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Grammatik Eine Einführung
Grammatik
Eine Einführung




Wolfgang Imo

Verlag J. B. Metzler
EAN: 9783476026125 (ISBN: 3-476-02612-4)
247 Seiten, paperback, 16 x 23cm, Februar, 2016, zweifarbig

EUR 19,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Wozu Grammatik? - Eine gut begründete Antwort auf diese Frage bietet das erste Kapitel des Bandes. Weitere Kapitel vermitteln grammatische Grundlagen von der Wortartbestimmung über die Analyse von Phrasen und einfachen Sätzen bis hin zum komplexen Satz. Im Zentrum des systematisch und schrittweise vorgehenden Bandes stehen somit Morphologie und Syntax. - Mit zahlreichen Beispielen aus dem Deutschen und mit vergleichenden Ausblicken auf andere Sprachen. Im zweifarbigen Layout mit zahlreichen Grafiken und Tabellen, mit Aufgaben und Lösungen (auf der Webseite des Verlags).

Wolfgang Imo ist Professor für germanistische Linguistik an der Universität Duisburg-Essen.
Rezension
Grammatik scheint für viele überflüssig (geworden). Muttersprachler verfügen in der Regel über ein implizites Grammatikwissen, das dafür sorgt, dass die eigene Sprache gesprochen werden kann. Deshalb stellt sich die Frage: Weshalb ist es notwendig, das implizite Grammatikwissen um explizites Grammatikwissen zu erweitern, also das Grammatikwissen in Regeln auszudrücken und bewusst zu machen? Auf diese Frage "Wozu Grammatik?" bietet das erste Kapitel des Bandes gut begründete Antworten. Weitere Kapitel vermitteln grammatische Grundlagen von der Wortartbestimmung über die Analyse von Phrasen und einfachen Sätzen bis hin zum komplexen Satz. Im Zentrum des systematisch und schrittweise vorgehenden Bandes stehen somit Morphologie und Syntax. Antworten auf die erste Frage können z.B. lauten: 1. Grammatikwissen ist notwendig, wenn man Deutsch an Nicht-Muttersprachler vermitteln will, 2. Grammatikwissen ist notwendig, wenn man Schreiben lernen will, 3. Grammatikwissen ist notwendig, um Einsichten in den Bau der Sprache zu erwerben. Diese Einführung hat das Ziel, die Abstraktion der sprachlichen Ordnung, die man Grammatik nennt, möglichst anschaulich darzustellen. Das Buch richtet sich an alle, die ohne Vorkenntnisse einen Einblick in die Struktur der deutschen Sprache erwerben wollen. Es wird dabei auf komplexe Theorien und rein theorieinterne Diskussionen verzichtet.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort VII

1 Wozu Grammatik? 1

2 Was ist Grammatik? 5

3 Die Bestimmung der Wortarten: Grundlagen 13

3.1 Die Wortarten des Deutschen 13
3.2 Die Flexion: Deklination und Konjugation 15
3.2.1 Die Deklination: Kasus, Numerus, Genus, Komparation 16
3.2.2 Die Konjugation: Tempus, Numerus, Person, Modus, Genus Verbi 18
3.3 Die Distribution 19
3.3.1 Die Stellung im Satz 19
3.3.2 Die Kombination mit anderen Wörtern 24
3.4 Bestimmung der Wortarten: Die Wortarten-›Murmelbahn‹ 26

4 Die Bestimmung der Wortarten: Detailfragen und Probleme 29

4.1 Details der Wortartenbestimmung 29
4.2 Die richtige Reihenfolge bei der Wortartenbestimmung 33
4.3 Einige Probleme beim Erkennen von Flektierbarkeit 34
4.4 Probleme mit der Semantik, oder: Warum die Semantik außen vor bleibt 35

5 Die konjugierbare Wortart: Das Verb 37

5.1 Das Konjugationssystem der Verben 39
5.1.1 Übersicht über die Konjugationsparameter 40
5.1.2 Die Konjugationsparameter von Verben am Beispiel von jagen und schlagen 46
5.2 Partikelverben und Präfixverben 56
5.3 Funktionsverbgefüge 56
5.4 Valenz und Dependenz 57
5.4.1 Valenz und Dependenz bei Verben 57
5.4.2 Valenz bei anderen Wortarten als Verben 62

6 Die deklinierbaren Wortarten 67

6.1 Das Nomen (Substantiv) 67
6.2 Das Adjektiv 76
6.3 Artikel und Pronomen 82
6.3.1 Die Artikel des Deutschen 83
6.3.2 Artikelähnliche Pronomen (Begleiterpronomen) 85
6.3.3 Pronomen als Ersatzformen für Nomen (Stellvertreterpronomen) 88

7 Die nicht flektierbaren Wortarten 93

7.1 Das Adverb 93
7.2 Die Präposition 98
7.3 Die Konjunktion 102
7.4 Die Partikel 106

8 Vom Wort über die Phrase zum Satz 115

8.1 Die Bestimmung von Phrasen 116
8.2 Die Nominalphrase (NP) 118
8.3 Die Adjektivphrase (AdjP) 127
8.4 Die Präpositionalphrase (PP) 132
8.5 Die Adverbphrase (AdvP) 134
8.6 Nicht phrasenfähige Wortarten 137
8.7 Der Satz 137
8.7.1 Satz und Verbphrase (VP) 137
8.7.2 Fragesätze und Imperativsätze 143
8.7.3 Untergeordnete Sätze 145
8.7.4 Koordination und koordinierte Sätze 154
8.7.5 Das Erkennen und Beschreiben von ambigen Sätzen 158

9 Phrasen und ihre Funktionen: Die Satzgliedanalyse 161

9.1 Die Satzglieder 161
9.1.1 Das Prädikat 166
9.1.2 Das Subjekt 166
9.1.3 Das Objekt 171
9.1.4 Das Adverbial 181
9.1.5 Das Prädikativ 189
9.2 Das Satzteilglied Attribut 192

10 Das Feldermodell – »Die schreckliche deutsche Sprache…« 199

10.1 Die Felder des Verbzweitsatzes (V2-Satz) 203
10.2 Die Felder des Verberstsatzes (V1-Satz) 209
10.3 Die Felder des Verbletztsatzes (Verbendsatz) 211
10.3.1 Sätze mit subordinierenden Konjunktionen 212
10.3.2 Relativsätze 214
10.3.3 Infinitivsätze (Infinitivphrasen) 215
10.4 Die Koordinationsposition (KP) 217
10.5 Die Erweiterung des Feldermodells: Vor-Vorfeld und rechtes Außenfeld 219
10.5.1 Das Vor-Vorfeld (VVF) 219
10.5.2 Das rechte Außenfeld (rAF) 223

11 Ausblick: Gibt es eine Grammatik der gesprochenen Sprache? 227

12 Anhang 231

12.1 Weiterführende Literatur 231
12.1.1 Grammatiken des Deutschen 231
12.1.2 Vertiefungen zu einzelnen Teilbereichen der Grammatik 232
12.1.3 Einführungen in Syntaxtheorien 232
12.1.4 Einführungen in die Syntax des gesprochenen Deutsch 233
12.1.5 Linguistische Lexika 233
12.1.6 Literaturverzeichnis 234
12.2 Sachregister 235