lehrerbibliothek.de
Philosophische Einübung in die Theologie Bd.3: Philosophische Einübung in die Ekklesiologie und Christologie Scientia & Religio, Band 1/3
Philosophische Einübung in die Theologie
Bd.3: Philosophische Einübung in die Ekklesiologie und Christologie


Scientia & Religio, Band 1/3



Richard Schaeffler

Verlag Karl Alber
EAN: 9783495482933 (ISBN: 3-495-48293-8)
552 Seiten, paperback, 14 x 22cm, 2008

EUR 42,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
In diesem dreibändigen Werk unternimmt Richard Schaeffler den Versuch, den »Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie« eine konkrete und für beide Seiten förderliche Gestalt zu geben. Dabei orientiert er sich an den vier klassischen »Traktaten« der Fundamentaltheologie: der theologischen Erkenntnislehre (1. Band), der Gotteslehre (2. Band), der Lehre von Christus und von der Kirche (3. Band).

Der Dritte Band stellt die Christologie in den Zusammenhang einer Analyse der Aufgaben religiöser Überlieferungsgemeinschaften hinein: Überlieferungsgemeinschaften und die sie sichernden Institutionen sind »Schulen der Erfahrung« und haben sich an dieser Aufgabe zu bewähren. Nur so werden die Hörer des Wortes dazu befähigt, zu eigenverantwortlichen Zeugen seiner Wahrheit zu werden. Dabei zeigt sich: Jene Überlieferung, die die spezifische Erfahrung der Glaubenden möglich macht, umfaßt die Geschichte der »Ekklesia« beider Testamente. Das »Christus-Ereignis« läßt sich als jene Krise und Wende in der Geschichte Israels verstehen, aus der, im Sinne einer »eschatologischen Zeitansage«, ein neues Verständnis der Zeit hervorgegangen ist, die in Christus »in ihre Fülle gelangt ist«.

Richard Schaeffler, geb. 1926, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophisch-Theologische Grenzfragen an der Universität Bochum von 1968 bis 1989. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Rezension
Diese dreibändige katholische "Dogmatik" erscheint zunächst recht traditionell trinitarisch strukturiert: Auf die Fundamentaltheologie (Band 1) folgt die Gotteslehre (Band 2) und dann die Ekklesiologie nd Christologie (Band 3). Für den protestantischen Leser auffälllig erscheint dabei die Vorordnung der Lehre von der Kirche VOR die Lehre von Christus und das scheinbare Fehlen bzw. Aufgehen der Eschatologie in die Ekklesiologie. Wichtiger aber erscheint der grundlegende Ansatz dieser "Dogmatik", die sich bewußt nicht als solche bezeichnet, sondern a) als Einübung in die Theologie und b) als PHILOSOPHISCHE Einübung. D.h.: Hier wird bewußt (und in typisch katholischer Tradition, vgl. z.B. die Scholastische Theologie eines Thomas von Aquin) Philosophie und Theologie miteinander verzahnt. Deshalb muss auch die Erkenntnislehre (Band 1) vergleichsweise voluminös ausfallen; denn hier geht es um die diffenrenzierte Begründung der hier gewählten Zugangsweise zur Theologie, die die Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie methodisch nutzt: Die Transzendentalphilosophie wird durch Einbeziehung sprachphilosophischer Überlegungen weiterentwickelt. Denkend von der Hoffnung Rechenschaft abzulegen, zu der uns der Glaube berechtigt, ist die fundamental-theologische Aufgabe der christlichen Philosophie. Die Lektüre ist nicht ganz einfach, - wer aber sich auf die Darstellung des Autors einläßt, wird - zwar nicht unmittelbar, aber mittelbar - , großen Gewinn auch für die eigene religionspädagogische Praxis ziehen.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
In diesem dreibändigen Werk unternimmt Richard Schaeffler den Versuch, den »Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie« eine konkrete und für beide Seiten förderliche Gestalt zu geben. Dabei orientiert er sich an den vier klassischen »Traktaten« der Fundamentaltheologie: der theologischen Erkenntnislehre (1. Band), der Gotteslehre (2. Band), der Lehre von Christus und von der Kirche (3. Band).
Der Dritte Band stellt die Christologie in den Zusammenhang einer Analyse der Aufgaben religiöser Überlieferungsgemeinschaften hinein: Überlieferungsgemeinschaften und die sie sichernden Institutionen sind »Schulen der Erfahrung« und haben sich an dieser Aufgabe zu bewähren. Nur so werden die Hörer des Wortes dazu befähigt, zu eigenverantwortlichen Zeugen seiner Wahrheit zu werden. Dabei zeigt sich: Jene Überlieferung, die die spezifische Erfahrung der Glaubenden möglich macht, umfasst die Geschichte der »Ekklesia« beider Testamente. Das »Christus-Ereignis« läßt sich als jene Krise und Wende in der Geschichte Israels verstehen, aus der, im Sinne einer »eschatologischen Zeitansage«, ein neues Verständnis der Zeit hervorgegangen ist, die in Christus »in ihre Fülle gelangt ist«. Wird das Christusereignis auf solche Weise in seiner Beziehung zur Geschichte der »Ekklesia Israel« gesehen, dann können auch die Aussagen der klassischen Christologie, einschließlich der Rede von den zwei Naturen in der einen Person des Christus, neu verstanden werden.

