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Energie und Klima Chancen, Risiken, Mythen
Energie und Klima
Chancen, Risiken, Mythen




Horst-Joachim Lüdecke

Expert-Verlag
EAN: 9783816933021 (ISBN: 3-8169-3302-5)
288 Seiten, 15 x 21cm, 2016, 2. aktualisierte Auflage; 35 farb. Abb., 5 Tab. (RT) Kt. ; 1.Auflage 2013;

EUR 28,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Mit der Energiewende und im Klimaschutz erfindet sich Deutschland neu. Es nimmt dabei eine weltweite Sonderstellung ein. Die komplette Umgestaltung der elektrischen Stromversorgung durch Windräder, Photovoltaik, Biomasse sowie aufwendige CO2-Vermeidung sind auf den Weg gebracht. Was früher die zuständigen Ingenieure beschäftigte, interessiert heute vor dem Hintergrund aktueller politischer Entscheidungen die gesamte Gesellschaft - denn die Stromkosten steigen, und eine bisher gesicherte Stromversorgung wird zunehmend in Frage gestellt. Die aktuelle Energiewende und die Klimaschutzmaßnahmen können nur dann sinnvoll sein, wenn sich hieraus Vorteile für den Naturschutz, die Versorgungssicherheit mit elektrischem Strom, und die Kosten ergeben. Dieses Buch untersucht die Chancen, Risiken, Vor- und Nachteile des deutschen Weges. Die Konkurrenzfähigkeit unseres Landes, die Sicherheit gegen Stromausfälle, die Steuerlast, die Energiekosten jeden Bürgers und schließlich die Umwelt stehen auf dem Spiel. Die anstehenden Probleme lassen sich nicht mit politischem Wunschdenken, sondern nur mit solider Technik, Beachtung der Naturgesetze, Wirtschaftlichkeit und Umweltschonung lösen.



Inhalt:

Energie:

Ressourcen – Einflussgrößen – die alternativen Methoden Wind, Sonne und Biogas – zukünftige Kernkraftwerke – Résumé zur Energiepolitik Deutschlands – die Energiezukunft

Klima:

Klimafakten – Klimawandel – Klimafolgen – Geschichte der Erdtemperaturen – Treibhauseffekt – Klimamodelle – Klima-Mythen – Begleiterscheinungen des Klima-Alarmismus



Rezensionen:

»Wer sich ein quantitatives Bild der Energieprobleme machen will und bereit ist, Dogmen kritisch zu hinterfragen, wird das Buch von Lüdecke mit seinen 300 Quellenangaben lehrreich und spannend finden.«

Physik Journal, Konrad Kleinknecht (DPG)



»Der Autor liefert mit einer bewundernswerten Akribie eines Vollblut-Physikers und Hochschul-Professors stichhaltlige, sauber durchgerechnete, quantitative Antworten auf jede Frage, die im Zusammenhang mit dem Thema anthropogene Treibhausgase versus Klima auftreten könnte.«

Naturwissenschaftliche Rundschau



»‘Energie und Klima‘ ist ein mutiges Buch, das den Leser abseits der ausgetretenen Pfade informiert«

atw + VGB Powertech



Buchveröffentlichungen sind auch erschienen in den Zeitschriften »Wasserwirtschaft« und »BN – Betriebswirtschaftliche Nachrichten«, sowie auf den Portalen »IngenieurNachrichten.de – Zeitschrift für Wirtschaft, Wissenschaft und Technik«, »seminarSPIEGEL.de«, »PortalDerWirtschaft.de«, »RKW-Kompetenzzentrum.de Bücherdienst« und »liesmalwieder.de«.



Die Interessenten:

An einer technisch orientierten Analyse der Energiewende und der Klimaproblematik interessierte Leser, Studierende, Entscheidungsträger in Wirtschaft und Behörden.



Der Autor:

