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Didaktik / Methodik Sozialer Arbeit  4., überarb. Aufl.
Didaktik / Methodik Sozialer Arbeit


4., überarb. Aufl.

Johannes Schilling

UTB , Reinhardt
EAN: 9783825283117 (ISBN: 3-8252-8311-9)
287 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2005, 41 Abb., 7 Tab., 170 Lernfragen

EUR 19,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Dieses Standardwerk führt grundlegend in die Didaktik und Methodik Sozialer Arbeit ein. Es hilft den Studierenden dabei,

• Konzepte für die praktische Arbeit zu entwickeln,

• Lösungen praktischer Aufgaben strukturiert und zielorientiert zu erarbeiten,

• Arbeitsschritte theoretisch begründen zu können,

• die Wirksamkeit der eigenen Arbeit zu überprüfen.

Dieses Arbeitsbuch ist reichhaltig mit didaktischen Elementen ausgestattet. Der Leser findet Verständnisfragen zum Text, Lernfragen zur Prüfungsvorbereitung, Zusammenfassungen und zahlreiche Informationskästen, die die Ausführungen nochmals auf den Punkt bringen.
Rezension
Gemeinhin werden Didaktik und Schule zusammen gesehen; Didaktik wird dabei als Wissenschaft vom Unterricht verstanden. Anders ist es in der Sozialen Arbeit. Die Erkenntnisse der Schuldidaktik haben sich in Sozialarbeit und Sozialpädagogik noch nicht wirklich etabliert. Eine allgemein anerkannte Didaktik der Sozialen Arbeit ist noch immer ein Desiderat. Zwischen 1976 und 1996 sind dazu ganze vier Monographien erschienen. Diese Didaktik der Sozialen Arbeit nimmt die Schuldidaktik und Allgemeine Didaktik als Grundlage und wägt ab,welche Strukturelemente fürdie Didaktik der Sozialen Arbeit von Bedeutung sein können. Dabei steht das sog. Berliner Modell nach Heimann, Otto, Schulze im Mittelpunkt.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Der Band 2 der Reihe „Studienbücher für soziale Berufe“ führt grundlegend in die Didaktik und Methodik Sozialer Arbeit ein. Didaktik und Methodik gehören zum Handwerkszeug Studierender. Denn nur mit grundlegenden methodischen und didaktischen Kenntnissen kann der Studierende und spätere Praktiker seine Arbeit zielsicher und transparent gestalten. Mit diesem Arbeitsbuch werden sie fit für Prüfung und Praxis. Besondere Merkmale der Reihe „Studienbücher für soziale Berufe“ sind: > solides Grundwissen für das gesamte Studium > prüfungsrelevante Inhalte > eine kompakte Darstellung der jeweiligen Gebiete

Rezensionen
Von: Eberhard Schwinger aus socialnet.de am 06.03.2006
(...) Das Buch ist unentbehrlich für die Praxis der Sozialen Arbeit und empfehlenswert wegen seiner Hilfen zur Beschreibung, Analyse und Konzeptbildung. Außerdem zeigt es die Unhaltbarkeit des Begriffs "Methoden der Sozialarbeit" (Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit) auf und leistet im Hinblick auf eine moderne Wissenschaftstheorie einen wichtigen Beitrag zu einer Neuformulierung des Begriffes "Didaktik/Methodik Sozialer Arbeit".
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 11

1 Was ist Didaktik? Was ist eine Bedingungsanalyse? 16

1.1 Vorwissenschaftlicher Kenntnisstand 17
1.2 Geschichtlicher Überblick 18
1.2.1 Entwicklung der Didaktik vor 1945 18
1.2.2 Entwicklung der Didaktik nach 1945 18
1.2.2.1 Bildungstheoretische Didaktik 18
1.2.2.2 Lerntheoretische Didaktik 19
1.2.2.3 Von der bildungs- und lern theoretischen Didaktik zur kritisch-konstruktiven Didaktik 20
1.2.2.4 Didaktische Modelle 21
1.3 Wortfeld Didaktik 22
1.4 Bedingungsanalyse - anthropologische Konstante 24
1.4.1 Erstes didaktisches Element: Lehrender: Ressourcen 26
1.4.1.1 Interne Ressourcen 27
1.4.1.2 Externe Ressourcen 28
1.4.2 Zweites didaktisches Element: Voraussetzungen des Lernenden 29
1.4.2.1 Individuelle/anthropogene Voraussetzungen 30
1.4.2.2 Sozio-kulturelle Voraussetzungen 31
1.4.3 Drittes didaktisches Element: Lehr-Lern-Situation 33
1.4.3.1 Erster Aspekt: Lernen 34
1.4.3.2 Zweiter Aspekt: Prozess 37
1.4.3.3 Dritter Aspekt: Gefalle 40
1.4.3.4 Vierter Aspekt: Verhältnis 42
1.4.3.5 Fünfter Aspekt: Beziehungen 46
1.4.3.6 Sechster Aspekt: Situation 49
1.5 Definition von Didaktik 51
1.6 Bedingungsanalyse und Konzepterstellung 53
1.6.1 Raster einer Bedingungsanalyse 53
1.6.2 Überarbeitung einer Bedingungsanalyse 54
1.7 Musterbeispiel: Bedingungsanalyse 55
1.8 Fazit: Kernaussagen 59
Lernfragen 60
Weiterführende Literatur 61