»Denkend von der Hoffnung Rechenschaft abzulegen, zu der uns der Glaube berechtigt, ist die fundamental-theologische Aufgabe der christlichen Philosophie. Dem trägt die "Philosophische Einübung in die Theologie" des Religionsphilosophen Richard Schaeffler in herausragender Weise Rechnung. Das dreibändige Werk ist die bedeutsamste Veröffentlichung eines katholischen Philosophen in den letzten Jahren.«
Die Tagespost Würzburg, 2004

»Wer sich die Mühe einer Lektüre der drei umfangreichen Bände macht, wird gewiß eine Menge lernen können über die Möglichkeiten einer konstruktiven Beziehung von Philosophie und Theologie, denn Schaeffler ist gleichermaßen in der theologischen wie in der philosophischen Tradition zu Hause. Was ihn auszeichnet ist ein Ernstnehmen der religiösen und in specie der christlichen Tradition […]. Philosophisch steht Schaeffler für den Versuch, Kant weiterzudenken und für die Theologie fruchtbar zu machen […]. Ausdrücklich bemüht er sich dabei auch um die Einbeziehung sprachphilosophischer Einsichten. Er sucht also nicht nur das Gespräch mit der Theologie, sondern auch mit unterschiedlichen philosophischen Richtungen und versucht auf diese Weise, dem gegenwärtigen philosophischen Pluralismus gerecht zu werden.«
Philosophischer Literaturanzeiger, 2006

Autoreninfo:
Richard Schaeffler, Dr. phil., Dr. theol. h. c., Dr. phil h. c., 1926 in München geboren, 1968-1989 o. Professor für Philosophisch-Theologische Grenzfragen an der Universität Bochum. Forschungsschwerpunkte: Religionsphilosophie, Geschichtsphilosophie, Wissenschaftstheorie der Theologie. Langjähriges Mitglied des »Ökumenischen Arbeitskreises Evangelischer und Katholischer Theologen« und des »Gesprächskreises Juden und Christen« beim Zentralkomitee der Deutschen Katholiken.
Buchpublikationen u.a.: Religion und kritisches Bewußtsein (1973), Einführung in die Geschichtsphilosophie (1973, 4.Aufl. 1991), Religionsphilosophie (1983, 3. Aufl. 2004), Erfahrung als Dialog mit der Wirklichkeit (1995), Philosophische Einübung in die Theologie (3. Bde., 2004, Studienausgabe 2008), Philosophisch von Gott reden (2006), Ontologie im nachmetaphysischen Zeitalter (2008).
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkungen
Der Christos und die Ekklesia beider Testamente 15

