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Handbuch Integrierte Sterbebegleitung
Handbuch Integrierte Sterbebegleitung




Ulrich Lilie, Eduard Zwierlein (Hrsg.)

Gütersloher Verlagshaus
EAN: 9783579068046 (ISBN: 3-579-06804-0)
374 Seiten, kartoniert, 16 x 24cm, 2004

EUR 29,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Weiterentwicklung und Übertragung der Hospizidee in andere gesellschaftliche Bereiche:



Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen gilt es, die wichtigen Impulse und Erfahrungen aus der Hospizbewegung für die Arbeit in Krankenhäusern, Altenheimen und allen gesellschaftlichen Bereichen im Umgang mit alten Menschen und Sterbenden fruchtbar zu machen.



Fachlich fundiert, anschaulich und verständlich:



Dieses Handbuch bietet mit 43 fundierten Fachdarstellungen zu allen relevanten Aspekten der Sterbebegleitung, unter anderem aus den Fachgebieten Pflege, Begleitung, Medizin, Recht, Seelsorge, verständliche und anschauliche Hilfen für die Umsetzung in anderen Institutionen.



Ein breites Spektrum kompetenter Autorinnen und Autoren:



Die Autorinnen und Autoren sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den genannten Fachbereichen Medizin, Pflege, Therapie, Verwaltung, Seelsorge etc., außerdem verschiedene Fachleute zu juristischen und ethischen Aspekten.
Rezension
Dieses Handbuch vertritt einen überaus sinnvollen Ansatz, - nicht nur angesichts der akuten Entwicklungen im Gesundheitssystem und der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft: es will die wichtigen Erfahrungen der Hospizbewegung auf andere Institutionen übertragen und dort fruchtbar machen. Das Buch ist zugleich auch für den Religionsunterricht überaus nützlich; das Thema Tod / Sterben wird aus mehr als 40 Perspektiven umfassend und aktuell beleuchtet. Dabei geht es keineswegs nur um Sterbebegleitung im engeren Sinne; insbesondere Kap. 1 mit seinen Grundlagenbeiträgen zum Sterben in unserer Gesellschaft ist religionspädagogisch ebenso relevant wie Kap. 5 „Die religiöse Deutung von Sterben und Tod“ oder Teile aus Kap. 8 Sterbebegleitung, insbesondere wo es um den Bereich Kinder und Tod geht. Ein erhellendes, wichtiges, mutiges und nützliches Buch!

Thomas Bernhard für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Ein interdisziplinäres Standardwerk - Fachlich fundiert, anschaulich und verständlich

Impulse und Erfahrungen aus der Hospizbewegung für weite Kreise fruchtbar gemacht

Weiterentwicklungen und Übertragung der Hospizidee in andere gesellschaftliche Institutionen und Bereiche

Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen gilt es, die wichtigen Impulse und Erfahrungen aus der Hospizbewegung für die Arbeit in Krankenhäusern, Altenheimen und allen anderen gesellschaftlichen Bereichen im Umgang mit alten Menschen und Sterbenden fruchtbar zu machen.

Dieses Handbuch bietet mit fundierten Fachdarstellungen zu allen relevanten Aspekten aus Pflege, Begleitung, Medizin, Recht und Seelsorge verständliche und anschauliche Hilfen für die Umsetzung in anderen Institutionen.

Die AutorInnen kommen aus den Bereichen Medizin, Pflege, Therapie, Verwaltung, Seelsorge; zusätzlich schreiben verschiedene Fachleute zu juristischen und ethischen Aspekten.

Pfarrer Ulrich Lilie
(*1957)
Kurzvita:
Seit 1993 ist Ulrich Lilie Pfarrer an der Friedenskirche in Düsseldorf. Neben den gemeindlichen Aufgaben, leitet er zusammen mit einer Kollegin das Hospiz am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf. Seit einigen Jahren arbeitet Ulrich Lilie in der Seelsorgeausbildung und als Regionalmentor von Vikarinnen und Vikaren. Seit 1994 ist er im Kuratorium der Diakonie in Düsseldorf, dem übergemeindlichen Träger der diakonischen Aktivitäten der Gemeinden Düsseldorfs tätig

Privatdozent Dr. Eduard Zwierlein
(*1957)
Kurzvita:
Dr. Eduard Zwierlein studierte Philosophie, Theologie und Informatik an der Universität Hamburg. Von 1990 bis 1995 war er Gast- und Forschungsprofessor für Philosophie an der Universität Kaiserslautern. Anschließend übernahm er die Professur für ein Modellprojekt "Interdisziplinäres Studienprogramm" an der Universität Kaiserslautern. Er leitet ein Projekt am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Kaiserslautern.