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke ist Diplomphysiker mit Berufstätigkeit in Forschung, Lehre und Industrie. Über Klimathemen hat er in den letzten zwei Jahren vier Forschungsarbeiten in internationalen, begutachteten Wissenschaftszeitschriften veröffentlicht.
Rezension
Hauptthemen sind der wohl nicht nachweisbare anthropogene Treibhauseffekt und die Sinnigkeit bzw. Unsinnigkeit der Energiewende. Der Autor geht vom generellen Wandel des Klimas aus, aber nicht von einem von Menschen verursachten Klimawandel. Hauptanliegen des Autors scheinen Aufklärung und Kritik an den jeweiligen Ansätzen Deutschlands zu den beiden Kernthemen zu sein. Das Buch ist thematisch zweigeteilt, wie der Titel bereits vermuten lässt, in einen Klima- und einen Energie-Teil. Um seine Behauptungen zu beweisen, bzw. zu erklären, führt Lüdecke in Grundmechanismen der Atmosphärenphysik und Technik ein, bringt Rechenbeispiele, Zahlen und Formeln und erläutert Wirkungszusammenhänge. Er bezieht sich auf eigene Forschungsergebnisse sowie weitere Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern, häufig Physikern. Diese Art und Weise der Beweisführung erscheint logisch und schlüssig und verschafft Glaubwürdigkeit. Er kritisiert und stellt die Beweggründe anderer Wissenschaftler und deren Arbeiten in Frage. Gleichzeitig wird die Rolle der Politik zur Meinungsbeildung bezüglich wissenschaftlicher Fragen stark kritisiert. Er zeigt Argumente und Beweise für seine Meinungen auf.
Der Schreibstil ist provozierend, unterhaltend und informativ, auf diese Weise ist der Leser angeregt, weiterzulesen.
Der Autor hinterfragt gängige Meinungen kritisch. Es werden wichtige Grundmechanismen beschrieben, die an der Universität oder im Alltag zu kurz kommen.
Allerdings scheint Lüdecke in seinen eigenen favorisierten Wegen bzw. Lösungsvorschlägen nicht so kritisch zu hinterfragen und bis zu Ende zu denken, wie bei den „Gegenpositionen“ (Bsp. S.55, Z. 31 f: Es geht darum, dass Kohlekraftwerke besser geeignet als erneuerbare Energie sind. Es wird gesagt, dass moderne Filtertechniken die Schadstoffe, welche durch die Schornsteine der Kohlekraftwerke ausgestoßen werden, diese „praktisch vollständig“ entfernen. Es wird nicht beleuchtet, dass nicht alle Kohlekraftwerke diese Filtertechniken anwenden und auch nicht was „praktisch“ wirklich bedeutet. Also komplett oder nicht komplett? Auch die aus Kohleabbau entstehenden Bergbaufolgelandschaften, welche irgendwann renaturiert werden sollten, werden nicht näher betrachtet. Das kostet viel Geld und führt erst einmal zur Umweltzerstörung). Wichtige Fragen bleiben offen (Bsp. S. 67, Z.9 f.: Könnten fehlende Netzkapazitäten, fehlende Speicher und fehlende Back-Up-Kraftwerke zum Ausgleich von fluktuierendem oder gänzlich ausbleibendem Wind- und Sonnenstrom nicht gebaut oder entwickelt werden? Hier hätte ich mich über mehr Hintergrundinformationen gefreut. Gibt es da nicht auch schon Entwicklungen?),(Bsp. S.80 Z. 31 f.: „An erster Stelle sind die bekannten ideologischen Gruppierungen zu nennen, die uns zwingen wollen, Energieverbrauch, Lebensführung und Ernährungsgewohnheiten grundlegend ökologisch umzugestalten.“ Was ist daran schlecht?). Teilweise ist nicht klar, ob sich der Autor gerade selbst widersprochen hat (Bsp. S.184, Z. 30: Hier wird von „einem unbedeutenden, geringfügigen Erwärmungseffekt“ durch den Einfluss von anthropogenem Treibhausemissionen gesprochen. Wurde das nicht bisher vom Autor negiert?). Die Glaubwürdigkeit bzw. das Vertrauen in den Autor und seine Darstellung gehen leider manchmal durch scheinbar passende Erwähnungen und dann wieder Verschweigen von Beweisen für seine Sicht bzw. die Gegensicht verloren (Bsp.: S.7, Z. 6 f.: Sinngemäß: Früher gab es höhere/gleichstarke Hochwässer (Bsp. Heidelberg) wie heute  extremes Wetter nimmt nicht zu. Ein wichtiger Punkt ist, der hier nicht erwähnt wird, dass das heutige Hochwassermanagement viel effektiver eingreifen kann), (Bsp. S.27, Z. 18: Wenn Deutschland 2012 für 2,5% der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen verantwortlich ist, ist das bei 194 Staaten weltweit doch nicht wenig. Es muss dabei natürlich noch auf die Anzahl der dort lebenden Menschen und Fläche geschaut werden). Punktuelle Übertreibungen und Verabsolutierungen (die sich dem Leser nicht unbedingt logisch erschließen) führen zu Verwirrung und Unglaubwürdigkeit (Bsp. S. 150, Z. 25 f.: Es geht darum, dass sich die Tier- und Pflanzenwelt „stets bestens anzupassen versteht“, wenn sich z.B. das Klima ändert. Die Natur wird überleben, Tiere und Pflanzen brauchen ausreichend Zeit dafür und was ist mit dem Menschen?).
Das wichtige Thema der Optimierung von Anpassungsstrategien der Menschheit an den normalen Wandel des Klimas, gerät leider in den Hintergrund.
Das Buch ist für alle Leser/Innen geeignet, die sich für die Themen Klimawandel und Energiewende, bzw. Energieversorgung v.a. auf Deutschland bezogen, interessieren. Weiterhin sollten sich Studenten, welche Fächer mit diesen Themen studieren, mit den Ansichten des Autors auseinandersetzen und ihr Wissen erweitern. Ebenfalls empfehlenswert ist das Buch für alle Entscheidungsträger in der Politik.
Generell ist dieses Buch sehr gut, um den eigenen Blickwinkel zu erweitern, Perspektiven zu wechseln und Wissenslücken zu schließen. Weiterhin regt es zum selbstständigen Denken an. All dies ist außerordentlich notwendig.

