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Philosophische Einübung in die Theologie Bd.2: Philosophische Einübung in die Gotteslehre Scientia & Religio, Band 1/2
Philosophische Einübung in die Theologie
Bd.2: Philosophische Einübung in die Gotteslehre


Scientia & Religio, Band 1/2



Richard Schaeffler

Verlag Karl Alber
EAN: 9783495482926 (ISBN: 3-495-48292-X)
432 Seiten, paperback, 14 x 22cm, 2008

EUR 39,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
In diesem dreibändigen Werk unternimmt Richard Schaeffler den Versuch, den »Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie« eine konkrete und für beide Seiten förderliche Gestalt zu geben. Dabei orientiert er sich an den vier klassischen »Traktaten« der Fundamentaltheologie: der theologischen Erkenntnislehre (1. Band), der Gotteslehre (2. Band), der Lehre von Christus und von der Kirche (3. Band).

Der Zweite Band will die Fragen, »ob Gott sei« und »was Gott sei«, auf neue Weise stellen. Der Gott, auf den der Glaubende sich in Akten der Verehrung und Anbetung bezieht, ist nur dem religiösen Akt »originär gegeben«. Die traditionellen Fragen der philosophischen, aber auch der theologischen Gotteslehre können deswegen nicht ohne Beziehung auf die religiöse Erfahrung erörtert werden. Wohl aber ist die religiöse Erfahrung kritisch zu befragen: Unter welchen Voraussetzungen unterscheidet sie sich von einer bloß subjektiven Vorstellung? Wie kann vermieden werden, daß eine fehlgeleitete oder mißverstandene religiöse Erfahrung zu »Gottesfiktionen« führt? Und wie kann ein Verständnis dieser Erfahrung gesichert werden, das der spezifischen Weise ihrer objektiven Gültigkeit angemessen ist? Als Leitfaden der Untersuchung dient eine IMeu-lnterpretation der alten Lehre vom »vierfachen Schriftsinn«: Die vier Bedeutungen der Schrift werden auf vier Bedeutungsmomente jeder Erfahrung zurückgeführt.

Richard Schaeffler, geb. 1926, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophisch-Theologische Grenzfragen an der Universität Bochum von 1968 bis 1989. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Rezension
Diese dreibändige katholische "Dogmatik" erscheint zunächst recht traditionell trinitarisch strukturiert: Auf die Fundamentaltheologie (Band 1) folgt die Gotteslehre (Band 2) und dann die Ekklesiologie nd Christologie (Band 3). Für den protestantischen Leser auffälllig erscheint dabei die Vorordnung der Lehre von der Kirche VOR die Lehre von Christus und das scheinbare Fehlen bzw. Aufgehen der Eschatologie in die Ekklesiologie. Wichtiger aber erscheint der grundlegende Ansatz dieser "Dogmatik", die sich bewußt nicht als solche bezeichnet, sondern a) als Einübung in die Theologie und b) als PHILOSOPHISCHE Einübung. D.h.: Hier wird bewußt (und in typisch katholischer Tradition, vgl. z.B. die Scholastische Theologie eines Thomas von Aquin) Philosophie und Theologie miteinander verzahnt. Deshalb muss auch die Erkenntnislehre (Band 1) vergleichsweise voluminös ausfallen; denn hier geht es um die diffenrenzierte Begründung der hier gewählten Zugangsweise zur Theologie, die die Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie methodisch nutzt: Die Transzendentalphilosophie wird durch Einbeziehung sprachphilosophischer Überlegungen weiterentwickelt. Denkend von der Hoffnung Rechenschaft abzulegen, zu der uns der Glaube berechtigt, ist die fundamental-theologische Aufgabe der christlichen Philosophie. Die Lektüre ist nicht ganz einfach, - wer aber sich auf die Darstellung des Autors einläßt, wird - zwar nicht unmittelbar, aber mittelbar - , großen Gewinn auch für die eigene religionspädagogische Praxis ziehen. - In Band 2, der Gotteslehre, zeigt sich der philosophische Zugang zur Theologie in besonderer Weise; die Gottesbeweise der Scholastik werden neu für die Theologie gewonnen; das mag dem Katholiken ebenso selbstverständlich sein wie dem Protestanten befremdlich.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
In diesem dreibändigen Werk unternimmt Richard Schaeffler den Versuch, den »Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie« eine konkrete und für beide Seiten förderliche Gestalt zu geben. Dabei orientiert er sich an den vier klassischen »Traktaten« der Fundamentaltheologie: der theologischen Erkenntnislehre (1. Band), der Gotteslehre (2. Band), der Lehre von Christus und von der Kirche (3. Band).
Der Zweite Band will die Fragen, »ob Gott sei« und »was Gott sei«, auf neue Weise stellen. Der Gott, auf den der Glaubende sich in Akten der Verehrung und Anbetung bezieht, ist nur dem religiösen Akt »originär gegeben«. Die traditionellen Fragen der philosophischen, aber auch der theologischen Gotteslehre können deswegen nicht ohne Beziehung auf die religiöse Erfahrung erörtert werden. Wohl aber ist die religiöse Erfahrung kritisch zu befragen: Unter welchen Voraussetzungen unterscheidet sie sich von einer bloß subjektiven Vorstellung? Wie kann vermieden werden, daß eine fehlgeleitete oder mißverstandene religiöse Erfahrung zu »Gottesfiktionen« führt? Und wie kann ein Verständnis dieser Erfahrung gesichert werden, das der spezifischen Weise ihrer objektiven Gültigkeit angemessen ist? Als Leitfaden der Untersuchung dient eine Neu-Interpretation der alten Lehre vom »vierfachen Schriftsinn«: Die vier Bedeutungen der Schrift werden auf vier Bedeutungsmomente jeder Erfahrung zurückgeführt. Auf diese Weise gelingt es zugleich, die klassischen Gottesprädikate (Transzendenz, Einheit, Vollkommenheit, Personalität und Freiheit) wiederzugewinnen, Kriterien für konkurrierende Wahrheitsansprüche der Religionen bereitzustellen und die Gottesbeweise der Metaphysik »neu zu dolmetschen«.