A
Der Kontext einer philosophischen Einübung in die Ekklesiologie: Die Lehre von Traditionen und Institutionen 20


1. Der weitere Rahmen der philosophischen Untersuchung: Traditionen und Institutionen im Allgemeinen 20
a) Aufgaben der Überlieferungsgemeinschaft und ihrer Organe 20
α) Ein sprachphilosophischer Zugang 21
ß) Folgerungen für die allgemeine Lehre von Traditionen und Institutionen 22
b) Legitimationskriterien 30
c) Defiziente Modi der Erfahrungsfähigkeit und ihre soziale Stabilisierung 37

2. Der engere Rahmen der philosophischen Untersuchung: Religiöse Traditionen und Institutionen 40
a) Aufgaben und Legitimationskriterien 40
α) Gebete und religiöse Erzählungen und die Aufgabe der »Diener am Wort« 40
ß) Die Formatio Mentis durch den Gottesdienst und die Aufgabe der Priester 50
y) Das religiöse Recht 55
δ) Charismatische Diener der Überlieferung 59
ε) Erneuerungsbewegungen und Sondergemeinschaften 63
b) Defiziente Modi religiöser Erfahrung und ihre
Verfestigung durch Fehlformen der religiösen Tradition 67

Erstes Teilergebnis 71

B
Das Selbstverständnis der »Ekklesia Israel« und seine Voraussetzungen 75


1. Das Selbstverständnis Israels als Thema der religionsphilosophischen Reflexion 76
a) Die spezifische Differenz der Ekklesia Israel 76
b) Die Bedeutung der Freiheit für das Verhältnis des Menschen zum Heiligen 80
c) Die offene Frage: Die Möglichkeit, das Verhältnis zum Heiligen als ein Wechselverhältnis von göttlichen und menschlichen Wahlhandlungen zu denken 88
d) Aufgaben einer transzendentalphil. Deutung 93

2. Die These von der universalen Gott-Entfremdung der Welt und die Stellung Israels in der Religionsgeschichte des frühen Europa 94
a) Der erreichte Problemstand: Mögliche Deformationen der religiösen Erfahrung und die Gefahr ihrer sozialen Stabilisierung 94
b) Eine spezielle Art von Erfahrungen und die Entstehung der Religionskritik im frühen Europa 98
c) Menschliche »Theoplasia« und »Mythopoiia« und die Frage nach ihren Gründen 103
d) Krisen der überlieferten Weltdeutung und eine neue Form der religiösen Erfahrung: Ihre Inhalte als Antizipationsgestalten der Hoffnung 104

3. Die besondere historische Erfahrung Israels auf dem Hintergrund der Krisenerfahrungen im frühen Europa 107
a) Der »Vorübergang Gottes« und das Gericht über die Götter des Todes und der Fruchtbarkeit 110
b) Die Erfahrung von der Freiheit Gottes und die Entdeckung der Geschichte 113
c) Die »Ekklesia Israel« in einer gott-entfremdeten Welt 115

4. Israels Erwählungsbewußtsein und seine Legitimationskriterien 120

Zweites Teilergebnis 125

C
Die »Ekklesia Israel« - Partikuläre Erwählung und universaler Weltauftrag 130


1. Die Erwählung der Väter und die Überlieferungsgemeinschaft als »Bundesvolk« 130
a) Das besondere Problem der »Ekklesia Israel«: die Weitergabe einer »Erwählung« 131
b) Die »Erhaltungsgnade« - ein überlieferungsgeschichtlicher Grenzfall 136

2. Die Aufgabe einer transzendentalphilosophischen Deutung 138

3. Die »Ekklesia Israel« als Schule der religiösen Erfahrung 140
a) Die besondere Erfahrung Israels als Schule des Blicks für das »anagogische« Bedeutungsmoment 140
b) Das »historische« und »tropologische« Bedeutungsmoment 145
c) Partikularität und universeller Weltauftrag -ein wichtiges Beispiel: Der jüdische Beitrag zur Entstehung und Geschichte der Theologie 147
d) Ein Volk, das »nicht ist wie die anderen Völker« 151

