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Die Blumen der Mode Klassische und neue Texte zur Philosophie der Mode
Die Blumen der Mode
Klassische und neue Texte zur Philosophie der Mode




Barbara Vinken

Klett-Cotta
EAN: 9783608949100 (ISBN: 3-608-94910-0)
551 Seiten, hardcover, 17 x 24cm, 2016

EUR 49,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Mode und Kleidung als vielschichtiges Mittel des Selbstausdrucks und der Kommunikation fasziniert Schriftsteller, Philosophen und Soziologen gleichermaßen. Der Band versammelt 45 essentielle Schriften vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, jeweils kenntnisreich eingeleitet von Barbara Finken.
Rezension
Mode und Kleidung fasziniert die Menschen nicht nur in unseren Tagen. Es ist ein altes Thema, mit dem sich Menschen auseinandersetzen. Es hat sich zunächst sehr viel mit Kreativität und Selbstinszenierung zu tun und ist somit ein wichtiger Akzent der eigenen Persönlichkeit. Barbara Vinken City in ihrem Buch die Blumen der Mode noch einen Schritt weiter und behauptet, dass man Textilien lesen und interpretieren kann die Texte. Darin hat sie Aufsätze und Essays aus drei Jahrhunderten gesammelt. Dabei lässt sie Schriftsteller, Philosophen, Soziologie und Literatur- und Kulturwissenschaftler aus unterschiedlichen Zeiten (18. bis 21. Jahrhundert) und Kulturkreisen in unterschiedlichen Schriften und Textauszügen zur Sprache kommen. Etwa Mondeville, Rousseau, Gautier, Freud oder Proust werden mit ihren Ausführungen vorgestellt und analysiert. Dabei steht nicht unbedingt die historisch-soziologische Betrachtungsweise im Vordergrund, sondern viel mehr die ästhetische. Somit ist es nicht nur ein Buch über Mode, sondern auch eine schöne Sammlung mit literarischen Texten. Sehr anschaulich macht die Autorin deutlich, dass Lebensstilfragen in der Geschichte der Menschheit auch immer eine Frage der persönlichen Inszenierung über Kleidung War. Sie beschränkt sich in Ihren Ausführungen auf die moderne und postmoderne. Ich hoffe, dass die Autoren weitere Werke folgen lässt, in denen sie auch andere Epochen (z. B. Antike) aus dem Blickwinkel der Mode betrachtet. Eine spannende Reise in die Geschichte, das Selbstverständnis und die Interpretation der Mode.

Arthur Thömmes, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Warum die Mode nie aus der Mode kommt

Mode und Kleidung als vielschichtiges Mittel des Selbstausdrucks und der Kommunikation fasziniert Schriftsteller, Philosophen und Soziologen gleichermaßen. Der Band versammelt 45 essentielle Schriften vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, jeweils kenntnisreich eingeleitet von Barbara Vinken.

»Barbara Vinken hat in ihrem neuen Buch schillernde Passagen von Literaten über Mode versammelt.«
Barbara Knopf, br.de, 25.10.2016
Schon immer haben die Menschen mit der Art, sich zu kleiden, mehr intendiert, als ihre Blöße zu bedecken und den Körper zu wärmen. Repräsentation und Rang, Distinktion und Individualität, Männerbilder und Frauenrollen spiegeln sich in Kleidung, Mode, Schmuck. Entsprechend vielfältig und faszinierend tiefgründig präsentiert sich das Nachdenken über Mode quer durch die Jahrhunderte. Der Band versammelt, beginnend mit Mandeville und Jean-Jacques Rousseau, sowohl klassische Texte als auch die führenden zeitgenössischen Gedanken zu einem Thema, dessen kulturelle Bedeutung heute immer klarer erkannt wird. Jedem Text sind einleitende Worte der Herausgeberin vorangestellt, welche die Hintergründe, zeittypischen Ideen und Menschenbilder beleuchten.