2 Was sind Ziele? 62

2.1 Handeln und Motiv 63
2.2 Ziele des Lehrenden und des Lernenden 66
2.2.1 Didaktisches Dreieck 66
2.2.2 Erziehungsziele 67
2.2.3 Handlungsziele 68
2.2.4 Lernziele 69
2.2.5 Ergebnis-Verlauf/Begründung 70
2.2.6 Praxisbeispiele 71
2.3 Formulierung und Kategorie von Zielen 75
2.3.1 Formulierung von Zielen 75
2.3.2 Qualität von Zielen 76
2.4 Abstraktionsgrade von Zielen 76
2.4.1 Ordnung der Ziele 78
2.4.2 Rieht-, Grob- und Feinziele 80
2.4.3 Kriterien für Ziel-Ebenen 80
2.5 Ziel-Ebene: Erziehungs-, Handlungs- und Lernziele 81
2.5.1 Richtziel-Ebene 82
2.5.1.1 Richtziele sind Lernziele 82
2.5.1.2 Statische und dynamische Richtziele 83
2.5.2 Grobziel-Ebene 84
2.5.2.1 Handlungsziele: Vermutungen, Hypothesen 84
2.5.2.2 Besonderheiten: erstes und letztes Erziehungs-und Lernziel . 85
2.5.2.3 Praxisbeispiel: Sport mit Senioren 87
2.5.3 Feinziel-Ebene 87
2.5.3.1 Feinziele sind Lernziele 87
2.5.3.2 Didaktischer Kommentar: Inhalt und Begründung 89
2.5.3.3 Praxisbeispiel: Elternseminar an der Volkshochschule 91
2.6 Zeitaufwand und Kompliziertheit 93
2.7 Ziele und Konzepterstellung 94
2.8 Musterbeispiel: Rieht-, Grob- und Feinziel-Ebene 96
2.9 Fazit: Kernaussagen 101
Lernfragen 102
Weiterführende Literatur 102

3 Was ist Methodik? Was ist Rhetorik? 103

3.1 Wortfeld Methodik 104
3.2 Verhältnis von Didaktik und Methodik 106
3.2.1 Interdependenz/Implikation 106
3.2.2 Vermittlungsvariablen 107
3.3 Methode und Praxis 111
3.3.1 Gute und schlechte Methoden 111
3.3.2 Methoden der Sozialarbeit 112
3.3.3 Ziele - Inhalte - Methoden - Medien 114
3.4 Ergebnisse der Methodik 116
3.4.1 Sinnesorgane 116
3.4.1.1 Informationsaufnahme 116
3.4.1.2 Methodische Folgerungen 118
3.4.2 Ganzheitliches Lernen 120
3.4.2.1 Linke und rechte Hirnhemisphäre 120
3.4.2.2 Methodische Folgerungen 121
3.4.3 Gedächtnis 122
3.4.3.1 Gedächtnisspeicher 122
3.4.3.2 Methodische Folgerungen 124
3.4.4 Kommunikation, Motivation,Aktivierung 125
3.4.5 Fragen statt Sagen - Dialog statt Monolog 126
3.4.6 Pausen, Zeitplan 127
3.5 Methoden und Medien 129
3.5.1 Wichtigkeit der Medien 129
3.5.2 Begriffsklärung 130
3.5.3 Regeln für den Einsatz von Medien 131
3.5.3.1 Tafel 131
3.5.3.2 Flipchart 132
3.5.3.3 Overhead-Projektor (Tageslicht-Projektor) 132
3.5.3.4 Beschriftung von Folien 133
3.5.3.5 Videobeamer 134
3.6 Vor Gruppen stehen und reden - Rhetorik 136
3.6.1 Bedeutung von Rhetorik 136
3.6.2 Regeln der Rhetorik 138
3.6.2.1 Definition von Rhetorik 138
3.6.2.2 Atmung 139
3.6.2.3 Stehen 140
3.6.2.4 Blickkontakt 141
3.6.2.5 Gestik 142
3.6.2.6 Freies Sprechen 143
3.6.2.7 Den Faden verlieren 146
3.6.2.8 Schnellsprechen und Pausen machen 147
3.7 Methoden und Konzepterstellung 148
3.8 Musterbeispiel: Vermittlungsvariablen 149
3.9 Fazit: Kernaussagen 150
Lernfragen 151
Weiterführende Literatur 152

