnis der wsk-Rechte.“
welt-sichten

„Ihr [der Studie] kommt das Verdienst zu, den rechtlichen und politischen Diskurs um die Sozialrechte überzeugend miteinander zu verknüpfen. Wer sich hierüber fundiert informieren will, ist mit dem vorliegenden Werk gut beraten."
socialnet.de

„Das Buch eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk für alle, die einen schnellen Zugang und aktuellen Überblick zur Thematik suchen. […] Vergleichbares dürfte jedenfalls im deutschsprachigen Raum kaum zu finden sein. Am meisten überzeugt die Studie jedoch durch ihr modernes Verständnis der sozialen Menschenrechte, die nicht mehr in Abgrenzung zu den politischen und bürgerlichen Rechten definiert werden. Sie kann als Ausgangspunkt für einen sachlicheren Umgang mit dem Thema dienen und eröffnet zugleich Perspektiven für eine differenziertere Auseinandersetzung mit den sozialen Menschenrechten in der Öffentlichkeit und Wissenschaft.“
H-Soz-u-Kult
Inhaltsverzeichnis
EINFÜHRUNG

TEIL I: DIE VERANKERUNG SOZIALER MENSCHENRECHTE IM INTERNATIONALEN UND NATIONALEN RECHT

1 Wie haben sich soziale Menschenrechte entwickelt? Ein historisch-rechtlicher Abriss
2 Wo sind soziale Menschenrechte positiv-rechtlich verankert? Orientierungspfade im Dickicht des Rechts
3 Die Kodifizierung der Menschenrechte als politischer Prozess und als menschenrechtspolitisches Ziel

TEIL II: DER INHALT SOZIALER MENSCHENRECHTE – INTERPRETATION UND ANWENDUNGSBEISPIELE

4 Sind soziale Menschenrechte "echte" Menschenrechte? Rechtsnatur und staatliche Pflichten
5 Wie lassen sich die sozialen Menschenrechte näher bestimmen? Zum besseren Verständnis einzelner Rechte
6 Die Interpretation sozialer Menschenrechte im Wandel

TEIL III: DIE DURCHSETZUNG SOZIALER MENSCHENRECHTE

7 Der nationale Menschenrechtsschutz - die Staaten in der Pflicht
8 Der internationale Menschenrechtsschutz
9 Nicht-staatlicher Menschenrechtsschutz: Zivilgesellschaftliches Engagement für soziale Menschenrechte
10 Die Durchsetzung sozialer Menschenrechte zwischen Selbstverpflichtung, Druck, Anreizen, Routine und Überzeugung

TEIL IV: ABSCHLUSSBEMERKUNGEN

11 Verrechtlichung der Politik durch soziale Menschenrechte?
12 Ausblick

LITERATUR