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Grundbegriffe der Ethik zur Einführung
Grundbegriffe der Ethik
zur Einführung




Gerhard Schweppenhäuser

Junius Verlag
EAN: 9783885066323 (ISBN: 3-88506-632-7)
192 Seiten, paperback, 12 x 17cm, 2006

EUR 13,50
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Moralisches Handeln ist praktische Vernunft, freie Selbstbestimmung - lehrte Kant. Das Wesentliche jeder Moral liegt darin, dass sie ein langer Zwang ist - schrieb Nietzsche. Die beiden Aussagen widersprechen einander aufs Entschiedenste, und deshalb formulieren sie sehr präzise die gegensätzlichen Bestimmungen, die in der Sache selbst liegen. Diese »Sache selbst« ist das Thema der Einführung von Gerhard Schweppenhäuser: die normativ-kritische Kraft des Diskurses der abendländischen Moralphilosophie und seine Widersprüche.
Rezension
In exemplarischen und systematischen Erörterungen geht es um die grundlegenden Begriffe, die den Diskurs der Ethik von der Antike bis heute prägen und in denen sich der Gegensatz zwischen individuellem Freiheits- und Glücksanspruch und gesellschaftlichem Zwang reflektiert: Sollen, Pflicht, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Glück etc. So gelingt in der Tat durch die Darstellung grundlegender Begriffe des ethischen Diskurses so etwas wie eine Einführung in die Ethik. Gleichwohl aber kann diese Darstellung eine solche nicht gänzlich ersetzen, sondern nur ergänzen; denn eine systematische Einführung in die (Allgemeine) Ethik erfolgt eben nicht. Verschiedene Konzeptionen von Ethik werden z.B. nur sekundär und nicht systematisch im Diskurs der Begriffe deutlich.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Gerhard Schweppenhäuser, Philosoph, ist Professor für Design-, Kommunikations- und Medientheorie an der Fakultät Gestaltung der Fachhochschule Würzburg.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 7

2. Seiendes und Geltendes 9
Normen und Werte 9
Ethik und Moral 14
Doppelsinn von Peflexion 19
Empirische Ethik und der naturalistische Fehlschluss 22
Ethik und Moralphilosophie 27

3. Praktische Vernunft 31

Begründbarkeit und Moral 32
Moralische Dilemmata 36

4. Ethik und Politik 43

Entscheidungen, Mittel und Zwecke 43
Legalität und Moralität 45

5. Sollen, Pflicht 51

Kategorischer Imperativ 54
Moralische Krise 55

6. Freiheit 61

Determinismus und Indeterminismus 62
Antinomie und Doppelstandpunkt 68
Willensfreiheit kontra Handlungsfreiheit 82
Vermittlungen 87
Moralisches Koma und innere Freiheit 91
Neuronaler Determinismus kontra Willens- und Handlungfreiheit 99

7. Autonomie 108

Der Autonomiebegriff in der politischen Philosophie 108
Moralische und sittliche Autonomie 111
Selbstbestimmung und Verantwortung im Schatten der Gentechnologie 120

8. Gerechtigkeit 132

Gesetz und Moral 132
Tausch und Macht 136
Fairness 146

9. Menschenrechte und moralphilosophischer Universalismus 153

Menschenwürde und Naturrecht 154
Die Ambivalenz des Universalismus 159
Intervention und Legitimation 161
Anerkennung der anderen 171

10. Glück 175

»... objektiv ein gar sehr zufälliges praktisches Prinzip« 175
Lust 177
Negativer Glücksbegriff 182

Anhang

Literaturhinweise 86
Über den Autor 192