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Reclams Lexikon der Antike
Reclams Lexikon der Antike




Margaret C. Howatson

Reclam Stuttgart
EAN: 9783150104170 (ISBN: 3-15-010417-3)
720 Seiten, hardcover, 17 x 25cm, 1996, mit 211 Abbildungen

EUR 59,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Ein Nachlagewerk mit 3300 Artikeln über Autoren und Werke der griechischen und römischen Literatur und Philosophie, über die Geschichte Griechenlands und Roms, über die antike Mythologie und Religion, Wissenschaft und Kunst sowie viele Bereiche des Alltagslebens und der Gesellschaft von der griechischen Bronzezeit bis zum Untergang des Römischen Reiches



Reclams Lexikon der Antike ist im Wesentlichen eine Übersetzung des klassischen, 1988 völlig neu bearbeiteten Oxford Companion to Classical Literature. Es informiert in mehr als 3300 Artikeln über Autoren und Werke der griechischen und römischen Literatur, über die Geschichte Griechenlands und Roms (von etwa 2800 v. Chr. bis zum Untergang des Römischen Reiches), über die antike Mythologie, Religion und Kunst sowie viele Bereiche des Alltagslebens in der antiken Gesellschaft, z. B. Recht, Sklavenhaltung, Erziehung, Handwerk.

Das Nachschlagewerk setzt keine Kenntnis der griechischen und lateinischen Sprache voraus und möchte allen, die mit der Literatur und Kultur des antiken Mittelmeerraumes in Berührung kommen, grundlegende Hinweise zum Verständnis geben. Eine ausführliche Zeittafel und eine Bibliographie zur ersten weiterführenden Lektüre für alle im Lexikon behandelten Sachgebiete sowie Karten und zahlreiche Abbildungen erhöhen den Informationswert des Lexikons.
Rezension
Reclams Lexikon der Antike bildet eine gute Alternative zum Standardlexikon der Altphilologie, dem "Neuen Pauly": Als Übersetzung des soliden "Oxford Companion to Classical Literature" bietet es profunde Kenntnisse über die antike Literatur und Geschichte vom Anfang bis zum Ende des Römischen Reiches; nun sind seine ca. 3300 Artikel zwar nicht so ausführlich wie die des "Neuen Pauly", aber auch sie enthalten die notwendigen Informationen (und ggf. kann man sich über die nützliche Bibliographie auch noch weiter informieren) zu einem erschwinglichen Preis, kompakt in einem Band und in verständlicher Sprache. So kann das Lexikon nicht nur als Hilfsmittel in den Fächern Latein und Altgriechisch, sondern auch in allen anderen Fächern verwendet werden, die mit der Kultur der klassischen Antike in Berührung kommen, z. B. in Geschichte oder Deutsch.
Melanie Förg, Lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
[Vorwort
Lexikonartikel A-Z
Anhang:
- Abkürzungen
- Zeittafel
- Bibliographie
- Abbildungsnachweis
- Karten]

Leseprobe:
Artikel Lehrdichtung,
Dichtung mit didaktischer Absicht. In schriftloser Zeit wurden Belehrungen aus praktischen Gründen in Versen ausgedrückt, weil diese sich dem Gedächtnis leichter einprägten als Prosa.
Die Griechen betrachteten L. nicht als eigene literarische Gattung; da sie wie Epen in Hexametern geschrieben wurde (->Metrik [I], griech. 3), sahen sie darin eine Form epischer Dichtung. Zu frühen Beispielen von L. ->Hesiod, Empedokles und Parmenides. In Griechenland starb diese Art der Dichtung im 5. Jh. v. Chr. mit dem Aufkommen der Prosaliteratur aus, doch im Zeitalter des Hellenismus wurde sie wiederbelebt; ->Aratos und Nikander. Zu späteren Werken ->Dionysios Periegetes und Oppian.
In Rom fand L. schon recht früh Anklang: *Ennius übersetzte ein Gedicht über die Natur aus dem Griechischen, das irrtümlich dem Sizilianer Epicharmos zugeschrieben wurde. Im 1. Jh. v. Chr. entstanden Lukrezens De rerum natura und Vergils Georgica, im folgenden Jahrhundert Ovids Fasti, Manilius’ Astronomica und die Aetna von einem unbekannten Autor. S. a. Columella (Buch 10).