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Lotta Wundertüte Unser Leben mit Bobbycar und Rollstuhl
Lotta Wundertüte
Unser Leben mit Bobbycar und Rollstuhl




Sandra Roth

Kiepenheuer und Witsch
EAN: 9783462045666 (ISBN: 3-462-04566-0)
260 Seiten, hardcover, 14 x 22cm, August, 2013

EUR 18,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Lotta

drei Jahr alt, ein Schmoller, ein Schlawiner, blong, zickig, zäh, süß - und schwerbehindert. Wie lebt es sich mit so einem Kind?

"Die macht nichts kaputt", sagt Lottas Bruder Ben, zwei Jahre älter.

"Und sie erzählt meine Geheimnisse nicht weiter."

"Ihr Armen", sagen andere auf dem Spielplatz. "Hat der Arzt nicht aufgepasst?"

"Wir packen das", sagen sich Lottas Eltern. "Nur wie?"

Ein ehrlicher Bericht über Familie, Mut, Leiden und Lachen - und die Frage: Was zählt im Leben?



Ein wichtiger Beitrag in den Debatten um Pränataldiagnostik und Inklusion.
Rezension
Sandra Roth erfährt in der 33. Schwangerschaftswoche bei einer Routineuntersuchung, dass das Gehirn ihrer ungeborenen Tochter nicht ausreichend mit Blut versorgt wird. Veni Galeni Malformation, venöses Blut, Autoregulation, so lautet die Diagnose, die in die Ungewissheit führt, ob und zu welchem Grad die Tochter später "behindert" sein wird. Da schließen sich viele neue Gedanken, Zweifel, Unsicherheiten und auch ethische Fragestellungen nach Abtreibung an.

Schließlich kommt Lotta auf die Welt. Lotta hat es nicht einfach, sie muss oft operiert werden, kann mit einem Jahr ihren Kopf immer noch nicht alleine halten, kann nicht krabbeln, bekommt dann auch noch autistische Schübe und bindet die Aufmerksamkeit ihrer Mutter, ihres Bruders und ihres Vaters mitunter ununterbrochen. Die Reaktionen der Nachbarn und Freunde auf das Kind werden im Buch eindrucksvoll beschrieben und lassen diese Personen meist nicht einem positiven Licht erscheinen.

Von ihrer Mutter wird Lotta hingegen geliebt, gefördert und fast den ganzen Tag getragen. Die Geschichte, die auf Tatsachen beruht, zeigt, wie das Leben mit einem "Kinder mit besonderen Fähigkeiten" die Nerven der Mutter "aufzehren kann", wie eine Mutter andererseits aber auch kräftig und willensstark wird. Kurz bevor Lotta drei wird, kommt sie dann sogar in einen "normalen" Kindergarten. In Zeiten, in denen viel über Inklusion gesprochen wird, sie aber eigentlich noch nicht richtig gelebt wird, ist dieser Tatsachenbericht, der aus Sicht einer Mutter geschrieben ist, ein wahres Geschenk. Wo anders kann man sonst aus erster Hand erfahren, was in unserem Alltag, in unseren Kindergärten und Schulen sich noch ändern muss, damit Inklusion wirklich gelingen kann und damit Kinder wie Lotta dort glücklich und zufrieden werden können. Danke für dieses berührende Buch ...

Christa D. Schäfer für lbib.de
Verlagsinfo
Zum Lachen muss man nicht laufen können

Lotta, drei Jahre alt, ein Schmoller, ein Schlawiner, blond, zickig, zäh, süß – und schwerbehindert. Wie lebt es sich mit einem solchen Kind? Ein ehrlicher, zutiefst berührender Bericht über Familie, Mut, Leiden und Lachen – und die Frage: Was zählt im Leben?
Herbst 2009. Sandra Roth ist im neunten Monat schwanger. Mit Lotta, einem Wunschkind, die Vorfreude der Familie ist groß. Doch bei einer Routineuntersuchung erfährt sie, dass das Gehirn ihrer Tochter nicht mit ausreichend Blut versorgt wird. Welche Konsequenzen diese Gefäßfehlbildung für das Leben von Lotta haben wird, können die Ärzte nicht vorhersagen. »Lotta Wundertüte: Man weiß nie, was drin ist«, sagt einer.
Lotta könnte ein »Rollstuhl-Baby« sein, so nennt das ihr zwei Jahre älterer Bruder Ben. Während er auch gerne einen Rollstuhl hätte, weil man dann nicht selbst laufen muss, setzen sich die Eltern mit anderen Fragen auseinander: Wie lebt es sich mit einem behinderten Kind in einer Gesellschaft, die alles daransetzt, Behinderungen und Krankheiten abzuschaffen? Wie reagieren Freunde, Nachbarn, Kollegen? Und was wird Lotta für ein Leben haben – eingeschränkt, ausgegrenzt? Oder angenommen und geliebt?
Authentisch und liebevoll erzählt Sandra Roth von den ersten drei Jahren mit Lotta, Jahre voller Kämpfe, Überraschungen, Leid und Glück, an deren Ende wir eine lächelnde Lotta im Kindergarten erleben. Ein Buch voll großer Fragen, das Mut macht, auch den schwierigen Momenten im Leben mit Optimismus und Humor zu begegnen.