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Deutschland à la francaise  übersetzt von: Elisabeth Thielicke
Deutschland à la francaise


übersetzt von: Elisabeth Thielicke

Pascale Hugues

Rowohlt
EAN: 9783498030322 (ISBN: 3-498-03032-9)
208 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 22cm, Juli, 2017

EUR 19,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Pascale Hugues ist Französin und lebt seit vielen Jahren in Berlin. In Deutschland à la française schreibt sie über den Alltag; die Sprache und die Mentalität in diesem Land, das ihr nahe und zugleich immer noch ein bisschen fremd ist. Sie schaut auf das ganz Kleine und sieht darin das ganz Grosse. Neugierig flaniert sie durch die Straßen und Parks, lauscht den Gesprächen und erforscht die Eigenheiten beiderseits des Rheins. Alles ist interessant, vom Präsidentenpalast bis zum Müllkeller, das seltsame Wort «Brustwarze», wie man zu Abend isst, sich am Telefon meldet, wie man streikt und ab wann Politiker als korrupt gelten.

Auch Klischees überprüft sie auf ihren wahren Kern. Sind die Deutschen wirklich so ordentlich und die Franzosen so locker? Wo offenbart sich die deutsche Seele? Und wann der französische Esprit? Ein kluges, kenntnisreiches, humorvolles Buch aus der Sicht einer Autorin, die in zwei Welten zuhause ist, beide liebt - und mit scharfem Blick beobachtet.

«Ein kleines Wunder von Buch.» (Neue Zürcher Zeitung über «Ruhige Straße in guter Wohnlage»)

Pascale Hugues, geboren in Straßburg, arbeitet seit 1989 als Korrespondentin in Deutschland, zunächst für die Zeitung «Libération» tätig, heute für das Magazin «Le Point». Sie schreibt auch für deutsche Zeitungen, ist unter anderem Kolumnistin des «Tagesspiegels».
Rezension
Wie fühlt es sich an, wenn man in zwei Ländern lebt - und letztlich in keinem mehr richtig zu Hause ist? Wie nimmt man Deutschland wahr als französische Journalistin in Berlin? Wie werden die Unterschiede zwischen den Ländern und ihren Kulturen wahrgenommen und verarbeitet? Dieses Buch kommt in französisch-deutscher Perspektive den Überraschungen, Ticks, Eigenarten, National-Mythen, Redewendungen und Klischees auf die Spur! Deutschland à la francaise spiegelt den Spagat im Vereinen der französischen und der deutschen Kulturen. Zwischen zwei Ländern zu leben heißt, zwei empfindliche kleine Antennen auf dem Kopf zu haben. Ständig registrieren sie die Unterschiede, was hier anders ist als dort. Und schließlich vermischen sich alltägliche Gewohnheiten. «On va boire un Schluck» und ißt lieber Vollkornbrot als Baguette. Wenn man im Ausland lebt, selbst wenn dieses Exil freiwillig ist, selbst wenn das neue Land dem alten kulturell nahesteht, sitzt man immer zwischen zwei Stühlen, und das ist nicht immer bequem.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Der Blick von außen
Offene Türen
Die Kochtöpfe der Republik
Stammtisch mit Austern
Sprechende Mauern
Wohin mit dem Joghurtbecher?
Nicht jedes Wort lässt sich exportieren
Das Geschlecht der Städte
Die Erotik der Warze
Mit Niveau
Was ist das?
Grüße aus der Vergangenheit
Das Botox-Schloss
Die Kantinen der Macht
Das 11. Gebot: Du sollst im Paradies nicht grillen!
Was verhüllt das Handtuch des Franzosen?
Klassenkampf im Sand
Mademoiselle und junge Frau
Macarons XXL
Zwei Spatzen aus Paris
Mord in der Philharmonie
DDR, mon amour
Alice Schwarzer und die Stöckelschuhe
Wie Deutschland lernte zu schlendern
Ich suche Berlin
Das ist die Freiheit!
Eine Trikolore in der S-Bahn
Das Schaffen-Chromosom
Auf der Suche nach dem modèle allemand