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Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
Die Tage, die ich mit Gott verbrachte




Axel Hacke

Verlag Antje Kunstmann GmbH
EAN: 9783956141188 (ISBN: 3-9561411-8-0)
104 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 19cm, 2016

EUR 18,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Mit dem Urknall hat alles mal angefangen. Aber was ist daraus geworden? Das fragt sich Gott und das fragt sich auch Axel Hacke. Eine wunderbare Parabel auf das Leben.
Rezension
Axel Hacke ist bekannt geworden durch seine kurzen Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung und das SZ-Magazin. Das vorliegende Buch mit dem Titel „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ nimmt den Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Axel Hacke bzw. sein Alter Ego ist mit Gott unterwegs. Unterhaltsam, fachlich ansprechend und vor allem anregend und provokativ schildert er diese besondere Gottesbegegnung. Das Buch setzt die Bereitschaft voraus, sich in die Welt der Fantasie zu begeben und wie ein Kind die Gedanken und Bilder vor seinem geistigen Auge ablaufen zu lassen. Gott konfrontiert sich mit seinem Werk und dabei hat er einige Kritikpunkte und Anfragen nicht nur an sich selbst. Der Band ist eine inspirierende Anregung für Gottessucher, Zweifler, Atheisten und Gläubige. Es will nicht missionieren oder mit Argumenten überzeugen, sondern die Freude am Denken fördern. Das ist Axel Hacke gut gelungen. Dabei sind die Illustrationen von Michael Sowa nicht nur ein schmückendes Beiwerk, sondern eine visuelle Hilfestellung.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Wenn einer von einem fremden alten Mann von der Parkbank geschubst wird, auf die eine Sekunde später ein schwerer Glasglobus mit Metallfuß kracht, fängt er an sich zu wundern. War das Absicht, dass der Alte ihn gerettet hat? (Andernfalls wäre er ja tot gewesen, erschlagen von der Welt.) Und wer ist der Mann mit dem grauen Mantel, der jetzt dauernd auftaucht und Nähe sucht, ganz allgemein zu den Menschen, zum Erzähler aber im Besonderen? Er zieht in Hauswänden Schubladen auf, die vorher nicht da waren und in denen sich Welten verstecken, von denen auch niemand eine Ahnung hatte. Er lässt die steinernen Löwen vor der Feldherrnhalle durch Reifen springen und dirigiert kleine Regenwolken bei heiterstem Himmel herbei – und das ist alles nur der Anfang einer so großartigen wie versponnenen Geschichte voll seltsamster Ereignisse. Dieser melancholische Alte, der gerne ein Glas Champagner trinkt: Ist das Gott, der die Einsamkeit des Universums satt hat? Ist es möglich, dass einmal nicht die Menschen Trost bei Gott suchen, sondern er bei ihnen? Ausgerechnet in diesen Zeiten? Oder, mehr noch, sogar Verzeihung, Versöhnung angesichts der eigenen unvollkommenen Schöpfung? Gott: ein Spieler, ein Künstler, ein reuiger Mann? In diesem Fall gibt es einiges zu besprechen. Und zu bestaunen, in den Tagen mit Gott.

Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" (Kunstmann 2017).