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Die Illusion der Exzellenz Lebenslügen der Wissenschaftspolitik 2. Aufl.
Die Illusion der Exzellenz
Lebenslügen der Wissenschaftspolitik


2. Aufl.

Jürgen Kaube (Hrsg.)

Wagenbach
EAN: 9783803126047 (ISBN: 3-8031-2604-5)
96 Seiten, paperback, 12 x 19cm, 2009

EUR 9,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Kein Stein bleibt derzeit in den Hochschulen auf dem anderen, eine Reform ihrer Strukturen jagt die nächste. Das Versprechen lautet: internationale Konkurrenzfähigkeit, schnelleres und erfolgreicheres Studieren, bessere Forschung. Soll man das glauben? Aus den Universitäten selbst sind andere Töne zu hören.



Beiträge von

Wolfgang Eßbach [Soziologie, Freiburg] Bruno S.Frey (Wirtschaftswissenschaften, Zürich) Jürgen Kaube [Frankfurter Allgemeine Zeitung) Andre Kieserling (Soziologie, Bielefeld) Axel Meyer (Evolutionsbiologie, Konstanz) Christoph Möllers (Verfassungsrecht, Berlin) Margit Osterloh (Betriebswirtschaftslehre, Zürich) Ulrich Schollwöck (Physik, München) Rudolf Stichweh (Soziologie, Luzern)
Rezension
Mehr Effizienz und mehr Exzellenz - das versprechen uns die seit PISA aktionistisch und populistisch durchgeführten Reformen in der Bildungspolitik, - von der Vorschule bis zur Hochschule: alles wird reformiert, alles muss anders werden, um den desaströsen PISA-Schock wenigstens in Aktionismus zu ersäufen ... Anders wird es, - aber ob es auch besser wird? Die jüngsten Studentenproteste im Winter 2009/2010 lassen dran zweifeln: Verschulung statt Verbesserung, Studiengebühren, die defacto nicht zur Verbesserung von Forschung & Lehre eingesetzt werden, sondern zur Entlastung des regulären Haushalts ... Dieser Band beleuchtet die Lügen der derzeitigen Wissenschafts- (und Bildungs-)Politik.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Kein Stein bleibt derzeit in den Hochschulen auf dem anderen, eine Strukturreform jagt die nächste. Von den Abschlüssen über die Bezahlung der Professoren und die Doktorandenausbildung bis zur Organisation der Hochschulleitung – nichts soll bleiben, wie es war.
Das Versprechen lautet: internationale Konkurrenzfähigkeit, schnelleres und erfolgreicheres Studieren, bessere Forschung. Soll man das glauben? Aus den Hochschulen selber sind auch andere Töne zu hören. Der Verwaltungsaufwand der Reformen scheint erdrückend, die Verschulung des Studiums droht begabte Studenten fernzuhalten, die Dauerbeschäftigung im Anträge- und Gutachtenschreiben frisst die Zeit für Forschung und Lehre.
In acht Essays prüfen Hochschullehrer unterschiedlicher Fakultäten ihre Erfahrungen mit der Hochschulreform, ihren Versprechen und ihrer Wirklichkeit.
Mit Beiträgen von Wolfgang Eßbach, André Kieserling, Axel Meyer, Christoph Möllers, Margit Osterloh, Ullrich Schollwöck
Inhaltsverzeichnis
Jürgen Kaube
Vorwort: Die falsche Reform 7

Wolfgang Eßbach Jenseits der Fassade
Die deutsche Bachelor-/Master-Reform 14

Andre Kieserling
Die Wirklichkeit der Humboldt-Rhetorik
oder Was soll aus den Studenten werden? 26

Rudolf Stichweh
Autonomie der Universitäten in Europa und Nordamerika:
Historische und systematische Überlegungen 38

Axel Meyer
Brain-Drain und Brain-Gain
Wie Deutschland seine Chancen als Land der Wissenschaft verpasst 50

Christoph Möllers
Kein Grundrecht auf Exzellenzschutz 56

Margit Osterloh und Bruno S. Frey
Das Peer Review-System auf dem ökonomischen Prüfstand 65

Ulrich Schollwöck
Professor Stachanov geht an die Börse: Irrungen und
Wirrungen im Reich der Forschungskennziffern 74

Jürgen Kaube
Exzellenz per Beschluss 82

Anmerkungen 90