»Denkend von der Hoffnung Rechenschaft abzulegen, zu der uns der Glaube berechtigt, ist die fundamental-theologische Aufgabe der christlichen Philosophie. Dem trägt die "Philosophische Einübung in die Theologie" des Religionsphilosophen Richard Schaeffler in herausragender Weise Rechnung. Das dreibändige Werk ist die bedeutsamste Veröffentlichung eines katholischen Philosophen in den letzten Jahren.«
Die Tagespost Würzburg, 2004

»Wer sich die Mühe einer Lektüre der drei umfangreichen Bände macht, wird gewiß eine Menge lernen können über die Möglichkeiten einer konstruktiven Beziehung von Philosophie und Theologie, denn Schaeffler ist gleichermaßen in der theologischen wie in der philosophischen Tradition zu Hause. Was ihn auszeichnet ist ein Ernstnehmen der religiösen und in specie der christlichen Tradition […]. Philosophisch steht Schaeffler für den Versuch, Kant weiterzudenken und für die Theologie fruchtbar zu machen […]. Ausdrücklich bemüht er sich dabei auch um die Einbeziehung sprachphilosophischer Einsichten. Er sucht also nicht nur das Gespräch mit der Theologie, sondern auch mit unterschiedlichen philosophischen Richtungen und versucht auf diese Weise, dem gegenwärtigen philosophischen Pluralismus gerecht zu werden.«
Philosophischer Literaturanzeiger, 2006

Autoreninfo:
Richard Schaeffler, Dr. phil., Dr. theol. h. c., Dr. phil h. c., 1926 in München geboren, 1968-1989 o. Professor für Philosophisch-Theologische Grenzfragen an der Universität Bochum. Forschungsschwerpunkte: Religionsphilosophie, Geschichtsphilosophie, Wissenschaftstheorie der Theologie. Langjähriges Mitglied des »Ökumenischen Arbeitskreises Evangelischer und Katholischer Theologen« und des »Gesprächskreises Juden und Christen« beim Zentralkomitee der Deutschen Katholiken.
Buchpublikationen u.a.: Religion und kritisches Bewußtsein (1973), Einführung in die Geschichtsphilosophie (1973, 4.Aufl. 1991), Religionsphilosophie (1983, 3. Aufl. 2004), Erfahrung als Dialog mit der Wirklichkeit (1995), Philosophische Einübung in die Theologie (3. Bde., 2004, Studienausgabe 2008), Philosophisch von Gott reden (2006), Ontologie im nachmetaphysischen Zeitalter (2008).
Inhaltsverzeichnis
l
Fragestellung und Methode 13


