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Mose Ägypten und das Alte Testament Mit Beiträgen von Jan Assmann, Georg Fischer SJ, Manfred Görg und Eckart Otto
Mose
Ägypten und das Alte Testament


Mit Beiträgen von Jan Assmann, Georg Fischer SJ, Manfred Görg und Eckart Otto

Eckart Otto (Hrsg.)

Katholisches Bibelwerk
EAN: 9783460048911 (ISBN: 3-460-04891-3)
149 Seiten, kartoniert, 14 x 21cm, 2000

EUR 21,40
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
ZUM THEMA: Kaum eine Gestalt hat die Religionsgeschichte der Menschheit so nachhaltig geprägt wie Mose, der in den drei monotheistischen Religionen von Judentum, Christentum und Islam als Reiigionsstifter verehrt wird. Wer aber war Mose historisch und wie erklärt sich seine Wirkungsgeschichte? In einem Dialog zwischen Ägyptologen und Bibelwissenschaftlern werden Antworten gesucht, die zu einem neuen Mosebild führen.

Die ägyptische „Traditionsfigur" des erfolgreichen Semiten stand an der Wiege des biblischen Mosebildes (M. Görg), dessen Karriere in der neuassyrischen Krise des 7. Jh. v. Chr. als Gegenentwurf zum assyrischen Großkönig begann (E. Otto), sich im Kanon der Hebräischen Bibel zum Mittler zwischen Gott und Volk entwickelte (G. Fischer) und mit dem sich eine im Alten Orient einmalige Politische Theologie verband, die die durchschlagende Wirkungsgeschichte erklärt (J. Assmann).



AUTOREN: Professor Jan Assmann (Heidelberg), Professor Georg Fischer (Innsbruck), Professor Manfred Görg (München), Professor Eckart Otto (München).
Rezension
Das von Eckart Otto in der Reihe der "Stuttgarter Bibelstudien" herausgegebene Büchlein "Mose. Ägypten und das Alte Testament" dokumentiert ein Symposium zum Thema an der Ev.-theol. Fakultät der Universität München in fünf Aufsätzen von Jan Assmann (Heidelberg), Georg Fischer (Innsbruck), Manfred Görg (München) und dem Herausgeber und beschreibt ägyptologische wie bibelwissenschaftliche Lösungsansätze zur Frage nach einer möglichen historischen Gestalt hinter dem biblischen Mosebild. – Mose wird in den drei monotheistischen Weltreligionen von Judentum, Christentum und Islam als Religionsstifter verehrt. Mose gilt als Begründer der ersten monotheistischen Religion; nachdem Gott ihm im brennenden Dornbusch erschienen ist, führt er sein Volk Israel aus Ägypten, und unterscheidet durch die Verkündigung der Zehn Gebote zwischen wahrer und falscher Religion. Schon Sigmund Freud hat in „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ Mose als Ägypter begriffen. Der Heidelberger Ägyptologe Jan Assmann hat in „Moses der Ägypter“ Ägypten wieder in die Kultur Europas eingebettet.

Thomas Bernhard für lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

ECKART OTTO
Der historische, der biblische und der historisch-kritische Mose.
Probleme ihrer Relation und Wirkungsgeschichte 9

MANFRED GÖRG
Mose - Name und Namensträger. Versuch einer
historischen Annäherung 17

ECKART OTTO
Mose und das Gesetz. Die Mose-Figur als Gegenentwurf Politischer
Theologie zur neuassyrischen Königsideologie im 7. Jh. v. Chr. .... 43

GEORG FISCHER
Das Mosebild der Hebräischen Bibel 84

JAN ASSMANN
Monotheismus und Ikonoklasmus als politische Theologie 121


Register 140