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Irisches Tagebuch Hörbuch Sprecher: Jerzy May
Irisches Tagebuch
Hörbuch


Sprecher: Jerzy May

Heinrich Böll

Hoerbuch Verlag
EAN: 9783896140852 (ISBN: 3-89614-085-X)
1 Seiten, CD-Box, 14 x 13cm, 2006

EUR 15,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Als die „schönste Liebeserklärung an ein Land" wird das „Irische Tagebuch" von Heinrich Böll (1917 -1985) oft bezeichnet. Das ist es in der Tat - und ist doch weit mehr. Anders als der Verliebte, dessen Blick sich nur auf Farbenfrohes, Sonnenbeschienenes richtet und Dunkel nicht wahrnimmt, braucht Böll den Schatten, der Konturen erst erscheinen lässt. Mosaikartig setzt Böll Beobachtetes und Erlebtes erzählend zu einem Bild zusammen, in dem die Grundfarbe Grau durch mannigfaltige Abstufungen farbenfroh wirkt und den Betrachter Helligkeit umso intensiver empfinden läßt. Irland, abseits von Wirtschaftswunder und Business-Zivilisation, übergangen vom Tourismus, ein Land, wo die Straßen noch den Kühen und Schulkindern gehören, wo harte Arbeit und Armut keinen Widerspruch bilden und drei von acht Kindern später ihren Lebensunterhalt als Emigranten im Ausland verdienen müssen, wo statt des täglichen Brotes nur der tägliche Regen sicher ist, wo Kirche und Wirtshaus gleichberechtigt zentrale Lebensfunktion haben und der Mensch Maßstab aller Dinge geblieben ist - diesem Irland hat Böll seine Impressionen gewidmet, hat Folkloristisches, Literarisches, Geschichtliches wie Soziales zu einem feinsinnigen Portraitzusammengefügt. Wer schon in Irland war, bei dem löst das „Irische Tagebuch" Wehmut, vielleicht sogar Heimweh aus. Wer noch nicht auf der „Insel der Heiligen" war, der wird Sehnsucht nach einem Land empfinden, das er fast schon zu kennen meint.

Sprecher: Jerzy May, Regie: Hans Eckardt
Rezension
Das heutige, wirtschaftlich boomende und in die Europäische Gemeinschaft integrierte Irland dürfte ein ganz anderes sein als das hier in seinem Irischen Tagebuch aus dem Jahre 1957 von Heinrich Böll beschriebene ... Aber vielleicht ist das mittlerweile Geschichte gewordene Tagebuch damit umso interessanter, - auch wenn die Wehmut auf ein vergangenes Irland umtreibt, - jedenfalls für manche Besucher; denn für die Einheimischen war es lange genug Armenhaus und Auswanderlungsland ... In achtzehn Kurzgeschichten hielt Böll halbdokumentarisch seine Eindrücke eines mehrmonatigen Irland-Aufenthalts fest, aber schon damals warnte er: Es gibt dieses Irland, - wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor ... - Jenseits der Darstellung der schwierigen politischen und geschichtlichen Entwicklungen Irlands gelingt Böll ein poetisches Bild von der grünen Insel und ihren Bewohnern, das auch in dieser Hörbuch-Produktion gut "rüberkommt".

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Als die "schönste Liebeserklärung an ein Land" wird dieses Tagebuch oft bezeichnet. Irland, abseits von Wirtschaftswunder und Tourismus, ein Land, in dem die Straßen noch den Kühen und Schulkindern gehören, wo statt des täglichen Brotes nur der tägliche Regen sicher ist, wo der Mensch Maßstab aller Dinge geblieben ist - diesem Irland hat Böll seine Impressionen gewidmet, hat Folkloristisches, Literarisches, Geschichtliches wie Soziales zu einem feinsinnigen Portrait zusammengefügt.

vollständige Lesung
Inhaltsverzeichnis
3 CDs
213 Minuten
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