1. Zum Thema einer »Philosophischen Einübung in die Gotteslehre« 13

2. Die »philosophische Gottesfrage« - ihre Eigenart und Aufgabenstellung 20

3. Zur Methode einer Philosophischen Einübung in die Gotteslehre 25

Erstes Teilergebnis 30

II
Eine Aufgabe der allgemeinen Transzendentalphilosophie: Die Bestimmung der Möglichkeitsbedingungen der Erfahrung überhaupt und die Freilegung der Gründe mißlingender Gegenstandskonstitution 33


1. Die Erfahrung und ihre Bedingungen - traditionelle Funktionsbestimmung 33

2. Erste Schritte einer Weiterentwicklung 34

3. Eine neue Anforderung an die transzendentale Methode 35
a) Der interreligiöse Dialog als Anlaß zu einer kritischen Reflexion auf die Bedingungen gelingender Gegenstandskonstitution 37
b) Ein noch uneingelöstes Programm: Die Erklärung von Fehlformen der Erfahrung 41

4. Eine neue Aufgabe der allgemeinen Transzendentalphilosophie: Die Freilegung der Gründe, aus denen Fehlformen der Gegenstandskonstitution hervorgehen 44
a) Der mögliche Ausfall des »allegorischen« Bedeutungsmoments 44
b) Der mögliche Ausfall des »historischen« Bedeutungsmoments 46
c) Der mögliche Ausfall des »anagogischen« Bedeutungsmoments 49
d) Der mögliche Ausfall des »tropologischen« Bedeutungsmoments 54
e) Ein Rückblick auf die verschiedenen Formen fehlgeleiteter Gegenstandskonstitution 57

Zweites Teilergebnis 59

III
Die Eigenart der religiösen Erfahrung, ihre Bedingungen und Bedeutungsmomente - oder: Religionsphilosophische Aufgaben der speziellen Transzendentalphilosophie 63


1. Die religiöse Erfahrung und ihre Bedingungen 63

2. Der dialogische Charakter der religiösen Erfahrung und Folgen, die sich aus seinem Ausfall ergeben 67
a) Das religiöse Selbstgespräch und die »Gottesfiktion« 67
b) Das Verstummen des Verbum Mentis und das Phänomen des Dämonischen 69

3. Die vier Bedeutungsmomente der religiösen Erfahrung und die Folgen ihres möglichen Ausfalls 75
a) Das »allegorische« Bedeutungsmoment der religiösen Erfahrung und die Fehlformen der Idololatrie und des Fetischismus als seine Ausfallserscheinungen 76
α) Das »allegorische« Bedeutungsmoment der religiösen Erfahrung und das religiöse Verständnis der »Verkäs semper maior« 76
ß) Idololatrie und Fetischismus als Ausfalls-Erscheinungen des allegorischen Bedeutungsmoments 85
b) Das »anagogische« Moment der religiösen Erfahrung und die Vielgötterei als seine Ausfallserscheinung 90
α) Das »anagogische« Bedeutungsmoment der religiösen Erfahrung u. d. religiöse Verständnis von der »Einheit der numinosen Wirklichkeit« 90
ß) Vom Vertrauen in die Treue des Heiligen zur Überzeugung von der Einzigkeit Gottes 99
y) Der Polytheismus als Ausfallserscheinung des anagogischen Bedeutungsmoments 103
δ) Die Kritik der Metaphysiker am Polytheismus 106
c) Das »tropologische« Moment der religiösen Erfahrung und die Magie als seine Ausfallserscheinung 108
α) Das tropologische Bedeutungsmoment der religiösen Erfahrung und das religiöse Verständnis des Heiligen als »Maß und Quelle rechten Lebens« 108
ß) Die Magie als Ausfallserscheinung des tropologischen Bedeutungsmoments 117
y) Die Kritik der Metaphysiker an der Magie 118
d) Das »historische« Bedeutungsmoment der religiösen Erfahrung und die Gnosis als seine Ausfallserscheinung 120
α) Das historische Bedeutungsmoment der religiösen Erfahrung und das religiöse Verständnis von Ewigkeit, Zeit und Geschichte 120
Exkurs: Religiöse Erfahrung und gottesdienstliche Anamnese 123
ß) Zurück zur allgemeinen Charakterisierung des religiösen Gedenkens 131
y) Die Gnosis als Ausfallserscheinung des historischen Bedeutungsmoments 138
Exkurs: Die religiöse Bedeutung der Weisheit und die ihr innewohnenden Gefahren 140
δ) Zurück zu den Gefahren der geschichtslosen Weisheit 151
ε) Der Streit der Metaphysiker um die »Personalität« oder »Apersonalität« Gottes 157

