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Das letzte Tabu Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen
Das letzte Tabu
Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen




Annelie Keil, Henning Scherf

Herder Verlag
EAN: 9783451349263 (ISBN: 3-451-34926-4)
256 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, 2016

EUR 19,99
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Henning Scherf und Annelie Keil: Für eine Kultur der Menschlichkeit am Ende des Lebens

Viele Menschen sterben angeschlossen an Schläuchen auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Wenn sie Glück haben, ist jemand da, der ihre Hand hält. Müssen wir Angst vor der Einsamkeit am Ende haben? Henning Scherf und Annelie Keil beobachten und fördern eine gesellschaftliche Kursänderung. Sie beschreiben ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Tod, bittere wie tröstliche, und verbinden diese mit der Frage: Wie wollen wir sterben? Ein sehr persönliches Buch, das auch eminent politisch ist. Und das Mut macht, Abschied gemeinsam zu leben, um erträglicher zu machen, was wir zuletzt alle durchleben müssen.

Annelie Keil, geb. 1939, Soziologin, Gesundheitswissenschaflerin ist in der Hospizbewegung aktiv und Mitbegründerin des Weiterbildungsstudiengangs Palliative Care, bekannt u.a durch die TV-Fernsehserie "Gesundheitswerkstatt".

Henning Scherf, Dr. jur., geb. 1938, war lange Jahre Sozial-, Bildungs- und Justizsenator und von 1995 bis 2005 Bürgermeister und damit Ministerpräsident des Bundeslandes Bremen. Er ist verheiratet, hat drei Kinder, ist neunfacher Großvater und lebt in Deutschlands berühmtester Haus- und Wohngemeinschaft.
Rezension
Wie wollen wir sterben? Diese Frage treibt viele Menschen in unserer Gesellschaft um, zumal die meisten Menschen entgegen ihrem Wunsche, daheim sterben zu wollen, im Krankenhaus oder Pflegeheim versterben, nicht selten an Maschinen angeschlossen und mit wenig menschlicher Zuwendung. Der ehemalige Bremer Oberbürgermeister Henning Scherf und die Palliativ Care Aktivistin Annelie Keil wenden sich diesem "letzten Tabu" zu und loten in dieser Darstellung in neun Kapiteln aus aus, wie eine Kultur der Menschlichkeit am Ende des Lebens aussehen und gelingen kann. Es geht darum, über das Sterben reden zu lernen und den Abschied leben zu lernen, wie der Untertitel andeutet. Gerade im Sterben brauchen wir persönliche menschliche Zuwendung, die Ängste und Sorgen gemeinsam anzunehmen bereit ist.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Berührend. Und Mut machend.
Ein persönlicher Blick auf das Sterben
Plädoyer für einen neuen gesellschaftlichen Umgang

Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

1 Ein Dialog über die Kunst des Abschiednehmens (A. Keil und H. Schert) 9

2 Dem Tod begegnen und das Leben erfahren (A. Keil) 34

3 Das verdrängte Sterben (H. Scherf) 65

4 Der Abschied vom Leben als biografische Herausforderung (A. Keil) 91

5 Das Sterben »machen« (H. Scherf) 123

6 An der Seite der Sterbenden bleiben (A. Keil) 147

7 Das persönliche Umgehen mit dem Tod (H. Scherf) 180

8 Selbstbestimmt bis zum Ende (A. Keil) 204

9 Trauern und Bewältigen (H. Scherf) 231

Dank 253