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Einführung in die Ethik  2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2010
Einführung in die Ethik


2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2010

Herlinde Pauer-Studer

UTB , Facultas
EAN: 9783825223502 (ISBN: 3-8252-2350-7)
266 Seiten, paperback, 15 x 22cm, 2010

EUR 18,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Der Band stellt die maßgeblichen Theorien der Ethik vor: die Kantische Ethik, den Utilitarismus, die Tugendethik und den Kontraktualismus. Diskutiert werden auch die wesentlichen Probleme der Moraltheorie, wie z.B. die Ursprünge und die Reichweite moralischer Verpflichtung, die Rolle moralischer Gefühle und die universelle Begründbarkeit moralischer Grundsätze. Studierenden der Philosophie, aber auch der Medizin, Rechtswissenschaft, Ökonomie und Medientheorie, die mit konkreten Fragen der Ethik konfrontiert sind, bietet diese Einführung grundlegendes Wissen über die Prinzipien der Ethik.

Prof. Dr. Herlinde Pauer-Studer ist an der Universität Wien tätig.
Rezension
Diese Einführung in die Ethik stellt die grundlegenden Konzeptionen (philosophischer) Ethik verständlich, klar und übersichtlich dar: die Kantische Ethik, den Utilitarismus, die Tugendethik und den Kontraktualismus (vgl. Kap. 2-5). Hinzu tritt die kompakte Darstellung grunsätzlicher Probleme von Ethik: Die Begriffs- und Zuständigkeitsklärung in Kap. 1 (Normative Ethik, Metaethik vgl. auch Kap. 8, Sozialethik etc. und Ethik im Verhältnis zu Religion, Wertepluralismus etc.) und die grundsätzliche Infragestellung von Moral in Kap. 7, dargestellt am beispiel Friedrich Nietzsche. Hilfreich erscheint neben der präzisen, verständlichen Sprache besonders die regelmäßige Gegenüberstellung der Grundkonzeptionen. Angewandte Ethik wird, gemäß dem Buchtitel, nicht behandelt.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Rezensionen:

Aus: socialnet.de, Peter Eisenmann, 26.09.2011
[…] Fazit: Auch wenn man sicher nicht erwarten kann, dass das Werk eine umfassende Abhandlung zur Ethik beansprucht, so stellt es doch ein wichtiger Baustein in dem Bemühen, Ethik aus der Philosophie heraus erklären und in seinen wichtigsten Facetten definieren zu wollen, dar. Es ist als einführende studentische Lektüre in die Beschäftigung mit der Ethik zu verstehen und durchaus unabdingbar, es bietet jedoch aufgrund von Stil und Diktion auch und gerade dem philosophischen Laien eine Darstellung der Thematik, die es uneingeschränkt zu empfehlen gilt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 11

1.1 Normative Ethik und Metaethik 12
1.2 Die wichtigsten normativ-ethischen Theorien 13
1.3 Individualmoral und Sozialmoral 14
1.4 Das Verhältnis von Ethik und Religion 16
1.5 Metaethik: Rückblick und Ausblick 19
1.6 Die Relationen zwischen normativer Ethik und angewandter Ethik 25
1.6.1 Ethische Standardtheorien und Prinzipien mittlerer Reichweite 26
1.6.2 Freistehende Argumente 27
1.7 Wertepluralismus und öffentlicher Vernunftgebrauch 29

2. Kantische Ethik 35

2.1 Der gute Wille als Bedingung moralischen Handelns 36
2.2 Die Formulierungen des kategorischen Imperativs 37
2.3 Die Begründung des kategorischen Imperativs 44
2.4 Hegels Kritik: Leerer Formalismus 48
2.5 Bedingungsloses Sollen und Pflichtenrigorismus 50
2.6 Pflicht versus Neigungen 52
2.7 Pflichten um der Pflicht willen 55

3. Utilitarismus 59

3.1 Handlungsutilitarismus und Regelutilitarismus 66
3.2 Personale Integrität und moralisches Urteilen 71
3.3 Negative und positive Pflichten 74
3.4 Rechte und Gerechtigkeit 77

4. Tugendethik 83

4.1 Die Renaissance der Tugenden 84
4.2 Das Gute und die Glückseligkeit 89
4.3 Tugenden und die aristotelische Lehre von der Mitte 93
4.4 Praktische Weisheit und ethische Ideale 95
4.5 Stärken und Schwächen der Tugendethik 98
4.6 Aristotelische und Kantische Ethik 103

5. Kontraktualismus 111

5.1 Die Moralkonzeptionen von Thomas Hobbes und David Hume 112
5.2 Moderne Versionen des rational-individualistischen Kontraktualismus 118
5.3 Universalistische Vertragstheorien der Moral 123
5.4 Die Unvereinbarkeit von rational-egoistischer Strategie und Moral 127
5.5 Egoistische Vereinbarungen – ein limitiertes Modell menschlicher Beziehungen 130
5.6 Universalistische Vertragstheorien – ein Ansatz mit eigenen Konturen? 135

6. Feministische Ethik 139

6.1 Universalismus, Partikularismus, Unparteilichkeit 140
6.2 Rechte – Tugenden – affektive Werte 142
6.3 Die feministische Auseinandersetzung mit dem Kontraktualismus 146
6.4 Moralische Prinzipien und affektive Werte: Kant und Hume im Spiegel feministischer Analyse 148
6.5 Feministische Ethik als Reflexion des Sozialen 155
6.6 Gleichheit und Differenz 159

7. Die Ambivalenzen des Normativen: Friedrich Nietzsches Immoralismus 165

7.1 Nietzsche und die akademische Philosophie der Moral 167
7.2 Ursprung und Funktion moralischer Vorstellungen 171
7.3 Die Übel der Mitleidsmoral 177
7.4 Perspektivismus und Relativismus 179
7.5 Die Unhintergehbarkeit des Moralischen 186

8. Metaethik 193

8.1 Kognitivismus und Nonkognitivismus 194
8.2 Realismus, Naturalismus und Intuitionismus 198
8.3 Konstruktivismus und Expressivismus 208
8.4 Internalismus versus Externalismus und das Problem der moralischen Motivation 213
8.5 Der moralische Standpunkt: erstpersonal, zweitpersonal oder drittpersonal? 224
8.6 Rationalität und Vernunft 235

Literaturverzeichnis 247
Sachregister 259
Namensregister 263