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Atheismus Neue Rundschau 118. Jg. / H.2 / 2007 Begründer: Fischer, Samuel, Hrsg. v. Hans J. Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler u. a.
Atheismus
Neue Rundschau 118. Jg. / H.2 / 2007


Begründer: Fischer, Samuel, Hrsg. v. Hans J. Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler u. a.

Begründet von S. Fischer im Jahre 1890 (Hrsg.)

Reihe: Neue Rundschau


S. Fischer Verlag
EAN: 9783108090692 (ISBN: 3-10-809069-0)
175 Seiten, paperback, 15 x 23cm, 2007

EUR 10,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Neue Rundschau

begründet von S. Fischer im Jahre 1890

118. Jahrgang 2007

Heft 2

Einzelheft
Rezension
Religion hat z.Zt. angeblich Konjunktur; allerorten ist von der sog. Wiederkehr der Religion zu lesen. Sicher ist: In Zeiten von Postmoderne und Globalisierung suchen Menschen nach bleibenden Werten und fundamentalen Wahrheiten - und finden das nicht selten im religiösen Fundamentalismus ... Zugleich aber kommen de facto viele Menschen ohne Religion aus und es kann sicherlich nicht pauschal von der Wiederkehr der Religion gesprochen werden; denn auch der Atheismus meldet sich seit geraumer Zeit wieder deutlich, manchmal allzu populistisch, zu Wort. Entsprechend nimmt sich eine der ältesten Kulturzeitschriften Europas, die Neue Rundschau, eine 1890 gegründete, vierteljährlich erscheinende Literaturzeitschrift, dem Thema Atheimus an.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
"Das 21. Jahrhundert wird religiös sein oder nicht sein", dieser Aphorismus wird gerne André Malraux zugeschrieben. Und in der Tat ist die Religion heute allgegenwärtig. In Schattierungen vom Fundamentalismus bis hin zum Lifestyle hat sie sich durchgesetzt, es gilt als schick, religiös zu sein. Das Argument dafür lautet immer häufiger: Die haben noch Werte.

Dabei war die Geschichte des Atheismus einmal eine Erfolgsgeschichte: Wie man sich von Zensur, Unterdrückung, falschen Wertvorstellungen und der kirchlichen Macht befreit hatte. Wie eine rein diesseitsbezogene Haltung gegen religiösen Wahn und Allmachtsansprüche geltend gemacht wurde - zum Zweck einer besseren Gesellschaft.

Wo steht der Atheismus heute?, diese Frage möchte die Neue Rundschau stellen. Und daran erinnern, dass Malraux schon 1975 bestritten hat, den ihm zugesprochenen Satz je gesagt zu haben.

Alexander Roesler - Studium der Philosophie, Germanistik, Musikwissenschaft und Semiotik in Heidelberg und Berlin. Tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Philosophie der TU Dresden. Veröffentlichungen zur Semiotik, Erkenntnistheorie und zu philosophischen Fragen der Medien.
Inhaltsverzeichnis
Editorial 5

ALBERTO MANGUEL Die Rückkehr. Eine Erzählung 7
JORIE GRAHAM Fünf Selbstportraits 47
SARAH SHUN-LIEN BYNUM Komplize 66
TAHA MUHAMMED ALI Rache 87
WILLEM JAN OTTEN Fjodor Dostojewskij 1821-1882 89

Atheismus

SLAVOJ ZIZEK Auf dem Weg zu einer materialistischen Theologie 97
HERBERT SCHNÄDELBACH Der fromme Atheist 112
THOMAS P. WEBER Von Atheisten und anderen Gläubigen.
Über Evolutionsbiologie und Religion 120
WERNER HAMACHER Ungerufen. Kommentar zu Kafkas »Prüfung« 132
HANS BLUMENBERG Notizen zum Atheismus. Aus dem Nachlaß 154

Carte blanche

GUDRUN BOCH Laudatio auf Felicitas Hoppe 163
FELICITAS HOPPE In Bremen ist der Mund noch warm Dankesrede anlässlich der Verleihung des Bremer Literaturpreises 2007 169

Die Autorinnen und Autoren 173