4. Die Organe des Bundesvolkes - partikuläre und universale Bedeutung 153
a) Die ursprünglichen Träger der Überlieferung: die Väter und Mütter 154
b) Erbliche Ämter im Dienste der Überlieferung: Priester und Könige 158
α) Das erbliche Priesteramt 158
ß) Das Königtum 162
c) Die »Freude am Gesetz« und die Bedeutung des Rechts in der Ekklesia Israel 165
d) Charismatische Diener der Überlieferung: Das ausgezeichnete Beispiel: Der Prophet 168
e) Erneuerungsbewegungen und Sonderbünde 169

5. Die Ekklesia Israel und die »Fremdvölker« 171

Drittes Teilergebnis 172

D
Das Judentum - Die neue Gestalt Israels nach der Babylonischen Gefangenschaft 176


1. Der Untergang von Tempel und Königtum und das »Wunder« der Fortexistenz Israels 176
a) Die Zerstörung von Samaria und Jerusalem als »horizont-verändernde Erfahrung« 176
b) Aufgaben der jüdischen Überlieferung nach der Babylonischen Gefangenschaft und die Kategorien von »Verheißung« und »Erfüllung« 180
c) Der Übergang von der Prophetie zur Apokalyptik 184
d) Die Struktur des neuen Erfahrungshorizonts 186
e) Die neue Bedeutung der Schriftgelehrsamkeit und der Rabbi als neues Organ der Überlieferung 188
α) Die Eigenart des jüdischen Rabbinats 189
ß) Historische Bedingungen seines Entstehens 191

2. Das Judentum zur Zeit des Zweiten Tempels und die neu aufbrechenden Krisen seiner Geschichte 193
a) Das »Neue Jerusalem« und der »Neue Bund«: Die Erwartung ihrer Unzerstörbarkeit und ihre Enttäuschung 193
b) Eine neue Deutungs-Aufgabe und die Entstehung neuer Sondergemeinschaften 195
c) Die Einheit des Judentums und die Differenz zwischen den »Juden im Lande« und den »Juden in der Zerstreuung« 198
d) Die besonderen Aufgaben der jüdischen Überlieferung in der Diaspora 201
e) Nochmals eine Veränderung des Erfahrungs-Horizonts 203
f) Eine neue Deutungs-Kategorie: der »Leidende Gottesknecht« 205

Viertes Teilergebnis 209

E
Der Christus - Anzeichen und Wende einer eschatologischen Krise in der Geschichte der Ekklesia Israel 213


1. Jesus als der Christus und seine Erkennungszeichen 214

2. Gründe des Konflikts mit dem Judentum 216

3. Jesus als Glied der jüdischen Überlieferungsgemeinschaft und eine entstehende christliche Überlieferung 220

4. »Wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten« 225

5. »Den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit« 233
a) Das »Ärgernis« in den Augen der Juden 234
b) Die »Torheit« in den Augen der Griechen 236

6. Die Christus-Botschaft - kein Abschied von der Tradition Israels, sondern ein Symptom ihrer Krise und zugleich die Ansage ihrer Wende 240

7. Vom Christus-Bekenntnis zur entstehenden Christologie: Der Hymnengesang der christlichen Gemeinden 247

Fünftes Teilergebnis 250

F
Das Christus-Kerygma und die Problematik einer metaphysischen Christologie 256


1. Philosophische Begriffe und ihre theologische Verwendung 256
a) Zur Methode 257
b) Erste Schritte der Anwendung auf die Begriffe der »metaphysischen Christologie« 261