Drittes Teilergebnis 158

IV
Der religiöse Kontext des Sprechens von Gott 163


1. Die doppelte Frage: Wann sprechen Religionen von Gott? Wann ist ein Sprechen von Gott religiös? 163

2. Wie kommt Gott in die Religion? 169
a) der Begriff der numinosen Entscheidungsmacht als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines personalen Gottesverständnisses 169
b) Das historische Bedeutungsmoment der religiösen Erfahrung und die Entstehung eines personalen Gottesbegriffs 172

3. Die Eigenart des religiösen Erfahrungskontexts als Bedingung dafür von Gott auf spezifisch religiöse Weise zu sprechen 174
a) Das allegorische Bedeutungsmoment und der Kontext der singularischen Rede von »dem Heiligen« und von seiner »Transzendenz« 175
b) Das anagogische Bedeutungsmoment und der Kontext der Rede von der »Einheit des Heiligen« oder von »Gott als dem Einen« 178
c) Das tropologische Moment und der Kontext der Rede von der »gutmachenden Güte Gottes« 183

Viertes Teilergebnis 187

V
Religionsphilosophischer Begriff und religionshistorische Wirklichkeit 190


1. Erreichte Ergebnisse und kritische Rückfragen 190

2. Der »Fromme Widerstand« gegen die Vorstellung vom transzendenten, einen, allgütigen und personalen Gott 191
a) Die Erfahrung von der Gegenwart des Heiligen und der Widerstand gegen die Vorstellung seiner Transzendenz 191
b) Die Erfahrung von der »Coincidentia oppositorum« und der Widerstand gegen die Vorstellung von der Einheit des Heiligen 194
c) Die Erfahrung des »heiligen Schreckens« und der Widerstand gegen die Vorstellung vom »allgütigen Gott« 197
d) Die Erfahrung von der »Gleichzeitigkeit mit den Ursprüngen« und der Widerstand gegen die Vorstellung von einer Geschichte Gottes mit den Menschen 200
e) Der Verlust des Sensus historicus als der verborgene Grund für den Widerstand gegen die Vorstellung vom transzendenten, einen und allgütigen Gott 204

3. Eine Bewährungsprobe der transzendentalphilosophischen Deutung religiöser Erfahrung 209

Fünftes Teilergebnis 216

VI
Zurück zur allgemeinen Transzendentalphilosophie: Die Postulate der reinen Vernunft und ihr Anspruch, als »Gottespostulate« zu gelten 219


1. Notwendigkeit und Eigenart der Vernunftpostulate 221

2. Das Kernproblem: Philosophische »Prinzipienlehre« oder religiöse Begegnung mit einem in der Geschichte wirkenden und daher »personalen« Gott? 226

3. Die Hermeneutik der Erfahrungswelt als »Tertium comparationis« der religiösen und der postulatorischen Rede von Gott 229
a) Der hermeneutische Charakter der religiösen Erfahrung 230
b) Der hermeneutische Charakter der Vernunftpostulate 232

4. Der Begriff des »persönlichen Gottes« -» Ein Thema der Philosophie? 236
a) Annäherungen an eine philosophische Rede von Gottes Personalität 237
b) Der Neu-Ansatz der kantischen Transzendentalphilosophie und die Kontingenz der menschlichen Erfahrungsfähigkeit 241
c) Eine weiterentwickelte Transzendentalphilosophie, die Geschichte der Anschauungs- und Denkformen und die Krisen dieser Geschichte 244
d) Der »postulierte Gott« - Grund einer transzendentalen Hoffnung 246
e) Die Personalität des »postulierten Gottes« und der Sensus historicus der religiösen Erfahrung 248
f) Eine Bewährungsprobe beider Weisen des Sprechens von Gott 250

5. Ein hermeneutisch-kritisches Wechelverhältnis 252
a) Das gemeinsame Thema der Auslegung: Das »Aufgehen eines Lichts über einem Abgrund von Finsternis« 253
b) Krisen in der Geschichte des religiösen Bewußtseins 256
c) Hermeneutische Möglichkeiten einer weiterentwickelten Transzendentalphilosophie 260

Sechstes Teilergebnis 266

VII
Wiedergewinnung und Neugestaltung der metaphysischen Gottesprädikate im Rahmen einer weiterentwickelten Lehre von den Vernunftpostulaten 269