Barbara Vinken ist Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtete zuletzt in New York, Paris und Chicago. Sie schreibt für »DIE ZEIT«, »NZZ« und »CICERO« und ist häufig im Fernsehen zu Gast. 2013 wurde ihr Buch »Angezogen« für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
Inhaltsverzeichnis
B L Ü T E N L E S E 9
BERNARD MANDEVILLE Die Bienenfabel (1714) 13
JEAN-JACQUES ROUSSEAU Julie oder Die Neue Heloise:
Der einundzwanzigste Brief (1761) 23
GIACOMO LEOPARDI Die Mode und der Tod (1824) 39 GEORG WILHELM FRIEDRICH HEGEL Ästhetik:
Bekleidung (ca. 1830) 46
HEINRICH HEINE Reise von München nach Genua:
Kapitel XVII (1830) 57
HONORE DE BALZAC Physiologie des eleganten Lebens:
Uber die Toilette in allen ihren Teilen (1830) 60
THOMAS CARLYLE Sartor Resartus:
Die Körperschaft der Dandys (1833/1834) 70
THEOPHILE GAUTIER Mode (1858) 85 CHARLES BAUDELAIRE Der Maler des modernen Lebens:
Lobrede auf das Schminken (1863) 95
CHARLES BAUDELAIRE Der Maler des modernen Lebens:
Der Dandy (1863) 101
STEPHANE MALLARME Die neueste Mode: Mode (1874) 107
FRIEDRICH NIETZSCHE Menschliches, Allzumenschliches:
Fragment 215 (1878) 115 EMILE ZOLA Paradies der Damen (1884) 121
ADOLF LOOS Die Herrenmode (1898) und Damenmode (1898) 127
THORSTEIN VEBLEN Theorie der feinen Leute:
Die Kleidung als Ausdruck des Geldes (1899) 139
GEORG SIMMEL Die Mode (1905) 157
EDUARD FUCHS Die Frau in der Karikatur:
Ich bin der Herr dein Gott! (1906) 187
WERNER SOMBART Liebe, Luxus und Kapitalismus:
Die Entfaltung des Luxus: Der Sieg des Weibchens (1913) 200
GUILLAUME APOLLINAIRE Der gemordete Dichter:
Mode (1916) 215
MARCEL PROUST Auf der Suche nach der verlorenen Zeit:
Die Gefangene (1923, posthum) 221
EDMOND GOBLOT Klasse und Differenz: Die Mode (1925) 228
SIGMUND FREUD Fetischismus (1927) 245
JOHN CARL FLÜGEL Die Psychologie der Kleidung (1930) 253
HELEN HESSEL Sommerliche Abendkleider (1936) 265
WALTER BENJAMIN Das Passagen-Werk:
Konvolut B [MODE] (ca. 1927- 1940) 268
SIMONE DE BEAUVOIR Das andere Geschlecht:
Gesellschaft (l949) 279
RENE KÖNIG Menschheit auf dem Laufsteg:
Mode und Massenkonsum (1958) 284
ROLAND BARTHES Das Match Chanel-Courreges (1967) 291
FRIEDRICH KITTLER Mode/Ausziehbarkeit (ca. 1967- 1972) 297
PIERRE BOURDIEU UND WETTE DELSAUT
Die neuen Kleider der Bourgeoisie (1975) 302
ELIZABETH WILSON In Träume gehüllt: Geschlecht
und Identität (1985) 317
KAJA SILVERMAN Mode und Blick: Fragmente eines
modischen Diskurses (1966) 335
BARBARA VINKEN Mode nach der Mode: Martin Margiela.
Zeichen der Zeit (1993) 353
ANNE HOLLÄNDER Anzug und Eros*. Sex und
moderne Form (1994) 365
VALERIE STEELE Fetisch. Mode, Sex und Macht:
Mode, Fetisch, Phantasie (1996) 375
ULF POSCHARDT Mode und Militär (1998) 387
CAROLINE EVANS Fashion at the Edge:
Vier Phantasmagorien (2003) 395
ANDREAS KRASS Metrosexualität oder: wie schwul
ist der moderne Mann? (2006) 413
KATHARINA SYKORA The Queen stripped bare.
Luise von Preußen oder Wenn Mode Politik macht (2010) 439
THOMAS OLAH Kunst und Krieg, Mode und Armee:
Camouflage! (2011) 453
HANNE LORECK La Sape: Eine Fallstudie zu Mode
und Sichtbarkeit im postkolonialen Kontext (2011) 464
THOMAS MEINECKE Lookalikes (2011) 483
MICHAEL MÜLLER Apartheid der Mode (2012) 487
NORA WEINELT
Minimale Männlichkeit: »Boys Don’t Cry«. Über Kitsch
und Körper bei Hedi Slimane (2016) 507
PHILIPP EKARDT Eleganz und Material.
Über einige modetheoretische Gegensätze bei Helen Grund
und Walter Benjamin (2016) 520
LITERATURANGABEN 537 DANKSAGUNG 544
AUTORENBIOGRAPHIEN 545
DIE HERAUSGEBERIN UND VERFASSERIN
DER EINLEITUNGEN ZU DEN TEXTEN 551
DIE KÜNSTLERIN 551