Judith-Maria Maruschke (Studentin der international area studies) und Claudia-Maria Maruschke
für die Lehrerbibliothek (lbib.de)
Verlagsinfo
Buchveröffentlichungen sind auch erschienen in den Zeitschriften »Wasserwirtschaft« und »BN – Betriebswirtschaftliche Nachrichten«, sowie auf den Portalen »IngenieurNachrichten.de – Zeitschrift für Wirtschaft, Wissenschaft und Technik«, »seminarSPIEGEL.de«, »PortalDerWirtschaft.de«, »RKW-Kompetenzzentrum.de Bücherdienst« und »liesmalwieder.de«.
Inhaltsverzeichnis
1 Ein Anfang
1.1 Geleitwort von Arnold Vaatz, MdB
1.2 Vorwort zur 2. Auflage
1.3 Einführung
1.4 Quellen und Literatur

2 Deutschland im Wandel
2.1 Probleme mit der Energiewende
2.2 Klimaschutz als Gebot?
2.3 Die CO²-Agenda der EU

3 Energie
3.1 Der Energiehunger der industrialisierten Menschheit
3.2 Die Endlichkeit der Brennstoffreserven
3.2.1 Kohle, Erdöl, Gas
3.2.2 Uran, Thorium
3.3 Ein Spaziergang im "Energie-Garten"
3.3.1 Eine entscheidende Größe - Leistungsdichte S
3.3.2 Grundkriterien und eine erste Bilanz
3.3.3 Wirkungsgrade von Kraftwerken
3.3.4 Erntefaktoren von Kraftwerken
3.3.5 Woher soll der Strom kommen?
3.3.6 Verbrauchernahe oder verbraucherferne Stromversorgung?#
3.4 Alternative Energien in Deutschland
3.4.1 Die Vorhaben der Bundesregierung
3.4.2 Windkraftanlagen (WKA)
3.4.3 Strom von der Sonne
3.4.4 Solarthermie
3.4.5 Brot für die Welt oder Biosprit?
3.4.6 Schiefergas
3.5 Speicherung von elektrischer Energie
3.6 Energiesparen
3.7 Kernenergie
3.7.1 Transmutation des abgebrannten Kernbrennstoffs
3.7.2 Kernkraftwerke der Zukunft
3.7.3 Risiko radioaktiver Strahlung
3.8 Wohin geht die Energiereise Deutschlands?
3.9 Résumé zur Energiepolitik Deutschlands

4. Klima
4.1 Klimakatastrophen?
4.2 Klimaschutz in Politik und den Medien
4.3 Erste Klima-Fakten
4.4 Globale Erwärmung?
4.5 Die Folgen des Klimawandels
4.5.1 Extremwetter
4.5.2 Gletscher
4.5.3 Meeresspiegel
4.5.4 Arktiseis
4.5.5 pH-Werte der Ozeane
4.6 Ordnung in die Klimabegriffe!
4.7 Ockhams Rasiermesser
4.8 Die Geschichte der Erdtemperaturen bis heute
4.9 Treibhauseffekt und CO²
4.9.1 Die Klimawirkung des anthropogenen CO²
4.9.2 Wie weit steigt atmosphärisches CO² noch an?
4.9.3 "Wärmetod der Erde" durch Wasserdampfrückkopplung?
4.10 Ursachen von Klimaänderungen
4.11 Klima-Computer-Modelle
4.12 Fingerprints und Tipping-Points
4.13 Der Mythos vom wissenschaftlichen Konsens
4.14 Résumé zur Klimapolitik Deutschlands

5 Kollateralschäden
5.1 IPCC und Politik
5.2 Die deutschen Medien
5.3 Wikepedia
5.4 Wissenschaftliche Etikette
5.4.1 Climategate
5.4.2 Die Die Falschaussage des IPCC über den Zustand der
Himalaya-Gletscher
5.4.3 Die Fragwürdigkeit von "Globaltemperaturen"
5.4.4 Fragwürdiges vom PIK-Direktor H.-J. Schellnhuber
5.4.5 Das PIK vs. Jan Veizer und Niv Shaviv
5.5 Wer profitiert von der Klima-Hysterie?
5.6 Zechpreller

6 Anhang
6.1 Windkraftanlagen und Solarzellen
6.2 Abfall bei 100% Kernkraft aus Brutreaktoren
6.3 Energiereserven und CO²-Anstieg
6.4 Welche Klimawirkung hat CO²-Vermeidung?
6.5 Realitätsprüfung von klimafakten.de

7 Literaturverzeichnis