1. Die transzendentale Bedeutung der Rede von Gottes »Transzendenz« 272
a) Von der klassischen Metaphysik zu einer weiterentwickelten Transzendentalphilosophie 272
b) Der Sensus fidei der religiösen Erfahrung und seine Auslegung durch eine weiterentwickelte Transzendentalphilosophie 278

2. Die transzendentale Bedeutung der Rede von Gottes Einheit 283
a) Die Einheit Gottes in der klassischen Metaphysik 283
b) Der Sensus spei der religiösen Erfahrung und die Einheit Gottes als Vernunftpostulat 286
c) Religiöses und transzendentales Verständnis der göttlichen Einheit 291
d) Eine Bewährunsprobe für den postulatorischen Begriff von Gottes Einheit 294

3. Die transzendentale Bedeutung der Rede von Gottes »höchster Vollkommenheit« 300
a) Der Begriff des »allervollkommensten Wesens« in der klassischen Metaphysik 300
b) Der religiöse Sinn der Rede von Gottes »Vollkommenheit«: Gottes »gutmachende Güte« 303
c) Der Sensus caritatis der religiösen Erfahrung und das »allervollkommenste Wesen« als Idee und Postulat 306
α) Das »allervollkommenste Wesen« als Idee 306
ß) Das »allervollkommenste Wesen« als Postulat 312
d) Eine weiterentwickelte Transzendentalphilosophie und
die »gutmachende Güte« des postulierten Gottes 316
α) Eine weiterentwickelte Lehre von der Vernunftdialektik 316
ß) Eine weiterentwickelte Lehre von den Vernunftpostulaten 319
e) Der Sensus caritatis der religiösen Erfahrung und seine Auslegung durch den postulatorischen Gottesglauben 324

Siebtes Teilergebnis 328

VIII
Re-Interpretation der Gottesbeweise 333


1. Der kosmologische Gottesbeweis als Anleitung zum »Lesen im Buche der Welt« 336
a) Beweisziel und Argumentationsweg des kosmologischen Gottesbeweises 336
b) Die kosmologische Intention des Vernunftpostulats: Die Benennung der Bedingung, die die Interferenz der »Welten« möglich macht 337
c) Das »Lesen im Buche der Welt« - eine hilfreiche Metapher aber mehr als bloß ein poetisches Bild 338
d) Eine alte Verstandesregel - neu gedolmetscht 342

2. Der »moralische Gottesbeweis« als Anleitung beim »Lesen im Buche der Welt« Alternativen des Guten und Bösen zu entdecken 348
a) Das Beweisziel des »moralischen Gottesbeweises« 348
b) Die moralische Intention des Vernunftpostulats: Die Benennung der Bedingung dafür, auch als »Sünder in einer sündigen Welt« Möglichkeiten der Selbstfindung durch Selbsthingabe zu entdecken 354
α) Die moralische Intention der kantischen Postulate 354
ß) Die moralische Intention der weiterentwickelten Vernunftpostulate 359
y) Ein biblisches Beispiel - und die Dialektik der praktischen Vernunft als sittlicher Skandal 365
c) Eine alte Verstandesregel - neu gedolmetscht 370

3. Der »teleologische Gottesbeweis« als Anleitung beim »Lesen im Buche der Welt«
Gründe des Zutrauens zur Wirklichkeit zu entdecken 377
a) Die Intention des »teleologischen Gottesbeweises« 377
b) Die teleologische Intention des Gottespostulats: die Benennung derjenigen Bedingung, die »unsere Schritte zum Weg verknüpft« 379
c) Eine alte Verstandesregel - neu gedolmetscht 382

4. Der »ontologische Gottesbeweis« als Anleitung, in allem, was ist, eine Gegenwartsgestalt der Zuwendung Gottes zu erkennen 390
a) Argumentationsweg und Beweisziel des »ontologischen Gottesbeweises« 390
b) Die ontologische Intention des Vernunftpostulats: die Benennung der Bedingung dafür, in jedem Anspruch des Wirklichen die Erscheinungsgestalt der
»Veritas semper maior« zu erkennen 392
c) Eine alte Verstandesregel - neu gedolmetscht 399

Achtes Teilergebnis 405

Rückblick:
Die Theorie der religiösen Erfahrung und die Aufgabe einer »philosophischen Einübung in die Gotteslehre« 407

Ausblick:
Das Programmwort »Credere Deum Deo et in Deum« als Bewährungsprobe eines personalen Gottesverständnisses 413

Anhang

Verwendete Abkürzungen 423
Verzeichnis der zitierten oder erwähnten Literatur 424
Stichwortregister zum zweiten Band 428