2. Das Kriterium theologischen Begriffsgebrauchs: Die Aneignung der Überlieferung Israels 264

3. »Natur« und »Person« - Zwei Beispiele für Chancen und Schwierigkeiten, von metaphysischen Begriffen einen theol. Gebrauch zu machen 270
a) Der Begriff der »Natur« 271
α) Grundlegende Erfahrungen als Quellen des philosophischen Begriffsgebrauchs 271
ß) Versuch einer theologischen Anwendung 275
b) Der Begriff der »Person« 282
α) Unterschiedl. Bedeutungen d. Personbegriffs als Ausdruck unterschiedlicher Erfahrungen 282
ß) Der kultische Personbegriff 291
y) Der juridische Personbegriff 299
δ) Der moralische Personbegriff und das Problem eines personalen Verhältnisses zu Gott 303

4. Bedeutungsverlust oder legitime Weiterentwicklung? 308
a) Der drohende Bedeutungsverlust 308
b) Philosophische Gründe für eine Weiterentwicklung 317
c) Theologische Gründe für eine Weiterentwicklung 320

Sechstes Teilergebnis 324

G
»Freiheit« und »Geschichte« -Theologische Impulse für die Weiterentwicklung philosophischer Begriffe 329


1. Der Begriff der Freiheit - religiöse und säkulare Kontexte 330
a) Traditionelles Verständnis: Freiheit als Fähigkeit zur Wahl zwischen Wegen zum guten Leben 331
b) Philosophische Kritik an dieser Deutung und das Determinismus-Problem 334
c) Abweichende Deutungen der menschlichen Freiheit 337
d) Ein neues Verständnis der Freiheit: Die Fähigkeit zu geschichtlichem Handeln 340

2. »Natur« - »Person« - »Geschichte«:
Die Christus-Verkündigung als Impuls für die philos. Reflexion 345
a) Die Aufgabenstellung 345
b) Philosophiehistorische Beispielsfälle 349
c) Ein exemplarischer Aneignungsversuch: Hegels Dialektik als »Theologia Crucis« 352
α) Vom »historischen« zum »Speculativen Charfreitag« 352
ß) Eine kritische Zwischenbilanz 354

3. Ein Ausblick:
»Natur« - »Person« - »Geschichte« u.d. Dialektik der Freiheit 358
a) Zum erreichten Problemstand 358
b) Die Dialektik des Wesens und die Dialektik der Freiheit - oder: Prozeß und Geschichte 363
c) Die Bewährungsprobe:
Die »Theologia Crucis« als »eschatologische Zeitansage« 372
α) Die Begriffe »Natur« und »Person« als Interpretamente des Todes und der Auferweckung Jesu 372
ß) Die »Theologia Crucis« - inhaltliche und formale Bestimmung 374
y) Eine Anwendung a. d. Begriffe »Natur« und »Person« 378

Siebtes Teilergebnis 384

H
Die christliche Überlieferung - Aufgaben, Legitimationsgründe, Bewährungsproben 389


1. Aufgaben und Probleme christlicher Überlieferung 389
a) Die Weitergabe des Glaubens als »Formatio Mentis« der Hörer und der »Aufbau eines Tempels aus lebendigen Steinen« 389
b) Die drohende Gefahr des Übergangs von der »Formatio Mentis« zur »Deformation« 394
c) Die Notwendigkeit institutionalisierter Organe der christlichen Überlieferung - ein erster Vorblick 397
d) Spezifische Schwierigkeiten der christlichen Überlieferung 400

2. Zu welcher Art von Erfahrung werden Christen befähigt? 404
a) Die Nächstenliebe als »Ernstfall des Glaubens« 405
b) Die »Transfiguration« profaner Erfahrungen in religiöse 411
α) Ein biblischer Bericht und eine allgemeine Einsicht der Religions-Phänomenologie 411
ß) Bezeugte Erfahrung und religiöse Überlieferung 415
c) Die besondere Bedeutung der sittlichen Erfahrung als hermeneutischer Schlüssel zum Verständnis aller anderen Erfahrungsarten 421
α) Das tropologische, allegorische und historische Bedeutungsmoment jeder Erfahrung 424
ß) Das anagogische Bedeutungsmoment jeder
Erfahrung und die Formatio Mentis als Weg 430
γ) Die Schule der sittlichen Erfahrung und ihre religiöse Bedeutung 435

