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Evangelische Ethik  2., bibliogr. aktual. Aufl.
Evangelische Ethik


2., bibliogr. aktual. Aufl.

Wolfgang E. Müller

Wissenschaftliche Buchgesellschaft
EAN: 9783534243099 (ISBN: 3-534-24309-9)
192 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2011, mit Bibliogr., Personenreg. und Bibelstellenverz.

EUR 19,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Was ist das Spezifikum einer theologischen Ethik und kann sie einen allgemeingültigen Anspruch erheben? Am Leitfaden dieser Fragestellung führt W. E. Müller in die evangelische Ethik ein. Er klärt deren Grundbegriffe, stellt die wichtigsten Ansätze von Luther bis zur Gegenwart vor und entwickelt eine eigenständige Grundlegung theologischer Ethik anhand der Grundworte Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit. Am Beispiel der Ökonomie zeigt er, wie sich eine solche Ethik konkret bewähren kann. Die gute Lesbarkeit und die didaktische Aufbereitung machen das Buch zu einer hervorragenden Orientierung für Studierende.



Prof. Dr. Wolfgang Erich Müller, geb. 1947, lehrte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Systematische Theologie (Ethik) an der Universität Hamburg.
Rezension
Kann eine theologische Ethik heute, angesichts einer sich als autonom begreifenden Welt, einen allgemeingültigen, universalen Anspruch erheben? Und was ist ihr Spezifikum? Am Leitfaden dieser Fragestellung führt W.E. Müller in die evangelische Ethik ein. Er erklärt deren Grundbegriffe und stellt die wichtigsten Ansätze vor, wobei er ›Klassiker‹ wie Luther, Schleiermacher, Schweitzer, Barth, Bonhoeffer und Brunner behandelt und schließlich eine eigenständige Grundlegung theologischer Ethik anhand der Grundworte Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit entwickelt. Die Tragfähigkeit seines Ansatzes einer evangelischen Ethik zeigt Müller am Prüfstein einer der brennendsten Gegenwartsfragen, der Ökonomie, auf und gibt damit entscheidende Impulse für eine Wirtschaftsethik. Ausführliche Literaturhinweise und die allgemeinverständliche und didaktische Aufbereitung des Themas machen das Buch dabei zu einem unentbehrlichen Studienbegleiter.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
WBG-Preis EUR 14,90
Buchhandelspreis EUR 19,90

W. E. Müller stellt die wichtigsten Ansätze von Luther bis zur Gegenwart vor und entwickelt eine eigenständige Grundlegung theologischer Ethik anhand der Grundbegriffe Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit. Die gute Lesbarkeit und didaktische Aufbereitung machen das Buch zu einem hervorragenden Studienbegleiter.

Rezensionen:

»Das Buch ist gut verständlich geschrieben, der Inhalt didaktisch geschickt aufbereitet, besonders da die Gliederung klar strukturiert und daher sehr übersichtlich ist. Die zusätzlichen Stichworte am Rand und das Personenregister am Buchende erleichtern zudem den Textüberblick und das Auffinden gesuchter Stellen. In der Einleitung und im Anhang werden ausführlich einführende und weiterführende Literaturangaben gegeben, was für eine Weiterbeschäftigung mit dem Thema sehr hilfreich ist, zumal die Standardwerke kurz charakterisiert werden. Nähere Erläuterungen sind in den Anmerkungen am Ende des Buches zu finden. Ein Verzeichnis der verwendeten Bibelstellen rundet das Werk ab ... Studierenden der Evangelischen Theologie, die sich Einblick in Inhalt und Geschichte Theologischer Ethik verschaffen wollen, ist das Buch durchaus zu empfehlen. Aufgrund seiner klaren Gliederung und seinem historischem Überblick ist es auch für Studienanfänger geeignet.« Andrea Studnitzky, WBG-Mitglied, Studium Latein / Theologie / Geschichte

»Das Buch erfüllt in der Tat alle für eine Einführung so unverzichtbaren Aufgaben in vollem Maße: Es informiert knapp und bietet die Möglichkeit sein Wissen durch die Lektüre der zitierten Literatur (immerhin 264 Werke!) zu erweitern, es stellt grundlegende Literatur zum Thema deutlich als solche heraus und motiviert über dies hinaus zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema. Nicht nur Theologie-Studentinnen und -Studenten, hoffentlich aller Konfessionen, sondern sicherlich auch Philosophie-Interessierten ist dieses Buch ... zu empfehlen.« Uwe Füg , WBG-Mitglied, Studium ev. Theologie / Latein / Anglistik

»Die ›Einführung in die Evangelische Ethik‹ von Wolfgang Erich Müller, ist der erste theologische Band in der neuen Reihe von Studienliteratur ... Das Werk beginnt mit einer ersten Definition von Grundfragen ... Begriffe wie Moral oder Ethos werden erläutert und Müller geht der Frage nach, welchen Stellenwert eine theologische Ethik im Zeitalter des Pluralismus hat, didaktisch immer gut aufbereitet, im Rekurs auf gängige Theorien zu Pluralismus und gesellschaftlichen Fragen. Den zweiten Teil des Buches bildet eine Art Querschnitt durch wichtige Ansätze evangelischer Ethik ... Angefangen bei den Reformatoren Luther und Calvin und endend bei Ansätzen des 20. Jahrhunderts, entfaltet er so die ganze Spannbreite evangelischer Ethik ... Im abschließenden dritten Teil ... versucht Müller dann, das Spezifische einer evangelischen Ethik, anhand der Hauptbegriffe Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit, herauszuarbeiten. Ob dieses Konzept dann auch wirklich funktionstüchtig ist, will er an einem konkreten Fall aus der Wirtschaftsethik erproben ... Der Autor schreibt das Buch in einem immer gut zu verstehenden Stil, bei schwierigeren Passagen nimmt er sich die Zeit, zu erklären und gibt fortwährend Verweise auf weitere Literatur ... Den Abschluss des Bandes bilden eine ausführliche Bibliographie ..., ein Personenregister sowie ein Verzeichnis der Bibelstellen.
Das Buch ist sowohl als eine Einführung in ethische Fragen, als auch zur Vorbereitung für das Examen zu empfehlen. Damit ist es für alle Semester geeignet. Darüber hinaus ist es natürlich auch ein Gewinn für jeden anderen Interessierten, gerade wo ethische Fragen in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen.« Tobias Teller, WBG-Mitglied, Studium Evangelische Theologie / Ägyptologie / Assyriologie