4 Was ist Anthropologie? Frage nach dem Menschenbild 153

4.1 Erziehung und Menschenbild 154
4.1.1 Notwendigkeit eines Menschenbildes 154
4.1.2 Öffentliches Menschenbild 154
4.1.3 Kriterien für ein Menschenbild 155
4.1.4 Entfaltung der Persönlichkeit, Ganzheitlichkeit, Wohl des Kindes 157
4.2 Pädagogische Anthropologie 158
4.2.1 Geschichtliche Entwicklung 158
4.2.2 Sechs Dimensionen 163
4.2.3 Natur - Gesellschaft - Kultur (Pestalozzi) 165
4.2.3.1 Der Mensch als Werk der Natur 166
4.2.3.2 Der Mensch als Werk der Gesellschaft 167
4.2.3.3 Der Mensch als Werk der Kultur 167
4.3 Standard-Modell: Leib - Seele - Geist 168
4.3.1 Trichotomie 168
4.3.2 Leib-Seele-Geist 169
4.3.2.1 Körper/Leib 169
4.3.2.2 Seele 171
4.3.2.3 Geist 171
4.3.3 Anthropologisches Orientierungs-Modell 172
4.3.4 Ganzheitlichkeit des Menschen 175
4.3.5 Entfaltung der Persönlichkeit, Wohl des Kindes 176
4.4 Verhältnis von Emotion und Kognition 178
4.4.1 Analytische Aufteilung 178
4.4.2 Ergebnisse der Hirnforschung 179
4.4.2.1 Richard Lazarus: Emotion als postkognitives Phänomen 179
4.4.2.2 Robert B. Zajonc: Emotion als präkognitives Phänomen 179
4.4.2.3 Paul McLean: Emotionen stehen vor Kognitionen 180
4.4.2.4 Josef LeDoux: Zwei Wege der Informationsverarbeitung 181
4.4.2.5 Gerhard Roth: Unbewusste und bewusste Emotionen 183
4.4.2.6 Daniel Goleman: Emotionale und rationale Seele 185
4.5 Menschenbild und Soziale Arbeit 187
4.5.1 Menschenbild in der Schulpädagogik 187
4.5.2 Menschenbild in der Sozialen Arbeit 190
4.5.3 Anthropologisch begründete Ziele 192
4.5.3.1 Richtziele 192
4.5.3.2 Persönlichkeitsprofil - Grobziele 193
4.5.3.3 Feinziele 198
4.6 Trauerspiel: Aufstand der Dimensionen 199
4.7 Anthropologie und Konzepterstellung 202
4.8 Musterbeispiel: Anthropologie 204
4.9 Fazit: Kernaussagen 206
Lernfragen 206
Weiterführende Literatur 208

5 Was ist ein Konzept? Neues Steuerungsmodell 209

5.1 Bedeutung von Planung 210
5.1.1 Einwände gegen Planung 210
5.1.2 Vorteile einer Planung 212
5.1.3 Definition von Planung 216
5.1.4 Umschreibung des Begriffes „Konzept" 218
5.2 Anthropologisches Lern-Spiral-Modell 218
5.3 Teile eines Konzeptes 222
5.3.1 A-Teil: Inhaltliche Überlegungen 222
5.3.2 B-Teil: Konzeptionelle Überlegungen 223
5.3.3 C-Teil: Überlegungen zur Auswertung/Selbst-Evaluation 225
5.3.3.1 Nonverbale Auswertung: Beobachtung 227
5.3.3.2 Verbale Auswertung: Feedback 229
5.4 Konzept-Modelle 231
5.4.1 Verschiedene Konzept-Modelle 231
5.4.2 Erstes Konzept-Modell: Organisations-Konzept 233
5.4.3 Zweites Konzept-Modell: Zielgruppen-Konzept 237
5.4.4 Drittes Konzept-Modell: Situations-Konzept/Planungsgitter 238
5.4.5 Viertes Konzept-Modell: Spontan-Konzept 243
5.5 Musterbeispiel: Zielgruppen-Konzept 244
5.6 Neues Steuerungsmodell 263
5.6.1 Eine neue Sprache 263
5.6.2 Knappe Kassen - mehr Leistungen 264
5.6.3 Elemente des Neuen Steuerungsmodells 266
5.6.3.1 Struktur-Qualität: Was ist gute Arbeit? 267
5.6.3.2 Prozess-Qualität: Machen wir die Dinge richtig? 268
5.6.3.3 Ergebnis-Qualität: Machen wir die richtigen Dinge richtig? 271
5.6.3.4 Kontrollbereiche 272
5.7 Didaktik und Neues Steuerungsmodell 273
5.8 Fazit: Kernaussagen 276
5.9 Bedeutung von Didaktik/Methodik für Soziale Arbeit 277
Lernfragen 279
Weiterführende Literatur 280

Literatur 281
Sachregister 286
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