3. Die Eigenart einer christlichen Schule der Erfahrung: Die Anleitung zum Übergang vom Hören des Wortes zur doxologischen Antwort 437

4. Die christliche Überlieferung in Konkurrenz zu anderen »Schulen der Erfahrung« 439
a) Mögliche philosophische »Konkurrenten« 442
α)) Die sittliche Erfahrung als Schärfung des Blicks für das »tropologische« Bedeutungsmoment aller Erfahrungsarten - Die christliche Überlieferung in der Begegnung mit dem Platonismus 442
ß) Das »allegorische« Bedeutungsmoment der Erfahrung - die christliche Überlieferung in der Begegnung mit der Postulatenlehre Kants 443
y) Das »anagogische« Bedeutungsmoment der Erfahrung - die jüdisch-christliche Überlieferung in der Begegnung mit einer weiterentwickelten Postulatenlehre 445
b) Die sittliche Erfahrung und ihre Interpretation 447
α) Interpretation als Schule der Erfahrung: zwei Weisen, eine Aufgabe zu verstehen 447
ß) Die Interpretation der sittlichen Erfahrung und die Aufgabe, sie vor Illusion und Resignation zu bewahren 451

5. Das rechte Verständnis der sittlichen Erfahrung und das Verhältnis der christlichen Botschaft zu den Vernunftpostutlaten 457
a) Die jüdisch-christliche Überlieferung und die Postulatenlehre Kants 457
b) Eine weiterentwickelte Postulatenlehre und die christliche Überlieferung 464
c) Rückschau auf ein Ergebnis 469

6. Bewährungsproben der christlichen Überlieferung und ihrer Institutionen 472
a) Eine methodische Klarstellung 472
b) Die entscheidenden Momente einer christlichen »Schule der Erfahrung«: das gottesdienstliche Kerygma und das Dogma als Norm christlicher Lehre 474

7. Die Organe der christlichen Überlieferung 480
a) Die Sprachlehrer des Gebets 481
b) Die Vorbeter in der Gemeinde 484
c) Die »Lesemeister« als Lehrer des Umgangs mit normativen Texten 485
d) Die »vertrauten Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes« 492
α) Bemerkungen zur Wort- und Begriffsgeschichte 492
ß) Kriteriologische Folgerungen 495
e) Die »Spezialisten der Auslegungskunst« 497
f) Die »Nachfolger der Apostel« und das kirchliche Lehramt 500
g) Das kirchliche Recht 503
h) Charismatiker und ihr Verhältnis zur kirchlichen Überlieferungsgemeinschaft 509
i) Ein Rückblick 512

Achtes Teilergebnis 513

Ausblick:
Der theologische Begriff des »Universale Sacramentum Salutis« - Ausdruck des Übergangs
von der Christologie zur Ekklesiologie 519


1. Die Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils 520

2. Vom »Signum Veritatis« zum eschatologischen »Sacramentum Salutis« 521
a) Überlieferungsgemeinschaften im Allgemeinen als »Zeichen der Wahrheit« 522
b) Religiöse Überlieferungsgemeinschaften als »Zeichen des Heils« 525
c) Die Ekklesia Israel als Heilszeichen für die Völker 527
d) Der Christus als »Lumen Gentium«: Der Lobgesang des Simeon als Programm einer entstehenden Christologie 529
e) Von der Christologie zur Ekklesiologie 531

3. Partikular!tat und Universalität - zwei Seiten einer heilsgeschichtlichen Aufgabe 532

Anhang

Verwendete Abkürzungen 541
Verzeichnis der zitierten oder erwähnten Literatur 542
Stichwortregister zum dritten Band 547