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Empathie und Gewalt Studie zur Bedeutung von Empathiefähigkeit für Gewaltprävention
Empathie und Gewalt
Studie zur Bedeutung von Empathiefähigkeit für Gewaltprävention




Sok-Rok Song

Logos Verlag Berlin
EAN: 9783897228337 (ISBN: 3-89722-833-5)
218 Seiten, kartoniert, 15 x 21cm, Februar, 2002

EUR 40,50
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die vorliegende Arbeit wurde 2001 von der Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum als Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Sportwissenschaft (Dr. Sportwiss.) angenommen. Gutachter waren Uni.-Prof. Dr. E. Beckers (Bochum) und Uni.-Prof. Dr. H. Allmer (Köln).
Rezension
Das Buch richtet sich in erster Linie nicht an einen breiten Kreis von Lesern und auch nicht an Praktiker, an Lehrer, Pädagogen, Erzieher oder Gruppenleiter, sondern es ist geschrieben als eine Dissertation. Als solche wendet sie sich vor allem an Wissenschaftler. Auch der Klappentext ist so wenig aussagekräftig, daß sich der der Band auch aus dieser Perspektive nur an die Leser wendet, die breits von der Arbeit gehört haben. Es ist kein Buch, daß man zufällig in einem Bücherregal einer Buchhandlung entdeckt. Dies spiegelt sich in dem Preis des Buches wieder, der aufgrund der kleinen Auflage recht hoch ausfällt.
Doch wer all diese Bedenken überwindet, findet in Sok-Rok Songs Dissertation eine ausgesprochen spannende und perspektivenreiche Arbeit über Gewalt an Schulen. Tabellen über durchgeführte Befragungen lassen das Werk keineswegs mehr theoretisch erscheinen. Bereits ein Blick auf die Überschriften zeigt, wie viele Facetten das Thema hat. Die Forschungsschwerpunkte sowie die Theorien des Autors sind sehr kreativ und zum Teil vollkommen neu. Gleichzeitig entspricht das Empathie-Training exakt dem psychologisch-pädagogischen Meinungsbild der modernen Wissenschaft. Empathie ist Vorraussetzung für jegliche soziale Gemeinschaft und für die Vermeidung von Gewalt unbedingt notwendig. Sie ist in jede Gewaltprävention als grundlegender Baustein integriert.

Lussnig, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Wenn man Jugendliche fragt, die beim Sport foulen, was sie sich dabei gedacht haben, fühlen Sie sich in der Regel durch die Frage ertappt und entschuldigen sich. Sie erklären, dass der andere Spieler sonst nicht zu stoppen gewesen wäre oder dass Foulen einfach zum Spiel gehört und in Kauf genommen werden muß, solgange sich niemand verletzt. Was der Spieler empfindet und erleidet, der gefoult wird, darüber wird nicht nachgedacht. Die Tat geht im Spiel unter und kann dazu führen, dass die Gewalt wächst.

Die Auseinandersetzung mit dem Erleben des Opfers wird hier Empathie genannt Es wird angenommen, dass empathisches Mitgefühl die Gewalt mindern kann. Deshalb untersucht der Autor den Zusammenhang zwischen Gewalt und empathischem Mitgefühl. Er geht den Fragen nach, wie sich gewalttätiges Verhalten stabilisiert, ob empathisches Mitgefühl Gewalt hemmen kann und welche Verhaltensweisen friedensfördernd sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung

2. Die Komplexität des Konstrukts "Gewalt"

3. Theorien zur Entstehung von Gewalt und zur Regelung von Gewalt

4. Empathisches Mitgefühl als Hemmungsfaktor

5. Methoden der Untersuchung

6. Ergebnisse

7. Bedingungs- und Handlungsfelder für Aggression und Empathie: Medienkonsum und Sportaktivität

8. Diskussion der Befunden und Ausblick

Verzeichnis der Abbildungen

Verzeichnis der Tabellen

Literaturverzeichnis

Anhang