»Der Autor erläutert zunächst Grundbegriffe und Grundbestimmungen der Ethik, bevor er die ethischen Konzeptionen von zehn evangelischen Theologen darstellt. Neben Luther, Calvin und Schleiermacher sind dies sieben Theologen des 20. Jh., darunter Barth, Thielicke und Rentdorff. Der dritte große Teil dieser Einführung ist der evangelischen Ethik im Kontext der Gegenwart gewidmet. Anhand der Begriffe Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit entwirft der Autor mögliche Koordinaten. Abschließend erläutert er am Beispiel der Wirtschaftsethik, wie sich ›Evangelische Ethik zwischen Norm und Spontaneität‹ ... konkretisiert. Eine ausführliche Bibliographie sowie das Personen- und Bibelstellenregister runden dieses Buch ab.
An dieser Einführung gefällt mir die differenzierte Darstellung ethischer Positionen und Begriffe, die dieses Buch auch über das Studium hinaus als Überblickswerk gut gebrauchen lassen. Den höchsten Nutzen für mich bringt der Abschnitt zur Wirtschaftsethik ... Als Lehrbuch konzipiert, eignet es sich nicht nur für Studierende Evangelischer Theologie, sondern auch für katholische Theologiestudierende, die sich über evangelische Ethikansätze informieren möchten. Für den ökumenischen Dialog ist dieses Buch hilfreich. Im Studium würde ich dieses Buch vorlesungsbegleitend und zur Prüfungsvorbereitung einsetzen ... Ich empfehle ›Evangelische Ethik‹ allen, die eine aktuelle kompakte Einführung und Orientierung in dieses Fach suchen.« Dipl.-Theol. Holger Sturm, WBG-Mitglied, Pastoralreferent
Inhaltsverzeichnis
Vorwort

Einleitung

I. Grundbegriffe und Grundbestimmungen

1. Grundbegriffe
2. Das Problem theologischer Ethik im Pluralismus
3. Zur Begründung einer modernen Ethik
4. Folgerungen für eine evangelische Ethik

II. Ansätze Evangelischer Ethik

1. Zwei-Regimente-Lehre – Luther
2. Zur Bedeutung des ›tertius usus legis‹ – Calvin
3. Ethik in kultureller Bezogenheit – Schleiermacher
4. Sittlichkeit als Basis der Religion – Herrmann
5. Das Gebot Gottes versus autonome Ethik – Barth
6. Mandatenlehre – Bonhoeffer
7. Interimsethik – Thielicke
8. Existential-eschatologische Sozialethik – Rich
9. Ethik als angewandte Anthropologie – Trillhaas
10. Ethik als Theorie menschlicher Lebensführung – Rendtorff
11. Evangelische Ethik zwischen Universalismus, Traditionalismus und Partikularismus
12. Das Verhältnis von Ethik und Dogmatik

III. Evangelische Ethik im Kontext der Gegenwart

1. Der Grund der Ethik: Liebe
a) Philosophische Grundlegung: von der Möglichkeit des Altruismus
b) Liebe im neutestamentlich-ethischen Zusammenhang
c) Liebe als Grund evangelischer Ethik
2. Die Ermöglichung eigenen Lebens in der Kultur: Freiheit
a) Philosophische Kritik des Freiheitsbegriffes
b) Freiheit im neutestamentlichen Zusammenhang
c) Freiheit bei Luther
d) Theonomie und Autonomie des Handelns
e) Verantwortliches Leben in der Kultur
3. Die Gestaltung eines humanen Miteinander: Gerechtigkeit
a) Zur Schwierigkeit eines allgemeinen Gerechtigkeitsbegriffs
b) Rawls’ Grundlegung des Gerechtigkeitsbegriffs
c) Idealisierungen bei Rawls
d) Konstruktivistische Weiterentwicklung der Gerechtigkeitsauffassung
e) Zur Relevanz eines theologisch bestimmten Gerechtigkeitsbegriffes im Pluralismus
4. Bereichsethische Konkretion am Beispiel der Wirtschaftsethik
a) Der Ansatz einer integrativen Wirtschaftsethik
b) Ökonomismuskritik
c) Wirtschaften, gutes Leben und Gerechtigkeit
d) Topologie einer lebensdienlichen Ökonomie
e) Evangelisch-ethische Aspekte einer Sozialen Marktwirtschaft
5. Resümee: Evangelische Ethik zwischen Norm und Spontaneität

Bibliographie
1. Hilfsmittel
a) Geschichtliche Darstellungen der Ethik
b) Einführungen
c) Handbücher
d) Periodika
2. Entwürfe evangelischer Ethik
3. Untersuchungen zur evangelischen Ethik
a) Monographien und Aufsätze
b) Denkschriften
4. Weitere Literatur zur Ethik
a) Exegetica
b) Philosophie
c) Sozialwissenschaften

Personenregister
Verzeichnis der Bibelstellen