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Einstein und Heisenberg Begründer der modernen Physik
Einstein und Heisenberg
Begründer der modernen Physik




Konrad Kleinknecht

Kohlhammer
EAN: 9783170323858 (ISBN: 3-17-032385-7)
221 Seiten, paperback, 12 x 20cm, 2017, 41 Abb.

EUR 24,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Dieses Buch erzählt die spannende Geschichte der großartigen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts: der Einsteinschen Relativitätstheorie und der Heisenbergschen Quantenmechanik. Diese Entdeckungen legten die Grundlagen der heutigen Physik, ohne die unsere digitalisierte Welt der Computer, Satelliten und neuen Werkstoffe nicht möglich wäre. Konrad Kleinknecht versteht es, komplizierte physikalische Zusammenhänge verständlich zu schildern und verbindet die Geschichte der modernen Physik mit den Lebensläufen der beiden außergewöhnlichen Physiker. Er beschreibt in dieser Doppelbiographie die Gemeinsamkeiten und Gegensätze der beiden Koryphäen und zeigt, wie ihr Wirken das 20. Jahrhundert zum Jahrhundert der Physik formte.

Konrad Kleinknecht ist Professor für experimentelle Physik, er arbeitete am CERN in Genf und an den Universitäten in Heidelberg, Dortmund, Pasadena, Harvard, Mainz und München.
Rezension
Das 20. Jhdt. kann als das Jahrhundert der Physik gelten. Die Physik des 20. Jahrhunderts ruht auf zwei Fundamenten: Unser Ort im Universum, der Ursprung und die Entwicklung des Kosmos, die Bedeutung von Raum und Zeit wurden von Albert Einstein am Anfang des Jahrhunderts zu einem revolutionären neuen Bild zusammengefügt und mit der Relativitätstheorie mathematisch beschrieben. Damit sagte er eine Fülle von neuartigen Phänomenen im Kosmos vorher, die im Laufe der Zeit empirisch gefunden wurden: Lichtablenkung im Schwerefeld, schwarze Löcher, Zeitdehnung bei schnell bewegten Objekten, Gravitationswellen. Wenig später gelang es Werner Heisenberg zum ersten Mal, das Verhalten der kleinsten Bausteine der Materie zu erklären, indem er die Gesetze der klassischen Physik ebenfalls einer revolutionären Wandlung unterwarf. Mit seiner Quantenmechanik eröffnete er uns die Welt der mikroskopischen Bestandteile der Materie, der Atome, Atomkerne und Elementarteilchen. Sie ermöglicht auch die Beschreibung der physikalischen Eigenschaften von Molekülen, chemischen Verbindungen, Kristallen, Feststoffen und Halbleitern und ist so die Grundlage der heutigen Computertechnik. Heisenbergs Entdeckung der Unbestimmtheitsrelation hat weitreichende Konsequenzen für die Naturphilosophie und Erkenntnistheorie. Beide großen Gelehrten, die in München aufwuchsen, werden hier in einer Doppel-Biographie vorgestellt.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

1 Einsteins Jugend 9

1.1 Der Friedhof von Buchau 9
1.2 Die Familie in Ulm und München 10
1.3 Schüler am Luitpold-Gymnasium München 14
1.4 Einstein in Aarau und Zürich 18
1.5 Experte im Berner Patentamt 21

2 Heisenbergs Jugend 28

2.1 Heisenbergs Herkunft 28
2.2 Schulzeit in Würzburg und München 30
2.3 Jugendbewegung 35
2.4 Studium bei Sommerfeld 36
2.5 Heisenberg in Göttingen und Kopenhagen 42

3 Die Wunderjahre 48

3.1 Die Ruhe vor dem Sturm der Gedanken 48
3.2 Einsteins annus mirabilis 51
3.3 Professor in Zürich, Prag und wieder Zürich 65
3.4 Die allgemeine Relativitätstheorie und Berlin 71
3.5 Heisenbergs Durchbruch zur Quantenmechanik 83
3.6 Die Vollendung der neuen Quantentheorie 94

4 Auswirkungen der Entdeckungen 106

4.1 Die Fünfte Solvay-Konferenz 1927 106
4.2 Wirkung der Allgemeinen Relativitätstheorie 110
4.3 Lehren und Fördern 121
4.4 Wirkungen der Quantenmechanik 129

5 Vertreibung und Kriegsjahre 139

5.1 Einstein und Deutschland 139
5.2 Einsteins Pazifismus, die Bombe und der Franck-Report 146
5.3 Heisenberg, die Kriegsjahre und der Uranverein 160

6 Wahlverwandtschaften 173

7 Religion und die Ordnung der Wirklichkeit 187

8 Die Rolle der Musik 193

9 Die späten Jahre 197

9.1 Einstein — der Weltweise in Princeton und seine »einheitliche Feldtheorie« 197
9.2 Heisenberg — der Regierungsberater in Göttingen und München, Wiederaufbau, Weltformel 200
9.3 Die letzte Begegnung 1954 204

10 Glossar 206
11 Literaturangaben 213
12 Register 215