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Naturphilosophie
Naturphilosophie




Dieter Wandschneider

CCBuchner
EAN: 9783766166579 (ISBN: 3-7661-6657-3)
272 Seiten, paperback, 15 x 23cm, 2008

EUR 17,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Gerade der Mensch, der sich qua Geist aus Naturbindungen zu lösen vermag, braucht zur Orientierung im Sein ein Naturbild. Einen Begriff der Natur im Ganzen zu fassen ist damit auch ein Grundthema philosophischen Nachdenkens. Gleichwohl ist die Gegenwart eine Epoche ohne Naturphilosophie – ein Skandalon einer auf Wissenschaftstheorie fixierten Philosophie. Schwerpunktthemen dieser Untersuchung sind die Gesetzmäßigkeit der Natur, elementare Formen des Naturseins (Raum, Zeit, Bewegung, Materie, Licht) unter Einbeziehung relativitätstheoretischer und quantentheoretischer Perspektiven; ferner das Problem des Lebendigen, die Frage eines möglichen Ziels der Evolution sowie Anfänge des Seelischen in der Natur (Wahrnehmung und Empfindung).

Dieter Wandschneider ist Professor (i.R.) für Philosophie an der Universität RWTH Aachen. Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeit sind Naturphilosophie und Dialektik des Idealismus Hegelscher Prägung, Logik, Technikphilosophie und Ästhetik. Einige Publikationen: Formale Sprache und Erfahrung. Carnap als Modellfall (1975); Raum, Zeit, Relativität. Grundbestimmungen der Physik in der Perspektive der Hegelschen Naturphilosophie (1982); Grundzüge einer Theorie der Dialektik. Rekonstruktion und Revision dialektischer Kategorienentwicklung in Hegels „Wissenschaft der Logik" (1995); Das Problem der Dialektik (Hg./1997); Technikphilosophie (2004); Das Geistige und das Sinnliche in der Kunst. Ästhetische Reflexion in der Perspektive des Deutschen Idealismus (Hg./2005).
Rezension
In der Reihe "Faszination Philosophie" werden Themengebiete der systematischen Philosophie kompakt und verständlich aufgeschlossen. Dazu zählt auch die Naturphilosophie, - obwohl diese z.Zt. nicht gerade im Mittelpunkt philosophischen Interesses zu stehen scheint. Die Naturphilosophie versucht, die Natur in ihrer Gesamtheit zu erfassen und in ihren allgemeinen wie besonderen Strukturen zu beschreiben, zu erklären und zu deuten. Naturphilosophie thematisiert die Charakteristika und Bedingungen der Möglichkeit der heutigen wissenschaftlichen Naturauffassungen und geht deren gegenseitigen Abhängigkeiten nach. Themen der Naturphilosophie sind u.a. die Gesetzmäßigkeit der Natur, elementare Formen des Naturseins (Raum, Zeit, Bewegung, Materie, Licht) unter Einbeziehung relativitätstheoretischer und quantentheoretischer Perspektiven, das Problem des Lebendigen, die Frage eines möglichen Ziels der Evolution sowie Anfänge des Seelischen in der Natur (Wahrnehmung und Empfindung).

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Informationen zur Reihe
Zu wenigen Fächern ist es schwieriger einen Zugang zu finden als zur Philosophie, und doch gibt es kaum eine Disziplin, die faszinierender ist als die Philosophie: In ihr geht es um die Grundlagen unseres Denkens und Handelns; und sie handelt von den Grundbegriffen einer jeden Wissenschaft.
Allerdings gibt es im deutschsprachigen Raum, anders als in den angelsächsischen Ländern, kaum Reihen, die einen Überblick über die einzelnen Teile der systematischen Philosophie verschaffen. Diese Lücke will Faszination Philosophie schließen — geschrieben jeweils von den besten Experten ihres Faches und gestaltet in bibliophilem Layout.
Inhaltsverzeichnis
DANK 6
VORWORT DES HERAUSGEBERS 7

1. EINLEITUNG 9

2. DIE NATURPHILOSOPHISCHE PERSPEKTIVE 13

2.1 Neuzeitliche Positionen 13
2.2 Der objektiv-idealistische Naturbegriff 27
2.3 Naturphilosophie und Naturwissenschaft 31

3. ASPEKTE DER GESETZMÄSSIGKEIT DER NATUR 36

3.1 Das Induktionsproblem 36
3.2 Funktionsgesetze und die Möglichkeit von Technik 40
3.3 Der Systemcharakter des Funktionsgesetzes 45
3.4 Vernachlässigung des Funktionscharakters als Grund der Goodmanschen Paradoxie 48
3.5 Zur Kritik der Goodmanschen Konstruktion 51
3.6 Zur Beziehung von Universalität und Funktionalität 54
3.7 Autonome Strukturen 61
3.8 Verschiedene Typen von Naturgesetzen und der Kraftbegriff 65
3.9 Das Kausalprinzip 72

4. ELEMENTARE FORMEN DES NATURSEINS 80

4.1 Raum 80
4.2 Zeit 88
4.3 Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft 91
4.4 Die Sonderstellung der Zeit 93
4.5 Epoche und Ereignis 97
4.6 Bewegung und Materie 100
4.7 Das Modell der Kreisbewegung und das Problem der Masse 102
4.8 Physikalische Aspekte des Modells 106
4.9 Relative und absolute Bewegung - Körper und Licht 111
4.10 Allgemeine Relativität - Trägheit und Gravitation 115
4.11 Quantentheoretische Unschärfe und Möglichkeitsbegriff 123
4.12 Quantentheoretische Verschränkung ('EPR') und Ganzheitsbegriff 130

5. LEBEN ALS SELBSTERHALTUNG 136

5.1 Kants Deutung des Lebens als innere Zweckmäßigkeit 138
5.2 Systemtheoretischer Ansatz 144
5.3 Formen der Selbstregulation 148
5.4 Charakteristische Eigenschaften auto-regulativer Systeme 154
5.5 Pflanze und Tier - Hegels Deutung aus der Selbst-Struktur 159
5.6 Helmut Plessners Charakterisierung des Organischen 164
5.7 Fazit 167

6. DAS EVOLUTIONSPROBLEM 169

6.1 Darwins Argumentation 170
6.2 Präbiotische und biotische Evolution 171
6.3 Die soziobiologische Perspektive 179
6.4 Zum Problem von Richtung und Ziel der Evolution 184
6.5 Gibt es einen Abschluss der biologischen Evolution? 190
6.6 Der Geist als Überhöhung der Natur 196
6.7 Metaphysisi he Implikationen 201

7. ANFÄNGE DES SEELISCHEN IN DER NATUR 204

1.1 Die psychische Innendimension 204
7.2 Wahrnehmung 214
7.3 Empfindung 217
7.4 Empfindung als Bedingung individuellen Lernens 223
7.5 Stufen der Selbst-Objektivierung 227
7.6 Emergenzcharakter des Psychischen 230

8. SCHLUSS 237

LITERATUR 240