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Platon-Handbuch Leben – Werk – Wirkung Unter Mitarbeit von Anna Schriefl und Simon Weber    2. Aufl.
Platon-Handbuch
Leben – Werk – Wirkung


Unter Mitarbeit von Anna Schriefl und Simon Weber



2. Aufl.

Christoph Horn, Jörn Müller, Joachim Söder (Hrsg.)

Verlag J. B. Metzler , Springer Nature
EAN: 9783476043344 (ISBN: 3-476-04334-7)
569 Seiten, hardcover, 17 x 25cm, 2017

EUR 79,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Platon ist einer der zentralen Klassiker der westlichen Philosophiegeschichte. Sein Werk berührt alle grundlegenden Gebiete der Philosophie und besitzt eine einzigartige Whrigsgeschichte. Das Platon-Handbuch informiert über Platons Person, seine Philosophie und seine Wirkung. Im Mittelpunkt stehen Überblicksartikel zu den wichtigsten philosophischen Themen Platons (wie Ontologie, Kosmologie, Moralphilosophie oder Ästhetik) und zu den Grundbegriffen platonischen Denkens (wie z.B. Idee, Schönheit, Aporie, Tugend, Selbsterkenntnis oder Schriftkritik).

Für die 2. Auflagekurde das Handbuch durchgesehen und aktualisiert sowie im Rezeptionsteil erweitert.
Rezension
Leben - Werk - Wirkung: Das ist der übliche, überaus informative Dreischritt der soliden und erstklassigen Metzler-Personen-Handbücher, die in unvergleichlicher Weise einen Gesamtüberblick über eine Person und ihr Werk bieten. Dieses Platon-Handbuch liegt hiermit bereits in 2. Aufl. vor. Es bietet gleichermaßen eine Einführung in Platons Leben und Werk, verantwortet von zahlreichen Fachgelehrten, wie eine Erläuterung und Einordnung von zentralen Begriffen und Themen Platonscher Philosophie. Der griechische Philosoph Platon (Athen von 427 v.Chr. bis 347 v.Chr.) gilt als einer der bedeutendsten Philosophen in der Geschichte. Platon ist eine der großen Figuren der westlichen Philosophiegeschichte – wenn nicht gar die zentrale Gründergestalt unserer philosophischen Tradition. Sein Einfluss umfasst so gut wie alle Epochen und nahezu alle Teilgebiete der Philosophie. Er entwickelt seine Lehre im Gesprächscharakter, in Dialogen. Sie bieten nicht ein Lehrgebäude als fertiges System, sondern wollen dessen Entstehungsprozess anschaulich darstellen. Der größte Faszination Platons ergibt sich aber aus der Brillanz und Hintergründigkeit seiner Argumente, aus der Direktheit und Voraussetzungslosigkeit seiner Gedankenführung und aus der Bereitschaft, alles Erreichte stets neu zu problematisieren.Hauptredner in den frühen Dialogen ist Sokrates, dem Platon seine philosophischen Theorien in den Mund legt. Anders als sein Schüler Aristoteles ist Platon kein Empiriker und Realist, sondern ein Idealist; Wissen ist für Platon nicht Abstraktion, gewonnen aus Erfahrung und Überlegung, sondern Anteilhabe an den hinter den Realien stehenden Ideen.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Umfassender Überblick über Leben und Kontexte, Themen und Problemfelder
Ausführliche Darstellung der Wirkungsgeschichte
Mit Bibliografie und Personen- und Sachregister
Das Handbuch bietet einen konzisen Überblick über Werk und Themen, es stellt Problemfelder (z.B. Ontologie, Kosmologie, Ästhetik, Moralphilosophie) und Begriffe (wie Idee, Tugend, Seele, Wahrheit) dar. Ein umfangreiches Kapitel widmet sich wichtigen Stationen der Wirkungsgeschichte (z.B. Neukantianismus, Analytische Platon-Rezeption).
Die 2. Auflage wurde durchgesehen, aktualisiert und um einen Beitrag zur französischen Rezeption Platons nach dem 2. Weltkrieg erweitert.
Platon ist einer der zentralen Klassiker der westlichen Philosophiegeschichte. Nach Alfred N. Whiteheads berühmten Ausspruch besteht die philosophische Tradition Europas aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon.
Christoph Horn, Professor für Praktische Philosophie und Philosophie der Antike, Institut für Philosophie, Universität Bonn;
Jörn Müller, Professor für antike und mittelalterliche Philosophie, Institut für Philosophie, Universität Würzburg;
Joachim Söder, Professor für Philosophie, Katholische Hochschule Aachen. Unter Mitarbeit von Anna Schriefl und Simon Weber.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur Zweitauflage VII
Vorwort zur Erstauflage VIII

I Zur Biographie Platons
Klaus Döring

1 Daten und Fakten zum Leben Platons 2
2 Kontexte der Biographie Platons 8
3 Die antike biographische Tradition 14

II Zu Platons Werken
Joachim Söder

4 Editionen des »Corpus Platonicum« 20
5 Absolute und relative Chronologie. Fragen der Periodisierung 23
6 Grundmodelle der Platon-Interpretation 27
7 Diskussion um die ›ungeschriebene Lehre‹ Platons 31
8 Werkübersicht: Gliederungen zu den Schriften Platons 33

