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Resilienz im Erwachsenenalter  Mit einem Geleitwort von Werner Greve,   unter Mitarbeit von Tim Loepthien
Resilienz im Erwachsenenalter


Mit einem Geleitwort von Werner Greve,

unter Mitarbeit von Tim Loepthien

Bernhard Leipold

Ernst Reinhardt Verlag
EAN: 9783825244514 (ISBN: 3-8252-4451-2)
240 Seiten, paperback, 15 x 22cm, 2015, 17 Abb. 7 Tab.

EUR 29,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die Psychologie der seelischen Widerstandskraft

Resilienz ist in mehreren Fächern der Psychologie ein wichtiges Thema und auch außerhalb der Universitäten längst ein Trend. Dieses Lehrbuch stellt Konzepte und Forschungsergebnisse über Resilienz im Erwachsenenalter vor: von den Ursachen und Rahmenbedingungen bis hin zur Förderung in der späteren Berufspraxis. Die Psychologie der Lebensspanne bildet dabei den fächerübergreifenden Rahmen, der zu einem umfassenden und vertieften Verständnis psychischer Widerstandsfähigkeit beiträgt.

PD Dr. Bernhard Leipold vertritt die Professur für Entwicklungs- und Gesundheitspsychologie an der Universität der Bundeswehr München.
Rezension
Resilienz - das ist die Psychologie der seelischen Widerstandskraft. Und - Resilienz liegt voll im Trend; die Publikationen zum Thema schwellen an, das ist ein Indikator, wie bedeutsam das Thema gesellschaftlich ist. Resilienz gewinnt in Forschung und Praxis immer mehr an an Bedeutung. Lehrer/innen interessiert natürlich besonders Resilienz im Kindesalter (Wie kommt es, dass ein Kind Nackenschläge oder eine Niederlage gut wegsteckt, ein anderes dagegen daran zerbricht?), selbst betroffen wird aber auch Resilienz im Erwachsenenalter ein Thema ... Der begriff Resilienz, von lat. resilire = zurückspringen, stammt ursprünlich aus der Biologie und bedeutet dort Spannkraft, Elastizität und Beweglichkeit. Psychologen bezeichnen damit die seelische Widerstandskraft, die uns Krisen und Niederlagen meistern lässt und Schicksalsschläge bewältigen hilft. Resilienz ist der Wille zu überleben in Belastung und Stress, - in und nach beruflichen, familiären, krankheitsbedingten oder anderen Krisen: nach einer Störung im System immer wieder in den Normalzustand zurückkehren können. Die zentrale Frage lautet natürlich: Wie läßt sich die innere Widerstandskraft fördern? Es gilt, den Blick optimistisch nach vorne zu lenken, konstruktiv und lösungsorientiert zu handeln, Hilfe von anderen anzunehmen und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. sin Verbindung mit Zielorientierung, Konsequenz und Disziplin ermöglichen persönlichen Erfolg und zugleich ein großes Wohlbefinden. Dieses Lehrbuch stellt Konzepte und Forschungsergebnisse über Resilienz im Erwachsenenalter vor: von den Ursachen und Rahmenbedingungen bis hin zur Förderung in der späteren Berufspraxis.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Hinweise zur Benutzung dieses Lehrbuches 8
Ganz normale Magie – Geleitwort von Werner Greve 9

Vorwort 14

1 Einführung 17

1.1 Psychische Widerstandsfähigkeit und positive Entwicklung trotz widriger Umstände 17
1.2 Fragestellungen und Inhalte des Buches 20
1.3 Historische Vorläufer und verwandte Konzepte 27
1.4 Die Struktur der Resilienz 31
1.5 Methodische Grundkenntnisse 33
1.5.1 Korrelative Studien 34
1.5.2 Studien mit systematisch variierten Gruppen 38
1.6 Zusammenfassung 40
1.7 Fragen zum Stoff 41

2 Rahmenbedingungen der Resilienz: Ursachen, Konsequenzen und Bewertungskriterien 42

2.1 Die Psychologie der Lebensspanne als Rahmenperspektive 43
2.2 Herausforderungen und Krisen im Erwachsenenalter 52
2.2.1 Gesundheit und körperliche Funktionstüchtigkeit 55
2.2.2 Soziale Erwartungen: Entwicklungsaufgaben und -übergänge 63
2.2.3 Kritische Lebensereignisse und traumatische Erfahrungen: Zufall und Unberechenbarkeit 66
2.2.4 Historische und kulturelle Ereignisse 70
2.3 Reaktionen auf Stress und Kriterien positiver Entwicklung 79
2.3.1 Körperliche Reaktionen auf Stress 79
2.3.2 Subjektives Wohlbefinden 87
2.4 Zusammenfassung 94
2.5 Fragen zum Stoff 95

3 Ressourcen der Adaptation 96

3.1 Persönlichkeitsunterschiede 96
3.1.1 Personenorientierter Ansatz 97
3.1.2 Stabilität von Persönlichkeitseigenschaften und Resilienz 98
3.2 Bewältigungsressourcen 101
3.2.1 Relationaler Ansatz 102
3.2.2 Formen von Bewältigung 104
3.3 Altersunterschiede 111
3.3.1 Bewältigung im Erwachsenenalter und Alter 112
3.3.1 Langfristige Altersunterschiede und Veränderungen auf der Prozessebene 115
3.3.3 Die Rolle des Alters im Bewältigungsprozess 119
3.4 Soziodemografische Faktoren und soziale Normen 120
3.4.1 Soziodemografische Faktoren 121
3.4.2 Soziale Normen 123
3.5 Soziale Unterstützung 129
3.6 Zusammenfassung 134
3.7 Fragen zum Stoff 135

4 Entwicklung und Handeln 136

4.1 Entwicklung als Adaptation und Handeln 136
4.2 Intentionale Selbstgestaltung 140
4.2.1 Intentionale Selbstentwicklung 140
4.2.2 Übergreifende Themen und Funktionen der intentionalen Selbstentwicklung 142
4.2.3 Ziele und Volitionen 145
4.2.4 Volitionspsychologische Ansätze 150
4.3 Möglichkeiten und Grenzen intentionaler Selbststeuerung 154
4.3.1 Die Steuerung von emotionsregulierendem Coping 155
4.3.2 Grenzen der intentionalen Kontrolle: Automatische Selbstregulation 158
4.4 Ein ordnungsgebender Rahmen: Adaptive Prozesse ermöglichen Resilienz 168
4.5 Zusammenfassung 171
4.6 Fragen zum Stoff 173

5 Die Förderung von Resilienz in der Praxis 174

5.1 Prävention und Intervention 175
5.2 Psychologische Frühintervention und Krisenintervention 178
5.3 Spezifische Interventionen bei der Behandlung von Traumata 180
5.4 Prävention und Intervention in den Gesundheitswissenschaften 184
5.4.1 Kognitive und gesundheitsbezogene körperliche Trainings 187
5.4.2 Training von Bewältigungskompetenzen 190
5.4.3 Interventionen zur Förderung sozialer Beziehungen 195
5.4.4 Musikalische Interventionen (von Tim Loepthien) 197
5.5 Intervention, Entwicklung und Handeln 202
5.6 Zusammenfassung 204
5.7 Fragen zum Stoff 205

6 Ausblick 206

Glossar 210
Literatur 219
Register 238