Inhaltsverzeichnis
7 Ulrich Lilie und Eduard Zwierlein Vorwort

1. Grundlagen

9 Eduard Zwierlein Alle Menschen müssen sterben
16 Eduard Zwierlein Menschenwürdig sterben
23 Paul Timmermanns Der Schmerz und die Ethik der Sterbebegleitung
34 Hartmut Kreß Die Würde von Sterbenden achten
45 Ulrich Lilie Zur Implementierung der Hospizidee in Krankenhäusern und Einrichtungen der
Altenhilfe
50 Friederike Isensee Standardisiertes Sterben - welchen Nutzen haben wir davon?
60 Monika Müller Spiritualität in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen

2. Kommunikation

67 Eduard Zwierlein Grundlagen der Kommunikation
75 Karl Josef Haßelmann und Heinz Wollensack
Die Betreuung sterbender Menschen ist so gut wie die Kommunikation
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander: ein indirektes Plädoyer für das Hospiz
82 Ulrich Lilie Zur Seelsorge an Sterbenden
88 Hanna Kaerger-Sommerfeld und Rainer Obliers
Die Bedeutung des individuellen Biographieverständnisses von Palliativpatienten
im Angesicht von lebensbedrohlicher Erkrankung und Sterben
99 Annemie Schmidt und Hedwig Neu Validation® und Sterben
109 Angelika Weiss Berührende Sterbebegleitung
115 Hans Bartosch Rituale
123 Ute Seibert Die Rolle der Ehrenamtlichen in der Sterbebegleitung
127 Elke Mohrenstecher Räume für die Trauer - dem Sterben Raum geben

3. Trauern

133 Sylvia Brathuhn Tod und Trauer
146 Ruthmarijke Smeding Sechsundzwanzig Worte für Schnee, warum nur ein Wort für Trauer?
159 Ellen Scherrer Wehmütig grüßt der, der ich bin, den, der ich mal war, oder: Die Trauer des Sterbenden

4. Juristische Perspektiven

165 Hans Lilie Rechtliche Diskussion der Sterbehilfe in Deutschland
173 Dieter Schwab und Thomas Wagenitz Betreuungsrechtliche Aspekte der Sterbehilfe

5. Die religiöse Deutung von Sterben und Tod

181 Muhammed Salim Abdullah
Sterbebegleitung, Bestattungsriten und Friedhofskultur im Islam
190 Peter Krogull »Sterben wir, so sterben wir dem Herrn.«
Zur christlichen Deutung des Sterbens und des Todes
196 Benjamin David Soussan Das Verständnis von Sterben, Tod und Trauer im Judentum

6. Der plötzliche Tod

205 Hans-jörg Stets Plötzliche Todesfälle in der Notfallseelsorge
226 Werner Knubben »Das Unglück allein ist noch nicht das ganze Unglück; Frage ist noch, wie man es besteht«
232 Eduard Zwierlein Suizid und Hospiz

7. Schmerztherapie und palliative Pflege

237 Ute Moning Therapieprinzipien des chronischen Schmerzes in der Palliativmedizin
247 Renate Held-Hildebrandt Die Finalphase des Lebens
252 Barbara Brokamp Palliativpflege und Hospizpflege - leider oft noch ein Privileg!

8. Orte und Wege der Begleitung

259 Hans Helmut Gruenagel und Thomas Carus Sterben, Tod und Trauer - Bedeutung für den Arzt heute
262 Kurt Gillhausen Hausärztliche Betreuung todkranker Menschen
269 Barbara Hoffmann Die ambulante Begleitung von Schwerst- und Sterbenskranken und ihren Angehörigen
278 Christoph Johannsen Sterbebegleitung in der Kinderabteilung
eines Akutkrankenhauses
283 Simone Bakus Die Rolle der Seelsorge in der Begleitung von Familien
mit schwer kranken oder sterbenden Kindern
295 Wolfgang Heinemann Begleitung von Eltern, deren Kinder vor, während
oder kurz nach der Geburt gestorben sind
307 Detlef Jürgens Medizinische Aspekte in der Begleitung von inkurablen Tumorpatienten in der HNO-Heilkunde
314 Christel Lueb-Pietron Erfahrungen mit Leben - Sterben - Tod
322 Meike Hausmann Frauengeschichten - Erfahrungen in der Begleitung
Schwerstkranker Patientinnen auf einer gynäkologischen Station
331 Kai Magnusson und Corinna Dietrich Wo Menschen häufig sterben
339 Wolfgang Bernhard Appelt Erfahrungen in der Sterbebegleitung
Schwerstbehinderter Menschen
345 Anette Ester Palliative Gare für alte Menschen
359 Claudia Abramowski ... wenn ein Leben zu Ende geht...

Anhang
367 Die Herausgeber, die Autorinnen und Autoren
373 Sachregister