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Psychoanalytische Sozialarbeit Praxis – Grundlagen – Methoden mit Beiträgen von   Sylvia Künstler, Martin Feuling, Horst Nonnenmann, Olaf Schmidt und Joachim Staigle
Psychoanalytische Sozialarbeit
Praxis – Grundlagen – Methoden


mit Beiträgen von

Sylvia Künstler, Martin Feuling, Horst Nonnenmann, Olaf Schmidt und Joachim Staigle

Michael Günter, Georg Bruns

Klett-Cotta
EAN: 9783608945430 (ISBN: 3-608-94543-1)
264 Seiten, paperback, 14 x 22cm, 2010

EUR 27,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Den Menschen hinter den sozialen Problemen suchen.

Dieses Grundlagenbuch stellt alle relevanten Praxisfelder, Schwerpunkte, Techniken und Methoden der psychoanalytischen Sozialarbeit vor, unterfüttert mit psychoanalytischem Hintergrundwissen und garniert mit konkreten Praxisbeispielen.

- Elementar für die Ausbildung: Grundlagen für Methoden, Theorie und Praxis

- Mit Fallbeispielen und Erläuterungen psychoanalytischer Fachbegriffe

Psychoanalytische Sozialarbeit ist ein Ansatz des sensiblen Umgangs mit sozialer Not und sozialen Konflikten, denen der Einzelne ausgesetzt ist. Sie ist immer dann angebracht, wenn neben sozialen Problemen auch seelische Störungen oder anhaltende Störungen familiärer Beziehungen bestehen. Viele psychisch kranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene erhalten soziale Notsituationen als Teil ihrer seelischen Störung unbewusst aufrecht und lassen alle üblichen Ansätze der sozialen Hilfesysteme scheitern.

Mit Hilfe eines psychoanalytischen Denkansatzes werden solche Prozesse einer sozialen Autodestruktion verstehbar. Ihr Verständnis ermöglicht es Sozialarbeitern, Pädagogen, Ärzten und Vertretern anderer Berufe, Vorstellungen von einer günstigen Veränderung gerade bei diesen scheinbar nicht zu beeinflussenden Klienten zu entwickeln. Die praxisnahen Darstellungen sowie ihre ständige Verknüpfung mit Theoriekonzepten erlauben ein neues Verständnis sozialer Probleme.
Rezension
Soziale Notlagen sind nicht selten mit grundlegenden seelischen Störungen der Betroffenen verbunden, sei es als Ursache, sei es als Folge ... Psychoanalytische Sozialarbeit setzt hier an; sie ist immer dann angebracht, wenn neben sozialen Problemen auch seelische Störungen oder anhaltende Störungen familiärer Beziehungen bestehen. Sie zielt damit auf die psychischen Nöte des Einzelnen inmitten der sozialen Nöte und sucht den konkreten, einzelnen Menschen hinter den sozialen Verhältnissen. Soziale Hilfesysteme scheitern nicht selten, wenn die seelischen Störungen nicht hintergründig erkannt, erfasst und therapiert werden können. Das betrifft insbesondere auch viele psychisch kranke Kinder und Jugendliche.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
PD Dr. med. Michael Günter ist Leitender Oberarzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter der Universität Tübingen. Er ist Kinderpsychiater, Psychoanalytiker (DPV/IPV) und Facharzt für Psycho-therapeutische Medizin sowie Herausgeber der Zeitschrift Kinderanalyse.

Georg Bruns, Prof. Dr. phil. habil., Dr. med., Dipl.-Soz., ist Psychoanalytiker, Arzt für Neurologie und Psychiatrie sowie Professor für Soziologie an der Universität Bremen. Er war von 2002 bis 2004 Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV).
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 9

Kapitel 1
Soziale Arbeit und Psychoanalytische Sozialarbeit 11

Kapitel 2
Zur Geschichte der Psychoanalytischen Sozialarbeit und Sozialen Arbeit 31

Kapitel 3
Psychoanalytische Theorien, Methoden und Konzepte 45

Kapitel 4
Praxisfelder der psychoanalytischen Sozialarbeit 61

Kapitel 5
Psychoanalytische Sozialarbeit im Umfeld sozialer und therapeutischer Hilfen: Berührungspunkte und Differenzen 79

Kapitel 6
Psychoanalytische Sozialarbeit und Mediation 87

Kapitel 7
Psychoanalytische Sozialarbeit in Kinderkrippe, Früherziehung und Frühforderung 97

Kapitel 8
Soziale Arbeit im Realraum und die Arbeit an inneren Prozessen und Strukturen 103

Kapitel 9
Setting und Anpassung des Rahmens an die Erfordernisse der Patienten 113

Kapitel 10
Übertragung – Gegenübertragung – Szene 121

Kapitel 11
Kooperationsbeziehungen in der Psychoanalytischen Sozialarbeit 135

Kapitel 12
Kooperationen mit Kostenträgern 145

Kapitel 13
Supervision 153

Kapitel 14
Qualität und Qualifikationen 165

Kapitel 15
Die Praxis Psychoanalytischer Sozialarbeit im Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit Rottenburg/Tübingen 177

Kurzdefinitionen 223
Adressen 244
Literatur 250
Die Autoren 264