III Kontexte der Philosophie Platons
Michael Erler

9 Platons Umgang mit der Tradition 64
10 Literarischer Hintergrund 67
11 Pythagoras, Pythagoreismus, Orphik 71
12 Parmenides 73
13 Heraklit 77
14 Weitere Vorsokratiker: Anaxagoras, Empedokles, Demokrit 79
15 Sokrates 84
16 Sophisten 87
17 Rhetorik 90
18 Politik, Demokratie 93
19 Mathematik 96
20 Fachwissenschaften 98

IV Zentrale Themen und Problemfelder der Schriften Platons

21 Logik und Methodologie
Niko Strobach 106
22 Epistemologie
Jan Szaif 117
23 Ontologie Benedikt
Strobel 135
24 Psychologie
Jörn Müller 147
25 Moralphilosophie
Christoph Horn 160
26 Handlungstheorie
Hans-Ulrich Baumgarten 170
27 Politische Philosophie
Christoph Horn 174
28 Theorie des Rechts
Klaus Schöpsdau 187
29 Anthropologie
Jörn Müller 196
30 Theologie
Michael Bordt 206
31 Kosmologie
Walter Mesch 217
32 Naturphilosophie
Walter Mesch 223
33 Sprachphilosophie
Jochem Hennigfeld 231
34 Ästhetik
Hartmut Westermann 240
35 Pädagogik
Dirk Fonfara 246
36 Theorie der Geschichte
Walter Mesch 252

V Zentrale Stichwörter zu Platon

37 Angleichung an Gott
Michael Bordt 258
38 Aporie
Niko Strobach 260
39 Dialektik/Dihairesis
Niko Strobach 264
40 Dualismus (Leib-Seele-Relation)
Jörn Müller 268
41 Einheit
Walter Mesch 272
42 Freundschaft
Friedo Ricken 277
43 Gerechtigkeit
Simon Weber 282
44 Glück Anna Schriefl 290
45 Idee/Ideenkritik/Dritter Mensch
Benedikt Strobel 295
46 Ironie
Hartmut Westermann 303
47 Liebe
Sabrina Ebbersmeyer 307
48 Lust
Dorothea Frede 312
49 Mythos/Mythenkritik
Christian Schäfer 316
50 Ontologischer Komparativ
Benedikt Strobel 321
51 Philosophie
Bernd Manuwald 325
52 Schönes/Schönheit
Hartmut Westermann 328
53 Seelenwanderung
Jörn Müller 331
54 Selbsterkenntnis
Gabriel García Carrera 336
55 Sonnen-, Linien-, und Höhlengleichnis
Rudolf Rehn 338
56 ›technê‹-Analogie
Marcel van Ackeren 342
57 Transzendenz
Benedikt Strobel 347
58 Tugend
Christoph Horn 351
59 Wahrheit
Jan Szaif 356
60 Wiedererinnerung/Anamnesis
Bernd Manuwald 360
61 Wissen – Meinen
Jan Szaif 363
62 Zwei-Welten-Theorie
Benedikt Strobel 367

VI Literarische Aspekte der Schriften Platons
Rolf Geiger

63 Die Dialogform 374
64 Platonische Monologe 384
65 Die Schriftkritik 387

VII Wichtige Stationen der Wirkungsgeschichte

66 Die ältere Akademie und Aristoteles
Friedo Ricken 400
67 Die skeptische Akademie
Friedo Ricken 407
68 Der Mittelplatonismus
Christian Tornau 414
69 Spätantike I: früherer Neuplatonismus
Christian Tornau 421
70 Spätantike II: späterer Neuplatonismus
Matthias Perkams 430
71 Kirchenväter
Christian Tornau 434
72 Byzanz
Georgi Kapriev 446
73 Arabisches Mittelalter
Rüdiger Arnzen 452
74 Lateinisches Mittelalter
Guy Guldentops 459
75 Marsilio Ficino und die Renaissance
Thomas Leinkauf 466
76 Die Cambridge Platonists
Thomas Leinkauf 477
77 Deutsche Klassik und deutscher Idealismus/Platon-Philologie im 19. Jahrhundert
Thomas Leinkauf 488
78 Neukantianismus, Phänomenologie und Hermeneutik
Karl-Heinz Lembeck 513
79 Die Platon-Rezeption bei Friedrich Nietzsche und in der französischen Gegenwartsphilosophie
Jörn Müller / Hyun Kang Kim 524
80 Analytische Platon-Rezeption
Benedikt Strobel 533
81 Aktuelle Forschungstendenzen
Christoph Horn / Jörn Müller 540

VIII Anhang

Abkürzungsverzeichnis 546
Auswahlbibliographie 548
Autorinnen und Autoren 550
Personenregister 552
Sachregister 558