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Emotionsregulation im Kindesalter
Emotionsregulation im Kindesalter




Angelika Kullik, Franz Petermann

Hogrefe-Verlag
EAN: 9783801724344 (ISBN: 3-8017-2434-4)
186 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2012

EUR 26,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Schreibabys, Wutkindern und «Angsthasen» ist gemeinsam, dass sie an einer angemessenen Regulation ihrer Emotionen scheitern. Der Emotionsdysregulation im Säuglings- und Kindesalter kommt eine zentrale Bedeutung zu, da sie schwerwiegende Folgen für die spätere psychische Gesundheit nach sich ziehen kann. Zur Behandlung lassen sich spezifische Strategien einsetzen, durch die positive oder negative Emotionen und daraus resultierende Verhaltensweisen oder physiologische Zustände reguliert werden. Hierzu gehören beispielsweise (körperliche) Selbstberuhigung und Aufmerksamkeitslenkung. Das vorliegende Buch stellt erstmals umfassend Formen der Emotionsregulation in den ersten Lebensjahren zusammen. Es werden altersspezifische Formen einer gelungenen und misslungenen Emotionsregulation vom Säuglingsalter bis hin zur späten Kindheit veranschaulicht. Das Buch widmet sich darüber hinaus einer umfassenden Analyse der derzeit möglichen Methoden, mit denen es gelingt, Zustände und Verläufe der Emotionsregulation differenziert zu erfassen. Zudem stellt der Band entwicklungsorientierte Therapieansätze dar, die die Möglichkeit bieten, unter Einbezug des sozialen Umfeldes eines Kindes ungünstigen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Rezension
Eine angemessene Regulation der eigenen Emotionen gelingt selbst manchen Erwachsenen nicht. Viele Säuglinge und Kleinkinder leiden ebenfalls an einer Emotionsdysregulation. Wir kennen Schreibabys, Wutkinder und «Angsthasen»; sie alle müssen ihre Emotionen regulieren lernen und Lehrkräfte wissen, dass das einigen im Schulalter noch keineswegs gelingt ... Das vorliegende Buch stellt umfassend Formen der Emotionsregulation in den ersten Lebensjahren zusammen und bietet entwicklungsorientierte Therapieansätze, damit Kinder auch aus schwierigem Umfeld, ihre Emotionen zu regulieren lernen; denn die Emotionsregulation bringt wichtige Konsequenzen auch für die soziale Funktionalität mit sich.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 5

1 Was bedeutet Emotionsregulation? 9

l.1 Was sind Emotionen? 11
1.1.1 Emotionen im Säuglingsalter 14
1.1.2 Emotionen im frühen und mittleren Kindesalter 16
1.2 Zum Phänomen der Emotionsregulation 20
1.2.1 Emotionsregulation: Definitionen und offene Fragen 21
1.2.2 Eine Arbeitsdefinition von Emotionsregulation 24

2 Zur Entwicklung der Emotionsregulation im Kindesalter 28

2.1 Emotionsregulation im Kontext verschiedener Entwicklungsprozesse 28
2.2 Regulationsstrategien im Säuglings- und Kleinkindalter 31
2.3 Regulationsstrategien im Kindesalter 36

3 Diagnostik der Emotionsregulation 43

3.1 Diagnostik im Säuglings- und Kleinkindalter 44
3.1.1 Verhaltensbeobachtung 47
3.1.2 Fragebogenverfahren für Eltern 54
3.2 Diagnostik im Kindesalter 60
3.2.1 Verhaltensbeobachtung 63
3.2.2 Fragebogenverfahren: Selbstratings 66
3.2.3 Fragebogenverfahren: Fremdratings 74
3.2.4 Interviewverfahren 75
3.3 Psychophysiologische Methoden: Corticale Aktivität des Frontallappens 80
3.4 Zusammenfassung 81

4 Faktoren der Emotionsregulation 83

4.1 Die neurophysiologische Entwicklung 83
4.1.1 Amygdala 84
4.1.2 Frontallappen 85
4.1.3 Vagaler Tonus 87
4.1.4 Zusammenfassung 88
4.2 Das Temperament des Kindes 88
4.2.1 Effortful Control 89
4.2.2 Emotionalität 91
4.2.3 Zusammenfassung 93
4.3 Emotionsregulation durch die Eltern 94
4.3.1 Akzeptanz und Emotionscoaching 95
4.3.2 Eltern-Kind-Bindung 97
4.3.3 Elterliche Regulationsstrategien 99
4.3.4 Emotionsausdruck und Regulationsfähigkeiten von Eltern 101
4.3.5 Zusammenfassung 103
4.4 Die Beziehung zu Gleichaltrigen und Geschwistern 104
4.4.1 Beziehungen zu Gleichaltrigen 104
4.4.2 Beziehungen zu Geschwistern 105
4.5 Geschlecht 106
4.6 Zusammenfassung 108

5 Emotionsdysregulation und Psychopathologie im Kindesalter 110

5.1 Begriff und Folgen der Emotionsdysregulation 110
5.2 Klassifikation von Störungen der Emotionsregulation 111
5.2.1 Frühe Regulationsstörungen 111
5.2.2 Diagnose „Emotionsdysregulation" 114
5.3 Emotionsregulation und Angststörungen 118
5.3.1 Angstsymptome auf subklinischem Niveau 121
5.3.2 Angststörungen 124
5.3.3 Zusammenfassung 125
5.4 Emotionsregulation und Depression 127
5.4.1 Depressive Symptome auf subklinischem Niveau 128
5.4.2 Depressionen 132
5.4.3 Zusammenfassung 133
5.5 Emotionsregulation und aggressives Verhalten 135
5.5.1 Konzeptuelle Überlegungen 135
5.5.2 Längsschnittliche Befunde 137
5.5.3 Exkurs: Physiologische Regulation aggressiven Verhaltens 143
5.5.4 Zusammenfassung 144
5.6 Ausblick: Emotionsregulation und psychopathologische Probleme 146

6 Emotionsregulation in Prävention und Intervention 148

6.1 Präventionsprogramme 148
6.1.1 „Learning to Live Together" 149
6.1.2 Emotion-Based Prevention Program (EBP) 150
6.1.3 Verhaltenstraining im Kindergarten 150
6.1.4 Verhaltenstrainings in der Grundschule 151
6.1.5 Zusammenfassung 153
6.2 Intervention 154
6.2.1 Die Kontextbezogene Emotionsregulationstherapie (CERT) 154
6.2.2 Das More Fun with Sisters and Brothers-Programm (MFWSB) 156
6.2.3 Die Emotionsbezogene Kognitive Verhaltenstherapie (ECBT) 157
6.2.4 Zusammenfassung 158

Literatur 159